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nach der 2.MA ratlos

  1. Hallo Zusammen,

    ich habe im Mai von meiner zweiten MA erfahren, keine Herzaktivität mehr Ende der 9. Woche.
    Im August hatte ich schon mal eine MA, das war von Anfang an keine intakte Schwangerschaft, natürlicher Abgang in der 6. Woche.
    Diesmal klappte ein natürlicher Abgang nicht, so dass ich doch noch eine Ausschabung brauchte, diese erfolgte in der 16. Woche, also ca. 6-7 Wochen nach Stillstand.
    es wurde dann ein histologischer Befund gemacht, leider hab ich - es war eine Notfallsitutaion - nicht genug nachgedacht und es wurde keine genetische Untersuchung gemacht.

    Der Arzt erklärte mit bei der Nachuntersuchung, Ursache sei die Plazenta gewesen, diese hätte nicht den Entwicklungsstand der 9. Woche aufgezeigt. Vermutlich sei von Anfang die Schleimhaut nicht gut und daher auch die Plazenta nicht gut gewesen (dabei war in der 8. Woche alles zeitgerecht).
    Jetzt habe ich Sorge - ist dies quasi eine Laune der Natur, oder liegt bei mir etwas grundliegendes vor (Gerinnung etc. wird alles noch geprüft), oder ist es eine Nebenwirkung der Clomifen-Behandlung? Und wie genau ist überhaupt der Befund, wenn ja das Gewebe auch schon quasi "alt" war, da die Schwangerschaft bei 8+6 stehen geblieben ist und die Ausschabung bei 16+3 stattfand?
    Hat jemand Erfahrung oder ähnliches erlebt??

    Ich freu mich über Rückmeldung und Austausch!
    LG,
    Darkstone

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  2. Hallo,

    Wir haben 3 hormonunterstützte Versuche, 1 IVF, 3 ICSIs, 1 Kryotransfer. Leider hat sich nie eine Schwangerschaft eingestellt. Inzwischen haben wir an die LM-Möglichkeit gedacht. Aber das läuft erst seit Anfang nächsten Jahres...

    Der Weg bis hierher war recht hart für uns. Wir wünschen uns beide sehnlichst Nachwuchs, und keiner kann uns sagen, warum es nicht klappt. Mein natürlicher Zyklus war 1A; regelmäßig mit Eisprung und Mittelschmerz. Eine Laparoskopie ergab auch keine Auffälligkeiten. Nur die Eileiter waren etwas unregelmäßig und auch etwas verklebt, aber das konnte mit Blaulösung durchgespült werden. Zwei SG mit zeitlichem Abstand waren auch ok...

    Ich habe während den ICSIs stark stimuliert mit 300 Einheiten Gonal und 70 Menogon. Jeder Versuch hat mich körperlich und psychisch mehr belastet. Ich bin manchmal ganz schön ausgerastet in meiner Verzweiflung. Mein Mann war sehr tapfer. Die Sache hat uns zusammengeschweißt.

    Nur... er kommt mit dem psychischen Schmerz besser zurecht als ich. Er kann da eher abschalten und verdrängen. Mir tut es einfach nur wahnsinnig weh, keine Kinder zu bekommen...

    Zurzeit geht es mir gerade wieder besonders schlecht. In unserem Freundes-, Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis häufen sich die Schwangerschaften und Geburten. Es ist so wunderbar, dass es bei so vielen problemlos klappt! Wieso bei uns nicht?
    Liebe Grüße,
    Bonnie

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  3. Du schreibst, dass Ihr eine Leihmutter beauftragt habt. Gleichzeitig trauerst Du aber noch sehr stark bezüglich Deines nicht erfüllten Kinderwunsches - was ja normal ist. Nur halte ich die Kombination starke Trauer und LM für sehr ungünstig (ich bin übrigens Adoptivmutter).
    Bist Du Dir sicher, dass die LM für Dich im Moment der richtige Weg ist? Meinst Du, Du würdest dem Kind gerecht werden können, ohne ihm das Gefühl zu geben, dass es nur ein "Notstopfen" ist?
    Versteh mich nicht falsch, das soll kein Angriff sein. Ganz im Gegenteil. Aber ich finde, wenn man den Weg der LM geht, dann sollte es eigentlich keine Rolle mehr spielen, was irgendwann mal nicht geklappt hat und wie irgendwas stimuliert wurde. Du willst ein Kind und solltest Dich dann eigentlich mit voller Kraft auf diese Situation vorbereiten. Kannst Du das nicht, solltest Du die Finger davon lassen, denn egal ob es ein von Dir geborenes Kind ist oder ein angenommenes: es ist ein Mensch der Eltern braucht, die IHN bedingungslos lieben können, ohne wenn und aber, und ohne Unterschiede zu machen.

    Ich hatte auch zahlreiche ICSI-Versuche hinter mir, bevor wir uns für die Ado entschieden haben. Um Dir ein bisschen Mut zu machen möchte ich Dir sagen, dass ich, wenn ich früher gewusst hätte, wie schön es mit einem Adoptivkind ist, ich nie im Leben all die vielen Behandlungen gemacht hätte. Einen Wunsch nach einem leiblichen Kind habe ich nicht mehr. Natürlich hat es seine Zeit gedauert, bis ich das so sagen konnte, und sicher waren auch gerade die Behandlungen wichtig, um eben Abschied nehmen zu können. Aber das Thema war abgeschlossen, bevor ich den neuen Weg eingeschlagen habe. Heute sind wir eine absolut glückliche Familie!

    Alles Gute!
    Comptone

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  4. Hallo Bonnie,

    ich kann mich nur Comptones Worten anschließen, versuche bitte erst die Trauer um ein leibliches Kind abzuschließen, bevor Ihr den neuen Weg der LM einschlagt. Ihr braucht dazu Eurem Kiwu nur um ein wenig Aufschub zu bitten. Ich bin froh, dass unsere Trauerphase abgeschlossen war, denn ich kann Dir sagen der LM-Weg ist auch sehr sehr steinig, und wenn man da nicht zu Zweit voll und ganz dahinter steht, und das kann man meist nicht während man noch trauert, dann geht es in die Hose.
    Nehmt Euch einfach die Zeit, auch wenn Du den Eindruck hast, sie haut Euch ab, aber glaube mir, emotional wird es einfacher!!

    Liebe Grüße

    Bfayer, mit Cristian Camilo (geb.02/2013 von einer ukrainischen Leihmutter)

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  5. Hallo Bonnie,

    im Gegensatz zu meinen "Vorschreiberinnen" bin ich nicht der Meinung, dass man komplett mit dem leiblichen Kinderwunsch abgeschlossen haben muss, um sich mit dem Thema LM schon einmal auseinanderzusetzen: ich finde daran nichts schlimmes, wenn ihr nachdem Ihr euer Kind bekommt noch ein (mehrere) Kind(er) bekommt. Es soll keine Notlösung sein, aber ich finde, der Gedanke an einen möglicherweise anderen Weg, kann einen auch während der KIWU-Behandlung etwas trösten. Die ersten Schritte kann man meiner Meinung nach auch parallel machen. Ich glaube, dass man dann irgendwann innerlich weiß, welchen Weg man einschlagen will.

    Ich kann dich in deinem Schmerz nur allzu gut verstehen, und die Frage "warum alle anderen scheinbar problemlos schwanger werden, nur wir nicht" stellt man sich ja immer wieder. Es ist ja aber nicht ganz so. Wir sind sehr viele (leider).

    Mein Mann kann im Übrigen auch viel besser verdrängen als ich. Wir haben am Freitag unser 3. Negativ nach ICSI bekommen und haben noch ganz schön daran zu knabbern. Nach dem 2. Versuch war ich kurz ss, leider FG in der 10. Woche.
    Aber ich versuche den Kinderwunsch nicht zum Lebensmittelpunkt werden zu lassen (ist schwer, weiß ich), denn sonst kann man es ja gar nicht mehr aushalten.
    Du bist noch viel jünger als ich und hast vielleicht die Möglichkeit, vom Fortschritt der Medizin noch zu profitieren. Ich weiß, dass tröstet dich im Moment sehr wenig aber es ist nun mal so. Vielleicht hast Du nach einer Zeit nochmal die Kraft, Versuche zu starten, wobei ich auch total verstehen kann, dass man einfach nicht mehr will. Mir geht es im Moment so.
    Auf jeden Fall, stehst Du nicht alleine da. Vielleicht hast du ja Lust, nochmal zu antworten.

    Viele Grüße,
    MarieCh

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  6. Hallo Bonnie,

    ich schließe mich MarieCh an.
    Wenn man die Kraft und finanzielle Möglichkeit hat eine LM anzugehen und noch in der Kiwu steckt, ist das durchaus ein möglicher Weg.

    Ich erzähl dir mal ein Beispiel aus meinem entfernten Verwandtenkreis(vom Hören-Sagen):
    Bei der Frau waren hormonelle Ursachen für unerfüllten Kiwu.
    Sie hatten einige IVF (oder IUI ?? wie viele weiß ich nicht) hinter sich. Hatten keine / kaum noch Hoffnung mehr und haben eine Adoption angestrebt und auch in Gang gesetzt (wie weit das Verfahren schon war, weiß ich nicht). Dann haben sie noch einen Versuch als Selbstzahler in einer Kiwu-Klinik gemacht mit wenig Hoffnung (nach dem Motto, wird wohl doch nix) und siehe da, sie wurde Schwangerschaft mit Zwillingen und demnächst ist Entbindung. Den Adoantrag haben sie rückgängig gemacht.

    Ich will dir damit keine falschen Hoffnungen machen, denn es ist natürlich keine Garantie, dass es bei einem selber genauso verläuft.
    Bei diesem Paar ging beides - Ado und Kiwu-Behandlung.

    Alles Gute !!!

    Viele Grüße,
    Pandeamon

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  7. Hallo Ihr,

    ich denke, meine Mail wurde etwas falsch verstanden. Ich meinte, dass man möglichst nicht beide Wege gleichzeitig gehen sollte. Wird auch von manchen nicht akzeptiert. Und natürlich kann und soll man sich ruhig schon während der KIWU-Behandlung mit dem Thema Leihmutterschaft auseinandersetzen, denn nur so kann man feststellen, ob dieser Weg eine Möglichkeit für einen ist. Denn es gibt da einfach soooooo viele Gedanken, die man sich machen sollte, und dazu braucht man halt auch etwas Zeit.

    Wir selber hatten uns gegen eine KIWU-Behandlung für uns entschieden, brauchten aber auch erst einige Zeit, um die Trauer um ein leibliches Kind zu verarbeiten. Und dann standen wir voll und ganz hinter unserem Weg der LM. Wenn man eine Leihmutter beauftragt, sollte man einfach auch gleich bereit sein, auf einmal Eltern zu werden, denn es geht auch schnell. Und was macht Ihr dann, wenn Ihr gerade mitten im nächsten Zyklus seid???????

    liebe Grüße,
    Didi, mit Cristian Camilo (geb.02/2013 von einer ukrainischen Leihmutter geboren)

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  8. ... weniger an Euch, als an das Kind denken. Es geht zwar bei einer Leihmutterschaft nebenbei auch darum, dass Ihr ein Kind bekommt. Aber das ist nicht das Ziel Nr. 1. Es geht viel mehr darum, einem Kind ein Elternhaus zu geben, Eltern zu werden, die es lieben und sich um es kümmern.

    Wenn ich mich für eine Adoption bewerbe, dann sollte ich mich ausgiebig und ausführlich mit dieser Situation vertraut machen und mich damit identifizieren können. Für das Kind MUSS es egal sein, ob es von Dir geboren oder angenommen wurde. Es ist DAS Kind der Familie, und deshalb kann es einfach nicht im Sinne des Kindes sein, wenn Du noch derart trauerst (was ja wie gesagt völlig normal ist). Wie soll sich denn das Kind fühlen????? "Mama hat den Antrag auf meine Ado schon gestellt, aber hat es dann doch lieber nochmal mit künstlicher Befruchtung probiert? Hat nicht geklappt, und jetzt bin ich da!"
    Ich weiss ich weiss, das ist bewusst etwas überzogen! Ich möchte nur deutlich machen, dass das ein ganz sensibles Thema ist, und das man eben auch einmal "andersherum" denken muss. In Deiner Situation kann das schon mal schwierig sein, ich spreche da aus Erfahrung.

    Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass manche Paare noch einmal einen Versuch wagen, obwohl schon so ne Klinik in der Ukraine eingeschaltet ist und ein Vertrag mit einer Leihmutter bereits unterschrieben wurde.
    Aber wie gesagt, es kommt immer darauf an, wie sehr man noch trauert. Zu viel ist nicht gesund - meine Meinung!

    Grüße,
    Kefaz

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  9. Hallo,

    meine Meinung: umso mehr Gedanken um alles umso schlimmer,
    ich weiß was es heißt, wenn man sich seit 20 Jahren ein Kind
    wünscht, ich würde Leihmutterschaft und IVF auch kombinieren, weil leider
    die Zeit zu schnell vergeht und es dann für beides zu spät ist, weil
    man evtl. erst Jahre damit verbringt so erst alles zu versuchen, und
    ein paar Jahre sind schnell vorbei, und dann erst anfängt über LM
    ein paar Jahre nachzudenken, also ich kann es auch nicht mehr
    hören ( ihr müsst erst frei werden im Kopf, die Trauer verarbeiten.
    usw.), dies ist nur Meinung, jeder hat eine andere. Ich spreche
    nur aus meiner 2Ojährigen Kinderwunscherfahrung mehr nicht.


    Viele Grüße,
    Jikia

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  10. hallo pandeamon,

    diese "hören-sagen"-geschichten kann ich nicht mehr hören, tut mir leid.
    nach dem motto: "probiert's doch mit 'ner leihmutterschaft, hier findet ihr übrigens die günstigsten preise, dann klappts auch mit dem schwangerwerden!"
    das adoptivkind als therapie für kinderlose???

    für sowas habe ich absolut KEIN verständnis und ich glaube auch nicht, dass dieser rat irgendjemanden aus seiner verzweiflung bringt.

    und jetzt was Ado angeht: eine adoption erfordert sehr viel einfühlungsvermögen und ist ein ständiger lernprozess. das geht nicht so "nebenbei". wie lolly sagte: es geht in erster linie darum, einem elternlosen kind liebe und geborgenheit, ein neues zuhause zu geben. es werden ELTERN FÜR KINDER gesucht und nicht kinder für eltern. solange ich um "mein ungeborenes kind" trauere, wird kein platz für ein adoptivkind sein.

    viele grüße von dingus
    (mutter geworden und überglücklich, denn demnächst mit 2 traumhaften kindern dank unserer leihmutter)

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