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brauch mal ein bisschen Trost

  1. Hallo zusammen,

    heute brauche ich ein bisschen Trost.

    Ich habe dieses Jahr nach 3 Jahren KiWu endlich im ersten Versuch in der Ukraine ss geworden. Ich war so glücklich.
    Aber unser Kleiner war schwer krank und hätte nicht leben können. Am 5.9. ist er dann nach Einleitung still geboren.
    Zusätzlich zu seiner Erkrankung bestand bei mir auch noch eine Zottenunreife.
    Ich war und bin am Boden zerstört, dass wir unser Wunder gehen lassen mussten.

    Heute habe ich das erste Mal wieder meine Mens bekommen.
    Und es war zusätzlich ein Schlag ins Gesicht.
    Ich weiß, dass es gut ist, aber für mich ist es schrecklich.

    Wie habt ihr es verkraftet eure Krümel (vielleicht auch so spät) gehen lassen zu müssen?
    Ich weiß gar nicht, wie es weiter gehen soll. Der Schmerz ist einfach zu groß.
    Aber irgendwie muss es ja weiter gehen.

    Traurige Grüße,
    Bonnie

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  2. Hallo Bonnie,

    erst einmal mein Beileid. Ich habe meine Krümel nie so spät gehen lassen müssen, aber ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir in Bezug auf deine Mens geht. Jedes mal nach einer FG war die Mens für mich eine Erinnerung daran, dass ich nicht mehr schwanger bin, und da es in unserem Fall zusätzlich schwer (fast unmöglich, 1%) ist spontan schwanger zu werden auch ein zusätzlicher Schlag, wieder nicht schwanger geworden zu sein.

    Habt ihr für euch Trauern können? Habt ihr einen Ort an den ihr gehen könnt (manche Friedhöfe haben eine anonyme Grabstelle für Fehlgeburten, still Geborene und tot geborene)?

    Um wieder neuen Mut und neue Kraft zu bekommen kann man sich auch Trauerhilfe suchen.
    Für mich ist es immer wieder sehr hilfreich darüber zu sprechen, Über meine Gefühle und über unsere Krümel.

    Heute erst hat mein Mann wieder festgestellt, dass unser Ältestes jetzt 16 Jahre alt wäre.

    Der Schmerz wird nie ganz weg gehen, aber man lernt damit zu leben und empfindet ihn nach und nach nicht mehr so stark.
    In welcher Kiwu-Klinik in der Ukraine wurdet ihr denn ss?

    Vieleicht hilft es dir dich hier auszutauschen.

    Gruß,
    bfayer

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  3. Hi Bonnie,

    es tut mir so leid dass Ihr Euren Sohn nach eurem Kiwu-Erfolg in der Ukraine gehen lassen musstet, es ist ein grosser Verlust vor allem so spaet!

    Wir haben im Februar unsere Zwillinge nach einer spontan Geburt in der 22SSW wegen Gebaermutterhalsschwaeche gehen lassen muessten. Es ist sehr schwer vor allem haben beide Maedchen gelebt sie waren nur zu klein und unreif das die Aerzte was haetten fuer sie tun koennen.
    Mir uns hat es gut geholfen ueber unsere Babys zu reden und auch noch heute wird dieses Thema nicht verschwiegen, es sind unsere geliebten Babys.
    Die erste Zeit war wie im Nebel ein Traum die tiefe trauer und Wut kam erst spaeter, ich hoff du hast jemanden der dich versteht und mit dem du reden kannst. Im Fall das du dich von anderen falsch verstanden fuehlst suche dir eine Gruppe dort werden sie dich verstehen und in deiner Trauer unterstuetzen.

    Es ist sehr schwer und du wirst immer wieder ganz schlimme Tage haben doch die Zeit heilt, doch der Schmerz bleibt, er veraendert sich nur.
    Dir euch alles liebe und Gute lass dir Zeit.

    Liebe Gruesse,
    Pandeamon

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  4. Liebe Bonnie,

    es tut mir so leid, dass du dein Baby nach so hartem Kiwu-Kampf in der Ukraine verloren hast.

    Es ist so schwer etwas zu schreiben, denn es kann dich wahrscheinlich nichts wirklich trösten. Ich hoffe auch, dass du Menschen findest, mit denen du dich austauschen kannst. Und dass es eines Tages eine neue Schwangerschaft mit gutem Ausgang gibt.

    Ich war bei meinen 4 Fehlgeburten immer nur bis max. 10. Woche gekommen und das war (und ist noch) schmerzhaft genug. Es ist einfach so schlimm, sein Baby zu verlieren, vor allem, wenn es sich schon so weit entwickelt hat wie bei Dir.

    Ich wünsche Dir alles Liebe und viel Kraft den Verlust zu verarbeiten.

    Liebe Grüße,
    MarieCh

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  5. Hallo

    „Ich habe dieses Jahr nach 3 Jahren KiWu endlich im ersten Versuch in der Ukraine ss geworden. Ich war so glücklich.
    Aber unser Kleiner war schwer krank und hätte nicht leben können. Am 5.9. ist er dann nach Einleitung still geboren.“
    Diesen Verlust trägt man leider sein ganzes Leben mit sich rum. Meine Tochter musste ich in der 20. SSW gehen lassen, auch wegen Gebärmutterhalsschwäche und auch sie kam lebend zur Welt und starb erst nach endlosen 10 Minuten.
    Das Ganze ist nun am 15.Nov 3 Jahre her. Die ersten Monate waren die Hölle, ich bekam Diazepam um halbwegs über den Tag zu kommen. Selbsthilfegruppen war ich auch- brachte mir nichts, Therapeut konnte mir auch nicht helfen, Freunde, Verwandte oder Bekannte hörten zwar zu (bis auf ein paar Ausnahmen die von sowas nichts wissen wollten) aber verstehen konnten sie mich auch nicht...wie denn auch...
    Meine Tochter war ein absolutes Wunschkind, mein Wunder was nach ewigen 8 Jahren endlich zu mir kam. Ich hatte angst das ich nie wieder schwanger werden könnte, dass nur noch die Trauer und der Verlust alles ist was mich an meine geliebte Tochter erinnert.
    LG,
    Kefas

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  6. Liebe Bonnie!
    Die erste Mens bekam ich 1,5 Monate nach der stillen Geburt, klar waren da auch Gedanken wie: Normalerweise hättest Du sie erst wieder nach der "richtigen" Geburt bekommen müssen, jetzt ist es einfach falsch. Auf der anderen Seite habe ich mich ein wenig freuen können weil scheinbar mein Körper "funktionierte" und es vielleicht ja doch noch Hoffnung gibt.

    Ich wurde schnell wieder schwanger, glaube es war der 4.te Übungszyklus. Es war ein komisches Gefühl und ich habe Wochen gebraucht um damit klar zu kommen, wollte sogar einen Abbruch machen lassen weil ich dachte das dieses Kind wie das erste sterben würde und ich ihm/ihr das ersparen müsse. Es war alles nicht einfach, die Angst vor einem erneuten Verlust, die ewig kreisenden Gedanken um meine tote Tochter... aber irgendwie muss man ja weiterkämpfen, auch wenn man lieber liegen bleiben will.

    Heute bestimmt meine erste Tochter noch immer ab und an mein Leben. Es gibt gute Tage aber auch schlechte Tage, Tage wo ich mich freuen kann und wieder lache aber auch Tage wo ich morgens aufstehe und Tränen in den Augen habe. Am schlimmsten sind wohl die Momente, wenn ich mir die Fotos von Ihr und die Ultraschallbilder ansehe...

    Sie liegt in einem Sammelgrab für Sternenkinder. Auf einem Stein dahinter steht "Und alles getrennte findet sich wieder!". Mich hat dieser Gedanke oft getröstet. Ich wünsche dir, dass euer evtl. weiterer Versuch in der Ukraine mit einer intakten ss endet.

    Alles Gute und viel Kraft,
    Dingus

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  7. Hallo ihr Lieben!
    Danke für eure lieben Worte.
    Mir tut es sehr leid, dass ihr auch ähnliche Erfahrungen machen musstet und eure Kleinen auch teilweise spät gehen lassen musstet.
    Mein Kleiner hat "zum Glück" nicht gelebt nach der Geburt. Ich glaube das wäre für mich noch schwerer.

    Wir haben uns hier eine Kiste gemacht, mit Sternen drauf und seinem Namen. Da sind alle Erinnerungen drin.
    Die Ultraschallbilder, der Mutterpass (meine FÄ meinte zum Glück von selbst, dass ich bei einer nächsten Schwangerschaft einen neuen bekomme), Bilder von ihm, ein Strampler den wir schon gekauft hatten, seine Geburtskarte mit Fuß- und Handabdrücken und dem Schwangerschaftstest.
    Es war schwer das wegzupacken, aber ich weiß, dass es gut aufgehoben ist da drin. Was ein weiterer Versuch in der Ukraine angeht, bin ich mir nicht sicher, wie schnell wir es schaffen können, denn wir waren dort als Selbstzahler.
    LG,
    Bonnie

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  8. @bfayer: Er ist hier auf einem Friedhof auch in einem Sammelgrab für Sternenkinder. Es ist wunderschön gelegen und ich bin dankbar, dass er dort sein darf.
    Meine Mens hab ich übrigens wohl doch nicht. 1 1/2 Tage Schmierblutungen und das wars...

    Mal eine Frage an die, die schnell wieder schwanger geworden sind.
    Wann habt ihr wieder angefangen zu üben?
    Und wie habt ihr die Schwangerschaft erlebt?
    Und hier bekommst du einige Infos über unsere Behandlungen:
    https://www.youtube.com/watch?v=GSX5kUbbbqQ
    LG,
    Bonnie

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  9. @Alle
    Ich würde gerne schnell wieder schwanger werden, aber wie gesagt, als Selbstzahler schaffen wir es nicht bald, einen weiteren Versuch in unserer ukrainischen Kiwu-Klinik zu unternehmen.
    Ich würde gerne wieder schwanger nicht um ihn zu ersetzen, sondern weil ich glaube, dass es mir helfen kann und ich ja trotzdem noch einen großen Kinderwunsch hab. Andererseits hab ich Angst, dass wieder was schief geht, dass wieder irgendwas mit dem Kind ist und auch, dass ich unterbewusst meinen toten Sohn mehr liebe als das andere Kind.
    Meinte auch schon zu meinem Mann, dass ich wahrscheinlich jede Woche bei meiner FÄ sitzen werde vor Angst, dass irgendwas nicht ok ist. Wobei es für meine FÄ vollkommen ok wäre...

    LG,
    Bonnie

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  10. Hallo Bonnie,

    erst mal tut es mir leid um euern Verlust nach dem Kiwu-Erfolg in der Ukraine.

    Ich hatte im Mai diesen jahres ein MA in der 13 SSW also auch ein Spätabort. Wir haben sofort wieder angefangen zu basteln.
    Ich fühlte mich bereit es gleich wieder an zugehen, und schwups 2 Wochen nach der Periode, ES und sofort geschnagelt.
    Ich bin jetzt in der 18SSW so langsam kommt freude auf aber die Angst das irgendwas passiert ist IMMER da im Hinterkopf.
    Leider ist es so, das wenn wieder was passiert wir es nicht aufhalten können, ich bin da irgendwie "radikal" gestrickt. Ich bin mir dessen bewusst und sprche dies auch so aus.
    Ich denke wenn man sich dessen bewusst ist, und sich nicht die schuld gibt an dem was passiert ist, wird das schon werden, aber wie geschrieben die Angst bleibt mal mehr mal weniger.
    LG,
    Comptone

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