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Alimente bei Praktikum vor Erstausbildung

  1. Grüezi Mitenand

    Der Sohn meines Mannes möchte eine Ausbildung zum Tierpfleger in einer Tierpension machen. Nun hat er schon diverse Wochen in den Ferien dort "geschnuppert" und wurde nun auf Grund eines "Auswahlverfahrens" angenommen.

    Allerdings nur für ein einjähiges Praktikum. Ausbildungsvertrag unterschrieben hat er keinen, nur den Praktikumsvertrag. Dieses wird auch mit CHF 650/Monat vergütet. 

    Meine Frage ist: Das Alimente während der Erstausbildung bezahlt werden ist klar und auch völlig ok. 
    Wenn er jetzt aber beispielsweise nach diesem Jahr nochmal ein Jahr Praktikum dort machen soll, oder sich in dem Jahr umentscheidet, in einer anderen Branche wieder ein einjähriges Praktikum macht, dann sich vielleicht nochmal umentscheidet... 
    Irgendwo muss doch mal eine Grenze sein, oder? 

    Wir haben grosse Schwierigkeiten mit der Kindesmutter und sie legt uns ständig Steine in den Weg. Ausserdem kommt sie ständig mit haltlosen finanziellen Forderungen und versucht wirklich jeden Franken aus ihm raus zu klagen. Ich denke, sie könnte das ausnutzen, da sie pro Monat CHF 1000 Alimente für den Sohn bekommt.
    Der Junge ist etwas "zurückgeblieben", hat Sprachschwierigkeiten und ist für seine 17 Jahre überhaupt nicht selbstständig, das heisst er macht was sie ihm sagt ohne darüber nachzudenken. 

    Besten Dank im Voraus für hilfreiche Antworten. 

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  2. Unsere Enkelin wird im Juni 18 jährig und ist in der Lehre. Sie wohnt meistens bei ihrem Freund zu Hause. Sie möchte nun in der Nähe ihres Arbeitsplatzes eine Wohnung mieten.
    Ihre Dominikanische Mutter ist wieder verheiratet und arbeitet in einem Betrieb. Laut Gerichtsurteil vor 3 Jahren bekommt die Mutter vom Vater der Enkelin monatlich Alimente. Wenn ihre Tochter jedoch in eine eigene Wohnung zieht will sie ihr nichts mehr bezahlen. Sie will den Freund auch nicht kennen lernen. Die Alimente braucht die Mutter nun für sich selber.
    Wie soll man sich in dieser Situation verhalten?

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  3. von SecretSecretary, 17.01.19 um 11:17Grüezi Mitenand

    Der Sohn meines Mannes möchte eine Ausbildung zum Tierpfleger in einer Tierpension machen. Nun hat er schon diverse Wochen in den Ferien dort "geschnuppert" und wurde nun auf Grund eines "Auswahlverfahrens" angenommen.

    Allerdings nur für ein einjähiges Praktikum. Ausbildungsvertrag unterschrieben hat er keinen, nur den Praktikumsvertrag. Dieses wird auch mit CHF 650/Monat vergütet. 

    Meine Frage ist: Das Alimente während der Erstausbildung bezahlt werden ist klar und auch völlig ok. 
    Wenn er jetzt aber beispielsweise nach diesem Jahr nochmal ein Jahr Praktikum dort machen soll, oder sich in dem Jahr umentscheidet, in einer anderen Branche wieder ein einjähriges Praktikum macht, dann sich vielleicht nochmal umentscheidet... 
    Irgendwo muss doch mal eine Grenze sein, oder? 

    Wir haben grosse Schwierigkeiten mit der Kindesmutter und sie legt uns ständig Steine in den Weg. Ausserdem kommt sie ständig mit haltlosen finanziellen Forderungen und versucht wirklich jeden Franken aus ihm raus zu klagen. Ich denke, sie könnte das ausnutzen, da sie pro Monat CHF 1000 Alimente für den Sohn bekommt.
    Der Junge ist etwas "zurückgeblieben", hat Sprachschwierigkeiten und ist für seine 17 Jahre überhaupt nicht selbstständig, das heisst er macht was sie ihm sagt ohne darüber nachzudenken. 

    Besten Dank im Voraus für hilfreiche Antworten. 


    Mir scheint die Situation schwierig zu sein. Massgeblich ist, was im Scheidungsurteil steht (Sorgerecht, Kindsrecht). Laut Ihrem Schreiben hat der Sohn Ihres Mannes eine Behinderung und könnte für seine Ausbildung IV mit Jobcoaching beanspruchen, was eine Abklärung der IV zur Folge hätte.  Offenbar ist die Gesprächskultur mit der Kindsmutter auch gestört.
    Ich denke, dass eine Beratung bei Pro Infirmis Klarheit und Unterstützung schaffen könnte. Allerdings müsste Ihr Mann mit dem Scheidungsurteil zu einem Beratungsgespräch zu dieser Stelle gehen und die Situation schildern, damit auch die Kindsmutter und der Sohn miteinbezogen werden und für alle eine klare Situation geschaffen werden kann.
    Sie müssten sich jedoch aus der Angelegenheit heraushalten, da Sie Ihren Mann in dieser Angelegenheit nicht vertreten können. Ich denke, dass eine erfolgreiche Erstausbildung für den Sohn im Focus steht, damit er mit Hilfestellungen zur Selbständigkeit kommen könnte.


    Alles Gute!
    Boé Nagel
     

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  4. von Erwin, 19.01.19 um 17:09Unsere Enkelin wird im Juni 18 jährig und ist in der Lehre. Sie wohnt meistens bei ihrem Freund zu Hause. Sie möchte nun in der Nähe ihres Arbeitsplatzes eine Wohnung mieten.
    Ihre Dominikanische Mutter ist wieder verheiratet und arbeitet in einem Betrieb. Laut Gerichtsurteil vor 3 Jahren bekommt die Mutter vom Vater der Enkelin monatlich Alimente. Wenn ihre Tochter jedoch in eine eigene Wohnung zieht will sie ihr nichts mehr bezahlen. Sie will den Freund auch nicht kennen lernen. Die Alimente braucht die Mutter nun für sich selber.
    Wie soll man sich in dieser Situation verhalten?


    Ab dem 18. Lebensjahr ist Ihre Enkelin mündig und der Kindsvater kann die Alimente direkt an sie überweisen. Allerdings ist massgeblich, was im Scheidungsurteil steht: in der Regel muss der Kindsvater Alimente bis zur Beendigung der Erstausbildung bezahlen, es gibt aber auch Ausnahmen. Ihre Enkelin könnte Auskunft und Unterstützung beim Amt für Lehrlingsausbildung oder auch bei der Kant. Stipendienstelle erhalten. Meiner Meinung nach ist das Verhalten der Kindsmutter nicht legal.

    Alles Gute für Ihre Enkelin!

    Boé Nagel

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