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Hobby, das Kindern Spass macht

  1. Guten Morgen

    Mein Sohn ist jetzt 11 und macht mir im Moment etwas Sorgen. Er ist immer sehr unternehmungslustig und in Bewegung, was mich ja sehr freut. Nur für ein Hobby kann er sich irgendwie nicht so ganz entscheiden. Kaum hat er eine Sache ein paar Wochen gemacht, schon langweilt er sich und will was anderes machen.
    Zuerst wollte er ein Instrument lernen. Gut, habe ich ihn in die Musikschule gegeben und ein teures Keyboard gekauft. Dann nach ein paar Wochen wollte er unbedingt zum Fussball. ich ihn im Verein angemeldet. Sobald das erste Spiel verloren war, war das auch nicht mehr cool und er wollte zum Hockey. Jetzt will er gerne reiten lernen. Aber ich habe nein gesagt, weil das wirklich sehr kostspielig ist. Das kann mein Sohn aber nicht nachvollziehen und quengelt jetzt jeden Tag deswegen.

    So langsam weiss ich echt nicht mehr, was ich machen soll. Gibt es denn keine Strategie, dass er mal dauerhaft bei einer Sache bleibt?

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  2. Hoi

    Ich finde du solltest deinem Sohn klar machen, dass man Dinge im Leben auch durchziehen muss. Auch wenn es nur ein Hobby ist. Was machen denn seine Freunde? Vielleicht würde es helfen, wenn er sich da ran hängt und sie ein Team bilden.

    Sowieso finde ich Teamsportarten sehr gut für Kinder. Hier lernen sie ein wichtiges Sozialverhalten und entwickeln einen Sinn für andere. Dann kannst du deinem Sohn sagen, dass die anderen im Team traurig sind, wenn er es verlässt. Vielleicht wirkt das.

    Geht dein Sohn in eine Jugendgruppe? Vielleicht wäre Pfadi was. Die machen immer was anderes. Mir kommt es so vor als ob er sich etwas langweilt und Abwechslung innerhalb seines Hobbys braucht.

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  3. Bei meinen Kindern habe ich immer wieder gemerkt, dass das beste Hobby die eigenen Freunde und Geschwister sind. Ich habe ja mehrere und da kann nicht jeder ein Hobby haben. Sonst wäre ich ja nur noch das Familien Taxi.

    Wie kommt der denn immer auf diese neuen Hobbys? Animieren ihn vielleicht seine Schulkameraden dazu?

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  4. Quengeln = Druck machen.
    Machen wir Erwachsenen nicht auch immer Druck, wenn wir Kinder mit Misserfolg erziehen wollen?
    Ist doch interessant, wie wir unbewusst nachgemacht werden, auch in all unseren Misserfolgen.

    Lösbar werden die Probleme durch SOG-Wirkung.
    Die wichtigste Sog-Wirkung ist die für die Persönlichkeit.
    Du siehst ja: Was Neues hat auch SOG-Wirkung, aber wenn man dadurch als Persönlichkeit nicht satt wird - z.B. weil man ein Spiel verliert und die Anerkennung = Nahrung für die Seele ausbleibt - sucht man wieder was Neues.
    Das tut man, weil man nicht verstanden hat, worum es geht.
    Es geht immer um den Hunger der Talente und seine Sog-Wirkung.
    In der neuen ich-kann-Schule würde man das mit den Kindern genau anschauen, dann wüssten sie selbst, dass und wie sie sich selbst stärken und den Hunger ihrer Talente stillen können. Dann würde das auch jeder beim anderen tun, besonders wenn der geschwächt erscheint und Störkung brauchen kann. In unserer Pädagogik läuft das aber in der Regel immer voll daneben: Da wirst Du anerkannt, wenn Du Erfolg hattest und eh schon gestärkt bist, und wenn Du Misserfolg hattest und wirklich eine Stärkung brauchen könntest, packt man dir noch oben drauf, wie schlecht du bist.

    In der Ich-kann-Schule gibt es ein ganz einfaches, entscheidendes Kriterium:
    Wenn du die Probleme größer bekommen willst, musst du Druck machen,
    wenn du Probleme lösen und die Persönlichkeit zum Wachsen bringen willst, musst du dir was einfalklen lassen, was ZIEHT.

    Der Marseiller Jesuitenpater A.Eymieu hatte da vor über hundert Jahren eine sehr erfolgreiche Methode: er behandelte die Leute stets, als ob sie schon so gut wären, wie er sie haben wollte. Das hab ich in dem kleinen Buch der Ärztin Gisela Lucci "Die Praxis der Autosuggestion" gelesen und das wiederum bezieht sich auf CÓUÉs Autosuggestion, die jeder leicht lernen kann.

    Druck drückt nach unten, Sog zieht nach vorn; Du hast immer wieder die Wahl.
    Guten Erfolg!

    Franz Josef Neffe

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  5. Als ich Kind war, war ich auch so wankelmütig. Meine Mutter hat das aber sehr geschickt gelöst: Sie hat immer wieder etwas anderes mit mir gemacht: Einen Garten anlegen, ein Baumhaus bauen oder ein altes Velo wieder flott machen.

    Vielleicht findet es dein Sohn ja auch gut, für etwas verantwortlich zu sein. Wie wäre es mit einem Hund?

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  6. Wie wäre es denn mit einem Instrument? Ich selbst bin in einer sehr musikalischen Familie aufgewachsen und finde, dass das sehr wertvoll für ein Kind ist. Es hat einige VOrteile zum Beispiel:


    Die Wahrnehmung Deines Kindes wird durch das Instrument gefördert, weil das Gehör auf ganz besondere Weise geschult wird und Dein Kind lernt, genau hinzuhören.

    Auch die Sprachentwicklung wird vom Lernen eines Instrumentes positiv beeinflusst, denn das Rhythmusgefühl und die Lautverarbeitung Deines Kindes werden verbessert.

    Wenn Dein Kind ein Instrument spielt, kann das die feinmotorische Entwicklungvvorantreiben.

    Dein Kind lernt, sich besser zu konzentrieren und trainiert sein Gedächtnis


    Habe das aus einer guten Seite zum Thema E-Geigen so entnommen und kann es auch aus persönlicher Erfahrung absolut unterstützen. In einer Zeit in der die Kinder sich vor dem Fernseher nur noch gegenseitig erschießen ist das finde ich ein guter Ausgleich, damit die Kreativität nicht ganz verloren geht.

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  7. denke da muss man einfach ausprobieren

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    Mein Bett und ich, wir lieben uns, nur der Wecker will es nicht akzeptieren.