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Bezahlte Betreuung durch Grosseltern

  1. Grüessech miteinander
    Ich bin Grosi (alleinstehend, teilberufstätig) und hüte mein Enkelkind ein Mal pro Woche einen ganzen Tag. Verbindlich, regelmässig, verantwortungsbewusst, mit Herzblut und diversen Aktivitäten, sei es basteln, Zoo besuchen, Zug fahren etc.
    Es ist der Bub meiner Tochter und sie oder ihr Mann bringt ihn jeweils zu mir. Beide verdienen sehr gut: Er ist Architekt und in der Geschäftsleitung, sie arbeitet zu 40% im Marketing. Vor einem Jahr haben sie ein Haus gebaut, in dem es an nichts mangelt. Auch Ferien liegen drin, ebenso viele Einladungen und Festivitäten. Von sich aus haben sie mir bisher an Weihnachten Fr. 500.-- gegeben. Umgerechnet macht das bei Abzug der Hüteferientage Fr. 12.-- pro Ganztag. Da der Enkel grösser ist und noch mehr Aufmerksamkeit und Betreuungspräsenz erfordert finde ich, dass eine Anpassung des "Lohns" gerechtfertigt ist.
    Sie finden dies nicht wirklich, auch weil die andern Grosseltern so zufrieden sind, wie es ist.
    Kann mir jemand bei diesem Thema weiterhelfen?
    Wie halten es andere Grosseltern?
    Danke, borboleta.

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  2. Hallo borboleta

    So viel ich weiss, verlangen die Eltern meiner Freunde für das Hüten ihrer Enkelkinder kein Geld. Ich kann aber schon verstehen, dass du dir etwas mehr finanzielle Anerkennung wünschst.. Hast du dir denn schon mal überlegt, auch fremde Kinder zu hüten? Eine Nachbarin von mir hat sich auf der Plattform "rent a rentner" registriert und ist sehr glückich damit :)

    Liebe Grüsse
    manya

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  3. Ich finde es schon angemessen, dass sie für das Hüten der Enkel Geld bekommt. Schliesslich würde es sooo viel mehr kosten, wenn man die Kinder in eine KiTa schicken müsste! Die sollen nicht so knausrig tun, wenn sie so viel verdienen..

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  4. Hm.. also meine Eltern passen auch auf meinen Sohn auf, zwar nicht so regelmässig wie es bei dir der Fall ist aber doch auch schon des öfteren. Ich frage meine Eltern dann immer was sie geplant haben und gebe ihnen das Geld dafür, da meine Eltern finanziel gesehen auch nicht so gut abgesichert sind. Aber ich muss leider sagen das es bei dir so klingt als würdest du deinen Enkel als einmal Quelle sehen und das muss ich sagen find ich schon traurig. :( Ich meine natürlich sollen die Eltern den Grosseltern Geld dafür geben das sie auf die Kinder aufpassen aber ich finde es reicht wenn sie die Kosten der unternommenen Aktivität abdecken.
    Ich habe auch mit meinen Eltern darüber gesprochen als ich deinen Eintrag gelesen habe und sie sehen das genau wie ich. Das hat mich schon beruhigt :o

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  5. Hey ich finde du solltest einfach mal ein Gespräch mit deiner Tochter und ihrem Mann führen und ihnen sagen das du gerne mehr Geld für das Hütten des kleinen haben möchtest. Du kannst ja dann mal schauen wie sie reagieren. Aber ich bin grundsächlihc auch der Meinung das es eigentlich reicht wenn sie dir das Geld für die Sachen geben die du mit dem Kleinen unternimmst. Es macht dir ja bestimmt auch Spass mit dem Kleinen Sachen zu unternehmen und du bist ja auch nicht ihre Angestellte oder so.

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  6. Hallo,
    Das ist doch sehr individuell. Wichtig scheint mir, dass Sie Ihre Betreuungsaufgabe nach wie vor mit Freude und Herzblut weitermachen können und wollen. Ihr Anliegen hat absolut nichts mit der Liebe zum Enkelsohn zu tun, die spürt man doch deutlich. So schön die Aufgabe auch sein kann, ist es ja auch eine Verpflichtung, die Sie eingegangen sind. Sie sind selber noch im Berufsleben und müssen für Ihre Kosten alleine aufkommen. Es muss für alle stimmen. Deshalb für mich ganz klar: die Tochter und der Schwiegersohn sollten Ihrem Wunsch entsprechen und Ihnen auf keinen Fall ein schlechtest Gewissen einreden. Über die Höhe der Entschädigung lässt sich diskutieren. Liebe, Zuwendung, Zeit und Herzblut sind sowieso unbezahlbar, aber Sie dürfen sich nicht ausgenützt vorkommen, zumal die Eltern des Enkelsohns die Mittel zur Verfügung hätten.
    Unser Sohn wurde / wird nur sporadisch von den (Schwieger)Eltern betreut, ist also nicht vergleichbar, und ich weiss aus eigener Erfahrung, was eine externe Betreuung, sei es in einer Kita oder bei einer Tagesmutter, kostet.
    Ich hoffe und wünsche Ihnen, dass Ihre Tochter das Thema etwas sachlicher sehen kann, es hat ja auch viel mit Wertschätzung zu tun. Alles andere trübt nur das Verhältnis. Viel Erfolg und guten Mut!

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  7. etwas mehr Selbstbewusssein täte Grosseltern gut. Schön wenn man die eigenen Kinder bei der Kinderbetreuung unterstützt. Wenn die Erwerbstätigkeit der Eltern aber nur möglich ist  wenn die Grosseltern fixe Betreungstage und vtl Nächte übernehmen so müsste eine Entschädigung selbstverständlich sein. Welche Arbeit etwa sollte mehr wert sein, jene die wirtschaftlich lukrativ ist oder jene die besser dem Mutterklische entspricht. Auch Arbeit die bereichernd sein Kann und Freude macht soll entschädigt werden und nicht dem traditionellen Selbstverständnis des Frauenbildes entsprechen. Nicht alle Rentener sind auf Rosen gebettet. Eine angemessene Entschädigung wäre besser als ein Almosengeld.

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  8. Ich finde auch, dass eine angemessene Entschädigung angemessen wäre. Sprich das Thema nochmal an und stelle klar, dass du immer noch deutlich billiger bist als eine KiTa.

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