Moderne Mütter sind trotz Mehrfachbelastung zufriedener

Moderne Schweizer Mütter sehen sich als Familienmanagerinnen mit vielfältigen Pflichten. Trotz der Mehrfachbelastung sind sie jedoch zufriedener als Mütter vor 30 Jahren. Diese Ergebnisse einer internationalen Studie präsentierte der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble heute in einer Medienmitteilung.

Moderne Mütter sind trotz Mehrfachbelastung zufrieden

Trotz Mehrfachbelastung zufrieden: Die moderne Schweizer Mutter sieht sich als Familienmanagerin. Foto: Yuri Arcurs - Fotolia.com

In welcher Rolle sehen sich die heutigen Mütter? Um diese Frage beantworten zu können, führte das «Social Issues Research Centre» (SIRC) eine internationale Studie durch, in welcher 9'582 Mütter in ganz Europa zu ihrem Rollenbild befragt wurden. Bei den 506 befragten Schweizerinnen wurde vor allem eines klar: Das Bild der klassischen Hausfrau ist längst überholt. Viel eher sieht sich die moderne Mutter als Familienmanagerin, der die Bewältigung von Familie, Haushalt und Job leichter fällt als noch vor 30 Jahren. Als Anerkennung für die Arbeit reicht den meisten schon ein einfaches «Dankeschön».

Mehr Zeit dank zusätzlicher Unterstützung

In den letzten Jahren hat sich nicht nur die Mutter-, sondern auch die Vaterrolle fundamental verändert. 87 Prozent der Schweizer Mütter geben an, dass ihre Partner heute viel enger in die Kinderbetreuung involviert sind als ihre eigenen Väter. Dr. A. Doris Baumgartner, Dozentin an der FHS St. Gallen, erklärt dieses Phänomen in der Medienmitteilung mit der Veränderung des gesellschaftlichen Rollenbilds: «Die Mehrheit lehnt die traditionelle Rollenverteilung ab – der Mann ist nicht mehr alleiniger Brotverdiener.»



Diese zusätzliche Unterstützung hat positive Folgen: 45 Prozent der Schweizer Mütter haben den Eindruck, durch die Hilfe im Haushalt und bei der Kinderbetreuung mehr Freizeit zu haben. Mehr als die Hälfte aller Befragten in der Schweiz nutzen diese Zeit nicht allein, sondern am liebsten mit ihren Kindern.

Mehr staatliche Unterstützung erwünscht

Als Anerkennung für ihre Leistungen brauchen Schweizer Mütter keine teuren Geschenke. Vielen würde eine Umarmung (38 Prozent) oder ein einfaches «Dankeschön» (29 Prozent) bereits ausreichen. Trotzdem gibt es noch Verbesserungsbedarf: 39 Prozent der Mütter wünschen sich mehr staatliche Unterstützung und flexiblere Arbeitszeiten für eine bessere Familienorganisation.

Wie beurteilen Sie die Rolle der Mutter? Sind Sie zufrieden mit Ihrer gegenwärtigen Lage? Schreiben Sie einen Kommentar.

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