Abänderungsklage Kinderobhut

  1. Um eine Abänderungsklage für die Kinderobhut durchsetzen zu können, müssen beim obhutsberechtigten Elternteil erhebliche Veränderungen stattgefunden haben, welche einen negativen Einfluss auf das Kinderwohl haben. So steht es jedenfalls geschrieben.
    Wird in der Praxis vor Gericht dieser Umstand bei einer Abänderungsklage überprüft und in Betracht gezogen? Oder können Kinder ab einem gewissen Alter (ab ca. 15 bis 18 Jahren) einfach willkürlich einen Wechsel wünschen und diesen auch durchsetzen, weil es beim anderen Elternteil halt einfacher ist und das Kind dort mehr Freiheiten hat? Also den Weg des geringeren Widerstands wählt? Oder der andere Elternteil finanziell profitieren kann?
    Wir Eltern würden ja erpressbar werden!

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  2. Hier in der Schweiz sprechen wir vom "Sorgerecht" und es ist noch nicht lange her, gibt es die Möglichkeit des geteilten Sorgerechts. Dieses geteilte Sorgerecht, kann nun auch im Nachhinein beansprucht  und gesetzlich durchgesetzt werden. Eine Neubeurteilung erfolgt meistens durch eine Abklärung bei der KESB. Es ist nicht so, dass die Kinder dies einfach so, nach ihren Wünschen,  durchsetzen können. Eine Abänderungsklage des Scheidungsurteils müssen die Eltern begründet beantragen.
    Die Behörde, also die KESB, hat das Wohl der Kinder im Fokus, jedoch nicht mögliche  finanzielle Profite eines Elternteils. Die Wirtschaftliche Situation beider Elternteile ist im Scheidungsurteil berücksichtigt und gültig bis zu einer begründeten Abänderungsklage eines Elternteils beim zuständigen Bezirksgericht.
    Boé Nagel

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