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LM: brauche Tipps

  1. hallo ihr!
    und ja, ich werde nicht müde zu betonen, dass ich den weg der leihmutterschaft nicht akzpetieren kann, da ich ihn mit meinem wertesystem einfach nicht vereinbaren kann. so ziemliche alle gruende, die ich auch dagegen habe, sind genannt worden. es fehtl vielleicht noch der grund: wie sag ich's meinem kinde. ich moechte immer erhobenen hauptes meinem kind genau (soweit ich es ueberhaupt weiss) alles zu seiner herkunft erzaehlen. familiengeheimnisse sind etwas ganz entsetzliches.

    und diesen satz verstehe ich einfach nicht:

    "Und ganz ehrlich, gehts noch, du redest ethisch korrekt und unkorrekt. Es geht hier um Kinder um kleine Wesen."

    und genau weil es um kinder geht, habe ich genau die meinung, die ich hier vertrete. und nur weil etwas geld kostet und man vorher viel gelitten hat, muss es nicht unbedingt gut sein.

    nein, kein kind um jeden preis. nein. nicht aus kosten der armen frauen, die sich im land wie ukraine ausbeuten lassen. das leben ist nunmal kein wunschkonzert. und das zu akzeptieren gehoert auch zum leben dazu. es gibt kein wo auch immer verbrieftes recht, eltern zu werden.

    alles gute

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  2. Hallo Bfayer!
    „es fehtl vielleicht noch der grund: wie sag ich's meinem kinde. ich moechte immer erhobenen hauptes meinem kind genau (soweit ich es ueberhaupt weiss) alles zu seiner herkunft erzaehlen. familiengeheimnisse sind etwas ganz entsetzliches.“
    Das ist aber doch – mal wieder – kein leihmutterschaftsspezifisches Problem. Vor dieser Frage steht auch ihr Adoptiv-Eltern, genauso wie alle Eltern, die Samenspende, EZS oder EMS durchgeführt haben.

    Für meinen Mann und mich gab es auf diese Frage nur eine Antwort:
    Wir sagen dem Kind die Wahrheit.
    Damals, als wir auf dem Weg der Leihmutterschaft waren, gab es für uns gar keine andere Option als die, eine Leihmutter auszuwählen, die einem späteren Kontakt zustimmt. Natürlich hätten wir es dem Kind erzählt und hätten die Kontaktaufnahme mit der Leihmutter – so das Kind diese später gewünscht hätte – unterstützt. Und ja, es hätte für uns kein Problem gemacht, dabei unsre Kiwu-Klinik zu erwähnen, sogar wenn das Osteuropa ist. Erschreck dich nicht.

    Lehnst du EZS, EMS und Samenspende eigentlich auch ab?
    „nein, kein kind um jeden preis. nein. das leben ist nunmal kein wunschkonzert. und das zu akzeptieren gehoert auch zum leben dazu. es gibt kein wo auch immer verbrieftes recht, eltern zu werden.“
    Die Leihmutterschaftsbehandlung birgt keine Garantie, räumt den Wunscheltern daher auch kein Recht auf ein Kind ein. Die Chancen werden dadurch lediglich erhöht oder biologische Nachteile kompensiert (letzteres bezieht sich z.B. auf Fälle wie die der TE, die keine Gebärmutter hat und die durch Leihmutterschaft ihre Chancen zur Familiengründung von „Null“ auf das Niveau eines gesunden Paares anheben kann).

    Viele Grüße,
    Kefas

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  3. eine gute frage……… 

    eizellenspende befuerworte ich auch nicht (sofern die eizellen extra fuer die spende produziert worden). ich moechte nicht, dass jemand gegen geld schwere gesundheitliche risiken eingeht, nur um meine biologischen nachteile zu kompensieren. ich wuerde mir auch keine niere kaufen. 

    und noch eins, ich schrieb: muss es nicht unbedingt gut sein. das heisst nicht, dass alles schlecht sein muss. 
    aber ich denke, dass hier argumentativ so oder so hopfen und malz verloren ist, bin aber trotzdem besorgt, wie weit mittlerweile fuer die vermeintliche erfuellung des kinderwunsches gegangen wird (ich meine es nicht nur mit deiner ukrainischen kiwu-klinik, es gibt genug solche länder) und dass es wohl allem anschein nach ueberhaupt nicht mehr moeglich sein kann, auch mal sein schicksal zu akzeptieren, so bitter es sein mag. aber auch ein leben ohne kinder kann ein erfuellendes leben sein. kein kind ist der garant fuer das glueck seiner eltern, waere wohl auch ein wenig viel verantwortung auf den schultern eines kleinen wesens. 

    beste gruesse,
    bfayer

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  4. Hallo Bfayer,

    interessant, dass du die Nierenspende ansprichst. Denn die Lebend-Nierenspende ist in Deutschland unter sich nahe stehenden Personen (Verwandten, langjährige enge Freunde) – selbstverständlich unentgeltlich – zugelassen. Ebenso wie die Lebend-Spende von Teilen der Leber und des Darms.
    Es ist und bleibt für mich unverständlich, warum in Deutschland eine Schwester der anderen eine Niere spenden, aber kein Kind austragen darf. Warum man dafür unbedingt ins Ausland fahren muss, um dann noch von solchen Menschen wie du beschimpft zu werden, weil man in der Ukraine arme Frauen „ausnutzt“. Zumal mit der Lebend-Spende höhere gesundheitliche Risiken und Spätfolgen – auch langfristig – für den spendenden Menschen einhergehen als mit einer Schwangerschaft (in der Regel).
    Viele Grüße & einen schönen Tag,
    Kefas

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  5. Hallo an alle!
    Ich habe vor kurzem einen Film über die Leihmutterschaft geguckt, wo über das Thema negativ berichtet wurde. Es wurde mehrmals betonnt, dass die Leihmütter ausgebeutet sind und das ist ethisch verwerflich, dass Kinder einfach gekauft werden können.
    Ich bin ganz anderer Meinung zum Thema. Natürlich soll die Leihmutterschaft gut bezahlt werden, weil das eine moderne Technik ist und man muss viele Mühe geben, damit alles gut abläuft. Auch wenn man über altruistische Leihmutterschaft spricht, glaube ich nicht dass es überhaupt so was gibt. Das ist unglaublich schwierig, ein Kind auszutragen und zu gebären, deshalb würde das fast niemand nur mit altruistischen Motiven machen.

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