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Fieber senken: Mit diesen Methoden bekommen Sie das Fieber runter!

Die Grippewelle hat die Schweiz erfasst. Liegt auch Ihr Kind fiebernd im Bett? Wir stellen fünf Hausmittel vor, die helfen beim Fieber senken. Und erklären, wann trotzdem ein Artzbesuch nötig ist. 

Fieber senken: Fünf Methoden, mit denen die Temperatur hinunter geht

Fieber senken kann hilfreich sein, ist aber nicht immer sinnvoll. Foto: IPGGutenbergUKLtd, iStock, Thinkstock

Das Fieberthermometer steigt und steigt. Die Eltern werden unruhig. Verschiedene Fragen kreisen in ihrem Kopf. Schadet das hohe Fieber dem Kind? Ab wann ist Fieber senken sinnvoll? Und welche Methoden helfen am besten?

Fieber – grundsätzlich sinnvoll

Erst ab 38 Grad Celsius bei Säuglingen und 38,5 Grad Celsius bei älteren Kindern gilt eine erhöhte Temperatur des Körpers als Fieber. Fieber ist keine Krankheit, sondern eine wichtige Abwehrreaktion des Körpers auf eine Krankheit. Es sorgt dafür, dass sich Viren und Bakterien einer Infektion schlechter vermehren als bei normaler Körpertemperatur. Grundsätzlich ist Fieber bei Kindern und Babys kein Anlass zur Sorge. «Fieber ist ungefährlich, und die Höhe des Fiebers hat keinen Zusammenhang mit dem Schweregrad der vorliegenden Krankheit», informiert das Kinderspital Zürich. Dennoch kann hohes Fieber den Organismus des Kindes oder Säuglings stark belasten und Fieberkrämpfe auslösen. Deshalb macht Fieber senken bei Baby und Kind in vielen Fällen Sinn. «Das Fieber sollte erst gesenkt werden, wenn der Allgemeinzustand schlechter wird und man merkt, dass das Kind unter dem Fieber zu leiden beginnt», informiert die Ärztegesellschaft Baselland. Beim Auftreten weiterer Krankheitsanzeichen wie Durchfall und Erbrechen, sollten sich Eltern an einen Arzt wenden.

Wann sollte man zum Arzt

Wie auch immer Sie die Körpertemperatur Ihres Babys feststellen: Sehen Sie nicht nur diese eine Zahl, sondern das Gesamtbefinden Ihres Kindes. Davon ist auch abhängig, ob ein Arztbesuch nötig ist oder nicht. Als Faustregel gilt, dass Sie Ihr Baby umso eher einem Arzt vorstellen sollten, je jünger es ist. Leidet Ihr Neugeborenes in den ersten vier Wochen unter Fieber, sollten Sie dies in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen. Wenn sich Ihr Kind ungewöhnlich verhält, ohne Pause weint und wimmert, schlecht trinkt oder kaum reagiert und vielleicht sogar apathisch ist, ist dies ebenfalls ein Fall für Ihren Kinderarzt. Auch wenn das Fieber rasch steigt oder die Temperatur auf über 39 Grad Celsius ansteigt, sollten Sie Ihren Arzt verständigen. Hat sich das Fieber nach drei Tagen nicht gebessert, wird bei in jedem Alter ein Arztbesuch nötig.

 

Diese Hausmittel senken das Fieber

Es muss nicht immer Chemie her oder ein Arztbesuch sein: Verschiedene Hausmittel helfen, das Fieber zu senken. Wir stellen hier fünf Hausmittel vor, die Sie ausprobieren können, wenn Ihr Kind Fieber hat.

1 Viel trinken! Muttermilch, Wasser und Tee

«Am wichtigsten ist beim fieberhaften Zustand die vermehrte Flüssigkeitszufuhr, da der Flüssigkeitsbedarf mit steigender Körpertemperatur zunimmt.» Darauf weist die Ärztegesellschaft Baselland hin. «Je jünger ein Kind ist, desto labiler ist der Wasserhaushalt, das heisst, desto schneller droht eine Austrocknung.» Eltern müssen deshalb dafür sorgen, dass das Kind, das Fieber hat, viel trinkt, zum Beispiel Muttermilch oder den gewohnten Schoppen Milch. Auch Wasser, Tee oder Schorle aus einem Drittel Fruchtsaft und zwei Dritteln Wasser helfen, die erhöhte Temperatur des Körpers Ihres Kindes zu löschen.

2 Dem Kind Luft verschaffen

Solange das Fieber ansteigt, leiden Kinder und Babys oft unter Schüttelfrost. Sie frieren, haben kalte Hände und Füsse und klappern mit den Zähnen. In diesem Fall braucht der kleine Patient eine zusätzliche Decke, eine Wärmflasche und warme Getränke. Ist ihm aber heiss, dann treiben Heizungen, dicke Decken und warme Kleidung die Körpertemperatur weiter in die Höhe. Wer Fieber senken will, dreht also die Heizung ab und lässt frische Luft ins Zimmer. Das Kind braucht nun kein schweres Bettzeug, sondern lediglich ein Leinentuch. Als Kleidung reichen eine kurze Hose und ein T-Shirt für Ihr Kind.

3 Temperaturabsteigendes Bad

Ein temperaturabsteigendes Bad kann bei Kleinkindern, die älter als ein halbes Jahr sind, auf natürliche Weise Fieber senken. Das Bad sollte am Anfang die Temperatur haben, die der aktuellen Körpertemperatur des Kindes entspricht. Dann gilt es, allmählich kaltes Wasser hinzu zu fügen, so dass sich die Temperatur des Badewassers um etwa fünf Grad senkt. «Das Bad soll nicht länger als eine Viertelstunde dauern und das Kind soll nicht frieren», darauf weist die Ärztegesellschaft Baselland hin. «Das Bad kann drei bis vier Mal täglich durchgeführt werden.»

4 Wadenwickel

Wer krank ist, mag nicht baden. Vielen Babys und Kindern sind daher Wadenwickel lieber als ein Bad. Auch Wadenwickel helfen effektiv beim Fieber senken. Wer einige Handtücher als Schoner über die Matratze legt, sorgt dafür, dass sie nicht feucht wird. Dann gilt es, zwei andere grosse Handtücher in lauwarmem Wasser zu tränken. Alternativ zu Wasser empfiehlt das Ostschweizer Kinderspital Essigwasser aus einem Viertel Essig und drei Vierteln Wasser. Gut auswringen und je ein Handtuch um eine Wade Ihres Kindes legen, heisst es dann. Die Fussgelenke und Füsse bleiben frei. Trockene Handtücher um die feuchten Tücher verhindern, dass die Bettdecke feucht wird. Die Wickel bleiben zehn bis 20 Minuten an den Beinen. Nur anwenden, wenn das Kind warme Hände und Füsse hat!

5 Fieberzäpfchen

Wer lieber zur Chemie greift, wählt Paracetamol-Fieberzäpfchen. In der Regel empfehlen Kinderärzte ein Fieberzäpfchen ab 39 Grad zu geben. Nach einer bis eineinhalb Stunden sinkt die Temperatur des Körpers des Säuglings oder Kindes um ein halbes bis ein Grad Celsius. «Viele fiebersenkende Medikamente enthalten Paracetamol wie Dafalgan®, Benuron®, Tylenol®, Becetamol®, Acetalgin®, Panadol®, Influbene®. Diese dürfen nicht miteinander kombiniert werden, da es sonst zu einer Überdosierung kommt», so das Ostschweizer Kinderspital.