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HILFE! Schwangerschaftsdiabetis!

  1. Ich bin jetzt im 4. Monat und als ich das letzte Mal bei meiner Frauenärztin war sagte sie mir ich habe eine Schwangerschaftsdiabetis bekommen! Sie hat mich eingehend beraten, dennoch mache ich mir grosse Sorgen. Hatte eine von euch auch schon eine Schwangerschaftsdiabetis? Geht sie nach der Schwangerschaft wirklich wieder weg?


    Lieben Gruss

    Lotte

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  2. Willkommen Lotte

    Ich bin glücklicherweise von der Schwangerschaftsdiabetis verschont geblieben, dafür habe ich aber ordentlich zugelegt (16 kg!) :( Ich weiss aber von einer Freundin, die ebenfalls Diabetis während ihrer Schwangerschaft hatte, dass es wieder weg geht.

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  3. Gut, dann bleibt mir ja jetzt nichts anderes übrig als abzuwarten, nicht wahr? Ich halte mich streng an den Essensplan, denn mir meine Ärztin gegeben hat und versuche auch mich regelmässig zu bewegen. Aber es ist sooooo schwer auf Süssigkeiten zu verzichten. Meine Gelüste danach bringen mich fast um! :(

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  4. Hallo Lotte
    Ich selber hatte während meiner beiden Schwangerschaften einen Schwangerschaftsdiabetes. Mit der Geburt war jeweils alles wieder in Ordnung. Die Statistik sagt aber, dass Frauen anschliessend nach ca. 5-20 Jahren wiederum einen Diabetes entwickeln können. Ich bin von Beruf dipl. Ernährungsberaterin HF und weiss auch von dieser Seite her, was du im Moment durchmachst. Aber glaub mir: es lohnt sich, wirklich auf die Ernährung zu achten und die Motivation für das Baby hochzuhalten! Verkneife dir Süsses nicht gänzlich, sondern gönne dir einmal am Tag direkt nach einer Mahlzeit z.B. eine Reihe Schokolade oder 1-2 Guetzli. So direkt nach dem Essen hat Süsses den geringsten Einfluss auf deinen Blutzuckerspiegel. Also nicht irgendwann mitten im Nachmittag Süsses essen, sondern ganz bewusst als Dessert. Gerne kann ich dir meine mailadresse geben, falls du weitere Fragen hast.

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  5. Hallo Babuschka (lustiger Name :o)

    Ich danke dir für deinen Tipp und deine liebe Antwort. Dann kann ich ja doch ab und zu etwas naschen! :) Natürlich halte ich mich strikt an meinen Plan, aber die Aussicht in 5-20 Jahren erneut an Diabetis zu erkranken klingt nicht so gut. Kann man das vermeiden indem auch nach der Schwangerschaft auf die Ernährung achtet?

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  6. Hallo Lotte
    Ja, du kannst darauf Einfluss nehmen, indem du die anderen Risikofaktoren für Diabetes möglichst gering hältst. Achte also darauf, dein Körpergewicht möglichst im Normalbereich zu halten, dich auch nach der Geburt ausgewogen zu ernähren und dich regelmässig zu bewegen. So sind die Voraussetzungen, das Thema mindestens um einige Jahre hinauszuzögern, ganz sicher besser. Es kommt halt wirklich noch darauf an, ob in deiner Familie Diabetes verbreitet ist, denn die Vererbung spielt da eine wichtige Rolle.
    Ich hoffe, dir mit meiner Antwort helfen zu können und nicht etwa Angst aufleben zu lassen!
    Liebe Grüsse Babuschka

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  7. Also soviel ich weiß ist Schwangerschaftsdiabetes wieder heilbar, also es geht auch nach der Schwangerschaft weg. Meine Freundin hatte es und ich kann mich erinnern das, als ich mal mit ihr bei ihrem FA war, er ihr http://www.traubenkernextrakt-opc.de/anti-aging-mit-opc Traubenkernextrakt empfohlen hatte, weil er das ja nicht verschreiben kann. Es sollte für den besseren Blutdurchfluss dienen. Ich würde dir raten dich mal im netz darüber schlauer zu machen, und es mit deiner Insulintherapie (wenn du diese hast) in Einklang zu bringen. lg

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    Mein Bett und ich, wir lieben uns, nur der Wecker will es nicht akzeptieren.

  8. Hier einige Tipps bei Schwangerschaftsdiabetes: https://www.elternclubschweiz.ch/artikel/ernaehrungsbezogene-probleme-in-der-schwangerschaft

    Falls der Arzt während der Schwangerschaft einen Diabetes diagnostiziert, könnte er dich zu einer diplomierten Ernährungsberaterin HF überweisen. Bis zum ersten Termin kannst dubereits folgende Empfehlungen einhalten:

    • Halten Sie sich besonders streng an die Empfehlungen der gesunden Ernährung, achten Sie insbesondere auf eine regelmässige Zufuhr von Gemüse und Salat (mind. 3 Portionen pro Tag) und bevorzugen Sie Vollkornprodukte.

    • Verzichten Sie auf Zucker, insbesondere gezuckerte Getränke wie Limonaden, Ice Tea oder Fruchtsaft.

    • Essen Sie Süssigkeiten nur in kleinen Mengen (z.B. 1 Reihe Schokolade oder 2–3 Kekse). Am besten direkt nach einer Hauptmahlzeit.

    • Essen Sie fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag.

    • Sportliche Betätigung

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  9. Werdende Mütter, die sich regelmäßig bewegen und ausgewogen ernähren, bekommen seltener die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes als Schwangere mit Übergewicht oder solchen, die kohlenhydratreich essen. Grundsätzlich können sich aber bei jeder Schwangeren die Blutzuckerwerte erhöhen – einfach weil sich ihr Stoffwechsel verändert.
    Schwangerschaftsdiabetes bedeutet einen erhöhten Blutzuckerspiegel in der Schwangerschaft. Das Tückische an einem Schwangerschaftsdiabetes ist: Die Schwangeren merken nicht unbedingt, dass sie erkrankt sind. Ein Test kann Aufschluss geben. Oft reichen einfache Maßnahmen, um ernsthafte Schäden von Mutter und Kind abzuwenden.
    Aber manchmal ein Schwangerschaftsdiabetes kann sowohl für das ungeborene Kind als auch für die Mutter gefährlich sein. Denn, ein hoher Blutzuckerspiegel der Mutter führt über die Plazenta zu einem hohen Blutzucker beim Ungeborenen. Das Kind im Mutterleib versucht, den hohen Blutzucker durch eine stärkere Insulinproduktion auszugleichen. Das überproduzierte Insulin bewirkt ein überproportionales Wachstum des Kindes. Bei nicht behandeltem Schwangerschaftsdiabetes werden daher oft Säuglinge mit einem Gewicht von über 4.000 Gramm geboren.

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  10. Prinzipiell verursacht der Schwangerschaftsdiabetes beim Kind zwei Hauptprobleme-erstens das verstärkte Größenwachstum während der Schwangerschaft mit Problemen während der Geburt bis hin zu Früh- und Totgeburt, zweitens das gestörte Wohlbefinden des Kindes nach der Geburt.
    Das Ungeborene reagiert auf den zu hohen Blutzuckerspiegel der Mutter mit extremer Nährstoffaufnahme. Dadurch kommt es zu einem übermäßigen Wachstum des Kindes im Mutterleib. Zudem kann es zu Reifungsstörungen der Plazenta oder an den Organen des Ungeborenen – vor allem der Lunge – kommen. Diese und weitere Faktoren stellen ein hohes Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft sowie bei und nach der Geburt für das Kind dar.
    Auch die Mütter müssen mit Komplikationen während und nach der Schwangerschaft wie z. B. Blutdruckerhöhung oder vermehrte Harnwegsinfekte rechnen. Durch die erschwerte Geburt des Kindes steigt das Risiko für einen Beckenbodenschaden. Auch ein weiteres Problem, rund 40 bis 60 Prozent der betroffenen Frauen erkranken innerhalb von zehn bis fünfzehn Jahren nach der Geburt an einem behandlungsbedürftigen Diabetes mellitus Typ 2 – selbst dann, wenn der Schwangerschaftsdiabetes unmittelbar nach der Geburt wieder verschwindet.

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