Zahl der Velo-Toten steigt um das Doppelte

Die Schweizer Bilanz der Velo-Unfälle mit tödlichem Ausgang ist erschreckend. Die Zahl der Toten verdoppelte sich in 2009 im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).

Laut der BFU wurden im letzten Jahr 55 Velofahrer im Strassenverkehr getötet, 2008 waren es hingegen nur 27 Radler. Die Schuld dafür, dass so viele Unfälle passieren, liegt nicht immer nur bei den Autofahrern, sondern oft auch bei den Velofahrern selbst.

Am häufigsten passieren solche Verkehrsunfälle nachts und am Wochenende und die Radler sind dabei oft betrunken. Das könnte unter anderem an der Einführung der 0,5-Promille-Grenze liegen. Seit diese besteht, sind viele vom Auto auf das Velo umgestiegen, wenn es in den Ausgang geht. Ein weiterer Grund könnte der Boom bei den E-Bikes sein mit denen eventuell auch die Zahl der ungeübteren Velofahrer gestiegen ist.

Trotz der erhöhten Zahl an Velo-Toten ist die Bilanz der Verkehrsunfälle insgesamt durchaus positiv. Insgesamt starben im letzten Jahr weniger Menschen im Strassenverkehr als das Jahr zuvor. Von der BFU wurden für 2009 mit 348 Todesopfern 9 Tote weniger als im Jahr davor gezählt. Innerhalb der letzten 20 Jahre halbierte sich die Zahl sogar.

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