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wieder ss werden?

  1. Hallo ihr Lieben!

    Mein Mann und ich versuchen seit 4 Jahren ein Kind zu bekommen. Letztes Jahr im Mai war ich dann schwanger, mein Wunder 2019, ich war überglücklich, in der 9 Wo habe ich jedoch dann erfahren, dass das Herz nicht schlägt und ich zur Ausschabung muss. Ich war am Boden zerstört, aber irgendwann habe ich dann positiv gedacht. Ich war einmal schwanger geworden und dann würde ich es auch wieder werden. Aber bis jetzt hat es nicht mehr geklappt, auch nicht durch Unterstützung im Kinderwunschzentrum. Wir haben dann letzten Monat aufgegeben...
    Und jetzt werde ich ständig damit konfrontiert. In der Osteopathie Praxis, in der ich arbeite kommen sehr viele Mütter mit Ihren Kindern oder schwangere Frauen und ständig wird über Schwangerschaft und Kinder gesprochen. Meine Schwester ist jetzt auch schwanger und in der Familie ist nur noch die Schwangerschaft Thema. Dabei achtet keiner darauf, dass mich manche Worte vielleicht verletzen können. Ich kann Ihre Freude verstehen und freue mich selbst sehr für meine Schwester. Aber ich finde es hart, dass jeder sich so verhält, als wäre nie etwas gewesen. sie haben mir so auch ganz einfach gesagt:" Sie ist jetzt in der 9.Woche und da kann man schon das Herz schlagen sehen." Selbst mein Mann kam es gar nicht in den Sinn, dass es mich manchmal noch traurig macht oder dass es jetzt für mich schwer ist, dass meine Schwester schwanger ist. Für ihn ist das Thema erledigt.
    Geht es manchen von Euch auch so? Was kann ich tun?
    LG,
    Instabiletrofia

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  2. Hallo ihr Lieben,

    ich danke euch von Herzen für eure lieben Worte, die Umarmungen und Eure Offenheit. Es hat mir sehr geholfen, zu spüren, dass ich damit nicht allein bin und das es Frauen gibt, die die gleichen Gefühle erleben wie ich: Ich danke euch, dass ihr eure Erfahrungen mit mir geteilt habe. Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und dass ihr trotz allem glücklich seid und viele wunderbare Dinge erleben werdet. Ich habe in den letzten Tagen gelernt, dass es doch hilft die Dinge auszusprechen. Ich habe hier im Forum so liebe Unterstützung erlebt und gespürt, dass ich nicht allein bin.
    Und ich habe meinen Freundinnen eine Email geschrieben, in der ich offen gesagt habe, wie es mir geht und was ich fühle. Ich dachte vorher, die wissen ja, dass es schwer ist. Ich bin davon ausgegangen, wenn sie wissen, dass es bei und mit dem Kinderwunsch nicht geklappt haben, wissen sie auch wie traurig uns das macht und würde etwas sagen oder Mitgefühl zeigen.

    Instabiletrofia

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  3. Hallo
    Jetzt hab ich erkannt, dass sie es nicht automatisch nachempfinden können. Nachdem ich ihnen mitgeteilt habe, was in mir vorgeht. Haben sie sich sofort bei mir gemeldet, mir ihr Mitgefühl gezeigt und dass sie für mich da sind. Und jeder hat geschaut, wann er Zeit hat, um für mich dazu sein. Ich glaube, ich muss es einfach aussprechen. und auch wenn mal die Familie in ihrer Freude taktlos ist und es mich verletzt, dann muss ich den Mut haben, es zu sagen. Ich kann mich ja freuen und trotzdem auch traurig sein. Wenn ich nichts sage, dann wissen die anderen nicht, was in mir vorgeht.
    Ich danke euch. Danke, dass ihr, obwohl ihr mich nicht kennt für mich da seid und eure Gefühle mit mir teilt. Fühlt euch umarmt.

    LG,
    Pandeamon

    editiert am 09.10.20 um 07:07

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  4. Hallo Instabiletrofia
    Es ist sehr schön hier die Gefühle mit euch zu teilen, ich fühle mich gar nicht mehr damit allein.
    In den letzten Tagen hat sich viel bei mir verändert. Ich habe hier mit Euch so schönen Kontakt gehabt, ich habe mit meinen Freunden ganz offen darüber gesprochen, ich habe alle Gefühle zu gelassen und viel geweint. Und gestern war ich bei meiner Schwester zu Besuch, habe mit ihr ihre ersten Ultraschallbilder geschaut und ihr kleines Bäuchlein gestreichelt und ich konnte mich plötzlich richtig freuen. Auch wenn wir keine Kinder haben, so werde ich jetzt Tante und es kommt ein Kind in unsere Familie und ich kann daran teilhaben. Das hat mich sehr glücklich gemacht.
    Ich weiß, es wird auch wieder Tage geben, an denen ich traurig sein werde, weil wir kein eigenes Kind haben. Aber ich finde es toll, dass ich mich jetzt richtig darüber freuen kann, Tante zu werden. Das hätte ich nicht gedacht.

    LG,
    Bonnie

    editiert am 09.10.20 um 07:07

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  5. Hallo Instabiletrofia
    Ich sehe es jetzt anders: vorher war da der Schmerz, weil sie ein Kind haben werden und uns dieses Glück verwehrt ist und jetzt freue ich mich, dass da ein Baby kommt, an dessen Leben ich auch teilhaben kann. Ich weiß nicht, ob ihr das versteht.

    Fühlt euch umarmt, Danke für eure lieben Worte. Ich schicke Euch ein wenig Trost und mein Mitgefühl. Ich glaube, ein Leben ist dann ein Leben, wenn man es spürt, wenn man das Gefühl hat, da ist etwas entstanden oder man hat etwas verloren. (Ich glaube auch, dass deine 5 Krümmelchen da waren und es tut mir leid für dich.)

    LG,
    MikiTiki
     

    editiert am 09.10.20 um 07:07

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  6. Liebe Instabiletrofia,
    Du sprichst mir aus der Seele...
    Bei uns hat es bisher auch nicht geklappt, ich habe eine FG hinter mir (2016,auch Anfang 9.SSW) und in der Zwischenzeit wurde mein Bruder zum 2.Mal Papa. Die "Idee" war eigentlich, ihm nach seinem ersten Sohn, der Ende 2013 geboren wurde, "nachzuziehen" - aber wie gesagt: hat leider nicht geklappt.
    Umso schlimmer war es dann, als sie 2017 verkündet haben, dass sie wieder Nachwuchs kriegen.
    Ich hab sooo geheult, als ich es erfahren habe - aber inzwischen (die Kinder sind jetzt 5 und 9) bin ich so dankbar, dass ich Tante von so zwei wunderbaren Kindern sein darf!
    Wir fahren 1x im Jahr alle zusammen ans Meer und verbringen auch sonst sehr viel Zeit zusammen.
    Die Kinder lieben mich und meinen Mann, weil wir jeden Quatsch mit ihnen machen. Sie wollen auch andauernd bei uns übernachten - was will man mehr!
    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit mit Deiner Nichte / oder Neffe. Genieße es!!!
    ....aber es ist einfach nicht zu begreifen, warum es so vielen Menschen, die es sich so sehr wünschen, nicht ergönnt ist, Kinder zu haben....Ich kann ganz gut damit leben - aber hin und wieder bin ich sehr, sehr traurig - und das wird sich bestimmt auch nie ändern!!!

    Alles Gute und viele Grüße,
    Faezezzy

    editiert am 09.10.20 um 07:07

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  7. Liebe Instabiletrofia,

    ich habe deine und die Beiträge der anderen hier gelesen und kann mich so gut hinein fühlen. Zur Zeit kann ich kaum schlafen. Der Gedanke, dass ich nie Kinder haben werde zerreißt mich innerlich und alles um einen macht es einem so schwer. Ich habe vorgestern auf das Baby einer Freundin geschaut, die vor über zwei Jahren gleichzeitig mit mir anfangen wollte den Kinderwunsch zu leben. Bei ihr hatte es sofort geklappt. In der Zwischenzeit sind so viele andere schwanger geworden und ich stehe immer nur daneben, soll mich mitfreuen und es zerreißt mich innerlich. Vorgestern, als ich mit ihrem Sohn am Weg war, haben mich dann einige Leute, die ich vom Hundeplatz kenne, angesprochen, das könne jetzt aber nicht meines sein, denn das hätte man ja gesehen. Ich bin auch einer Großfamilie begegnet, die ich entfernt kenne. Da meinte die Tochter - ihre Familie könne nicht aussterben. Zwei Minuten später mein Nachbar sieht mich mit dem Sohn meiner Freundin - ja, ich würde schon üben auf ein Kind aufzupassen...

    LG,
    MajoniMoni
     

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  8. Hi Instabiletrofia
    Gestern habe ich eine andere gute Freundin in der Klinik besucht. Sie hat ihr erstes Baby bekommen und weiß Bescheid. Sie hat sich sehr gefreut, aber neben ihr lag eine etwas ältere Frau nach einem Kaiserschnitt und ich hab mich gefragt, ob sie wohl eine künstliche Befruchtung hatte oder einfach so schwanger wurde...Ich merke immer wieder, dass ich nicht weiß, wie ich mit dieser Trauer in mir umgehen soll. Und ich habe Angst, dass ich mein Glück, das ich eigentlich auch habe zerstöre mit all der Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit in mir. Ich versuche mir immer einzureden - heuer ist einfach nicht dein Jahr. Und das ist es wirklich nicht. Neben den zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen ist so viel passiert, dass ich schon längst über meine Grenzen hinaus bin...Ich weiß nicht, was helfen kann. Ich bin neu hier in diesem Forum, aber was sind denn deine oder eure Strategien, wenn es überhaupt so etwas gibt? Ich weiß einfach nicht, wie ich mit alledem umgehen soll...
    Ich stelle dieselbe Frage wie du: Was kann ich tun???

    LG,
    bfayer

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  9. Hallo Instabiletrofia,

    wir sind seit Samstag wieder zuhause - im Urlaub ging alles gut (außer das doofe Gefühl, irgendwas stimmt nicht)
    ich war heute morgen beim Arzt, es ist alles "sauber" abgeblutet. Nun ist der HCG-Wert entscheidend dafür ob ich noch ins KH muss oder nicht.

    Im Moment geht es mir gut, ich habe keinerlei "Verlustgefühle" , sondern bin erleichtert.
    Dieses letzte Erlebnis hat mir nun gezeigt, dass das Fass voll ist und ich und auch wir (!) eine Pause brauchen...
    Ja 6 Jahre ist eine lange Zeit (sie macht ca. 2 Drittel unserer Beziehung aus), und es ist an der Zeit mal wieder "Atmen" zu können.
    Ich bin lange im Kinderwunsch "gefangen" gewesen, und habe auf soooo vieles verzichtet, das soll nun ein Ende haben.
    LG,
    NotoJako

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  10. Hallo Instabiletrofia
    Wie lange wir den Kiwu an den Nagel hängen, weiß ich nicht, aber es wird eine laaaaange Zeit sein.
    Es ist das erste mal dass ich aus Überzeugung das sagen kann, was ich immer wollte : "Ich will nicht mehr!"
    ich habe mir oft gewünscht, diesen Satz aus voller Überzeugung sagen zu können und nun endlich bin ich an dem Punkt.

    Ich weiß (!), dass wir irgendwann ein wunderschönes, tolles Kind haben werden, aber ich muss mich noch gedulden, denn im Moment liegen meine Nerven blank.
    es ist nicht meine (!) Idealvorstellung ein Kind mit über 30 zu bekommen, (ich wollte immer eine junge Mutti sein) aber es ist wie es ist.
    ob wir ein eigenes Kind bekommen oder evtl. über eine Adoption nachdenken müssen, wird die Zeit zeigen.

    Im Moment fühle ich mich aber immer noch bestärkt darin erstmal (?) alles was in Richtung Kiwu geht, von mir weg zu schieben.


    LG,
    Marpessa

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