Zuviel Fernsehen schadet Kindern nachhaltig

Durch erhöhten Fernsehkonsum steigt bei Kindern die Wahrscheinlichkeit für schlechte Noten in der Schule. Ausserdem verfügen diese Kids meist über einen schlechteren Gesundheitszustand als Altersgenossen, die nicht so oft fernsehen.

Wissenschaftler von der University of Montreal und der University of Michigan konnten in einer aktuellen Studie die negativen Auswirkungen von zuviel TV-Konsum nachweisen. Die Ergebnisse zeigten, dass je länger Kinder vor der Flimmerkiste hockten, desto schlechter wurden ihre Leistungen in der Schule und desto grösser die Menge an Fastfood, die sie verzehrten.

Für ihre Untersuchung werteten die Wissenschaftler Daten von 1300 Kindern aus. Dazu wurden die Eltern der Kinder befragt, wie oft ihr Nachwuchs im Alter von 29 und 58 Monaten vor dem Fernseher sass. Im Durchschnitt waren das bei den Zweijährigen knapp neun und bei den Vierjährigen etwas weniger als 15 Stunden pro Woche. Empfohlen sind nicht mehr als zwei Stunden Fernsehen pro Tag. Je 11 Prozent der jüngeren und 23 Prozent der älteren Kinder lagen darüber.

Dieselben Kinder wurden dann im Alter von 10 Jahren nochmals untersucht. Diesmal wurden ihre Lehrer zu Leistungen, Verhalten und Gesundheitszustand befragt und ihr BMI wurde ermittelt. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass ein hoher Fernsehkonsum im Alter von zwei Jahren mit weniger Beteiligung in der Klasse sowie schlechteren Leistungen in Mathematik korrespondierte. Diese Kinder hatten ausserdem einen erhöhten BMI, waren weniger an körperlichen Aktivitäten beteiligt und tranken mehr Limonade.

Die Ergebnisse kommentierte die leitende Wissenschaftlerin Linda Pagani. Sie gab an, dass entscheidende Entwicklungen im Gehirn und die Ausbildung des späteren Verhaltens bereits in früher Kindheit am stärksten sind. Deshalb könne der übermässige Fernsehkonsum in den ersten Jahren sich negativ auf spätere Angewohnheiten auswirken.

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