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Leihmutterschaft. Hilfe

  1. Ach was….. wiedermal sollen es die Jugendämter sein!!
    Ich bin selbst Adoptivmutter und kann ihnen versichern, dass wir durch unser Jugendamt in jeglicher Hinsicht sehr gut begleitet werden. Wir sind auf unserem Weg zum Adoptivkind vielen Jugendamtsmitarbeitern außerhalb unseres eigenen Jugendamtes begegnet und haben ausnahmslos keine/en kennengelernt, der/die nicht ähnlich engagiert gewesen wäre. Schwarze Schafe gibt es sicher trotzdem! (Nachdem mein Mann seine Diagnose erläutert bekommen hat, haben wir auch die Idee der Leihmutterschaft in Betracht gezogen, also auch ich weiß, dass die ukrainischen Kiwu-Kliniken einen guten Ruf haben).
    Was wir allerdings in der Zwischenzeit festgestellt haben, ist, dass viele Adoptivfamilien auf der Suche nach der ganz normalen Familie, gar keine Begleitung durch das Jugendamt wollen und auch gar nicht darauf aufmerksam gemacht werden wollen, dass ihr Kind evt. besondere Bedürfnisse haben könnte. Sie wollen eine ganz normale Familie sein und blenden aus, dass das mit einem Adoptivkind, wie der Artikel auch recht anschaulich beschreibt, einfach nicht der Fall ist. Der Status Adoption wird eben immer noch als Makel empfunden! Dagegen können aber auch Jugendämter mit noch so hohen Qualitätsstandards nichts tun.
    Die Sorge, ob es auch in Zukunft genügend verantwortungsvolle Paare als Adoptionsbewerber geben wird, kann ich nachempfinden. Das hat m.M.n. aber weniger mit geringer Wertschätzung gegenüber Adoptiveltern zu tun, als vielmehr mit eben diesem Makel, der Adoptionen generell leider immer noch anhaftet.
    LG,
    Comptone

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  2. Hallo ihr!
    Ich versuche es vernünftig zu formulieren: also Angst davor, nicht genügend ...... verantwortungsvolle Paare zu finden?
    Wie wäre es denn dann, einmal die unmenschlichen Altersgrenzen aufzuheben? Es ist nun einmal so, dass die meisten Paare Adoptionen erst erwägen, wenn es mit der eigenen Fortpflanzung nicht klappt. aber mit nur 36 ist es bereits zu spät für eine Adoption. Das ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Deswegen sehe ich die Leihmutterschaft die einzige Möglichkeit für ungewollt Kinderlose überhaupt Eltern zu werden, egal wie viel Werbung die ukrainischen Kiwu-Zentren im Internet machen. Gott sei Dank, dass es solche Kliniken überhaupt gibt.
    Was wiederum die Ado angeht, die Information die ich selbst vom Jugendamt damals bekommen habe, war, dass das Alter beider Eltern zusammengerechnet nicht mehr als 70 Jahre betragen darf. Da wird es sehr schnell schwierig, wenn z.B. der Partner 10 Jahre älter ist. Die Einschränkung in Bezug auf homosexuelle Eltern find ich auch schlimm - da will ich nicht das eine gegen das andere ausspielen. Aber weshalb sollen eine 40 jährige Frau und ein 50jaehriger Mann nicht in der Lage sein, sich liebevoll eines Babies anzunehmen?
    Außerdem:
    ... was heißt, niemand "muss" sich so spät für eine Adoption entscheiden? Ich halte das bei heuteigen Erwerbsbiographien für vollkommen normal. Nur für sehr wenige Paare ist die Adoption von Anfang an eine Option, wenn sie auf biologischem Wege Kinder bekommen können. Meistens macht man sich diese Gedanken eben erst, wenn sich herausgestellt hat, dass einer der Partner unfruchtbar ist oder andere Komplikationen vorliegen. Das wiederum, findet man in der Regel erst heraus, nachdem man eine gewisse Zeit regelmäßig unverhüteten Sex hatte - und sehr viele Frauen setzen die Pille eben erst ab, wenn die Uni abgeschlossen ist, man einen verläßlichen Partner hat, und man sich beruflich einen Status erarbeitet hat, der es auch ermöglicht in Elternzeit zu gehen, ohne dass man damit beruflich gleich aufs Abstellgleis gerät. Bis all das unter Dach und Fach ist, ist man eben mindestens Mitte 30. Natürlich werden viele Frauen auch früher Mütter - aber das ist dann doch oft entweder ungeplant oder man findet den Beruf nicht so befriedigend, man möchte nicht langer warten oder man entscheidet sich auch dann für ein Kind, wenn es mit dem Partner nicht recht passt. All diese Fälle würden bei einer Adoption ja gar nicht berücksichtigt.
    Gruß,
    Darkstone

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  3. Hallo zusammen!
    Wenn ich mich einreihen darf, dann würde ich gerne ein paar Worte schreiben was die Altersgrenze angeht:
    Ja die Diskussion um die Altersgrenze (die übrigens von den JAs sehr unterschiedlich gehandhabt wird), die uns seinerzeits durchaus auch an der einen oder anderen Stelle einholte und die ich im Übrigen auch nicht als zeitgemäß ansehe.
    Aber mal angenommen es gäbe diese Altersempfehlung nicht! Welches Paar würde wohl für die Adoption eines Säuglings eher in Betracht gezogen werden: ein Paar mit 32 und 35 oder ein Paar mit 40 und 50 Jahren? Ich will damit nicht sagen, dass immer das jüngste Paar die besten Chancen hat, denn hierbei spielen noch viel zu viele andere Faktoren eine Rolle, aber grundsätzlich hätte es ein älteres Paar bei einer ganz normalen Säuglingsadoption doch wohl immer etwas schwerer als das besser passende Paar für eben dieses Kind angesehen zu werden.
    Kein Wunder also wenn mehrere kinderlose aus Europa im vorgeschrittenen Alter sich für die Leihmutterschaft entscheiden und dabei die ukrainischen Kiwu-Kliniken auswählen statt super teure amerikanische oder britische.
    Was die Probleme mit Ado angeht: man darf eben nicht vergessen, dass Adoption ja nicht kinderlosen Paaren zum Kind verhelfen soll (übrigens ein falscher Gedanke!), sondern Kindern, die neue Eltern brauchen zu passenden Eltern!
    Dass das Alter bei der Beurteilung dessen
    ... ob ein Paar geeignet ist, eine Rolle spielt, halte ich nicht für falsch - eine absolute Grenze aber schon. Ein Paar mit 32 und 35 kann, z.B. beruflich sehr großem Stress ausgesetzt sein, vielleicht müssen sie noch oft umziehen etc., während es im Leben des älteren Paares schon stabiler und routinierter zugeht, was sich auch positiv auf ein Kind auswirken kann. Ich denke, dass viele Paare zumindest einmal im Leben die Erfahrung machen wollen, ein Kind eben von Anfang an ins Leben zu begleiten. Wenn sie selbst schon einmal ein Baby hatten oder wenn es das 2. oder ein Geschwister-Adoptivkind ist, dann sieht es schon anders aus. Paare, die sich von Anfang an auch vorstellen können, ältere Kinder aufzunehmen, werden vermutlich eher Pflegeeltern als sich um Adoptivkinder zu bemühen, weil sie dann auch in Zukunft noch die Unterstützung der Jugendämter haben und bei Problemen leichter Hilfe erhalten.
    LG,
    Faezezzy

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  4. Ist ja schon ein Problem: die Wunschvorstellung und Wirklichkeit……….
    Ja so sieht leider die Realität aus, weil Adoption immer noch als Ersatz für ein leibliches Kind angesehen wird, das nun mal als süßes Baby ein Paar zu einer Familie macht. Aber egal ob Säugling, Kindergartenkind oder Schulkind die Gefahr der Vorbelastung und somit die Notwendigkeit zur Begleitung ist gegeben, auch wenn der Artikel diese „Gefahr“ m.M.n. vollständig überspitzt darstellt. Eine ganz „normale“ Familie wird man mit Adoptivkind aber niemals sein, egal in welchem Alter das Kind bei der Adoption ist. Das muss nicht immer mit Traumatas zusammenhängen! Es resultiert schon allein daraus, dass ein Adoptivkind eben zwei Elternpaare hat, die eine Rolle in ihrem/seinem Leben spielen. Dieser Realität stellen sich aber leider nicht alle Adoptivbewerber.
    Mein Mann und ich sind Eltern von einem Kind, das uns eine Leihmutter von der größten ukrainischen Kiwu -Klinik geboren hat. Und wir haben nicht den Eindruck, etwas verpasst zu haben. Pflege oder Ado kam für uns nie in Frage. Die volle Unterstützung unserer Kiwu haben wir sogar nach der Geburt bekommen – psychologische wie auch rechtliche. Alles aber echt alles bis auf den Heimflug mit dem Kind ist reibungslos verlaufen!
    LG,
    Jikia

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  5. Ich möchte meine Geschichte mit Ihnen teilen. Viele haben Angst vor der Leihmutterschaft. Ich hatte einfach keine andere Wahl. Zuerst dachten mein Mann und ich, das Kind aus dem Waisenhaus zu holen. Wir haben den Jungen mitgenommen. Und immer nochsind wir sehr glücklich, dass wir dieses Kind glücklich gemacht haben! Aber dann wollten wir auch noch ein Baby. Ich habe einen angeborenen Defekt der Gebärmutter, also kann ich nicht gebären. Wir wurden in die Klinik Adonis in Kiew geraten. Dort hatten wir die Möglichkeit, unser eigenes Baby zu haben. Jetzt haben wir zwei Kinder. Ja, ich hatte keine Gelegenheit mehr, meine Zellen zu benutzen, also haben wir einen Spender wie mich ausgewählt. Alles ist gut geworden! Wir freuen uns sehr! Danke Adonis!
    Ich kann jedem sagen, dass man keine Angst haben muss, sondern seinem Traum von Kindern folgen soll!

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