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Alimente in der Höhe gerechtfertigt?

  1. Hallo zusammen
    Ich habe folgende Frage.
    Meine Ex-Konkubinatspartnerin und ich sind nun seit einem Jahr getrennt. Nach der Geburt meines Sohnes (06/2013) haben wir das gemeinsame Sorgerecht beantragt und auf meinen Wunsch einen Unterhaltsvertrag ausarbeiten lassen (KESB). Die Berechnung fiel damals für mich relativ hoch aus, hat mich jedoch nicht weiter beschäftigt, da für mich das Inkrafttretens dieses Abkommens gar nie in Frage käme.
    Nun da wir getrennt sind bezahle ich diesen hohen Betrag (CHF 1'700 + CHF 200 KG). Da meine Ex-Partnerin als Flugbegleiterin arbeitet und die Berechnungen damals auf AP 50% ihrerseits gemacht wurden trage ich natürlich einen sehr grossen Teil der Alimente.
    Nun ist es jedoch so, dass dadurch das sie viel am fliegen ist betreue ich den kleinen rund 10-15 Tage/Abende im Monat. Sprich ich habe ihn zum Glück jedes zweite WE, jedoch auch zum Glück diverse Abende unter der Woche nach der Krippe oder einer anderen Aufsichtsperson (Gotte, Grossmutter etc.).
    Ich möchte ganz klar in den Vordergrund stellen, dass ich meinen Sohn gerne jeden Tag bei mir hätte, für mich sich einfach die Frage stellt, sind die "hohen" Alimentszahlungen dann noch gerechtfertigt. Noch dazu, dass meine Ex nun 60% arbeitet und rund CHF 300 mehr verdient, mir aber in keinster Weise entgegen kommen möchte. Selbst Medikamente, die ich übers WE für unseren Sohn kaufte konnten nicht einmal hälftig geteilt werden.
    Ich habe durch die Betreuung z.T. bis zu CHF 200-300 Mehrbelastung im Monat (Windeln, Essen, Unternehmungen, Benzin, Parkgebühren fahre sonst ÖV) und ich frage mich einfach ist das gerecht?
    Meine Ex lässt sich den Garten neu machen, richtet sich neu ein, geht mehrmals pro Jahr in die Ferien.................... und ich kann wenn dann nur ein paar hundert Franken auf die Seite bringen und max. einmal pro Jahr kleine Ferien machen.
    Bekannte oder Freunde sagen zu mir, sie hätten noch nie gehört das jemand so hohe Alimente bezahlen müsse.........

    Möchte nochmal betonen, für meinen Sohn würde ich alles geben und oder machen, mir geht es aber schon einmal darum zu wissen was rechtens oder "normal" ist.

    Danke für eure Mühe und das Feedback.

    Freundliche Grüsse

    F. Völkl

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  2. Hallo Face79

    Wir haben Ihre Frage an unsere Expertin Boé Nagel weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:

    Stellen Sie Antrag bei der KESB (die den Vertrag damals ausgearbeitet hat) auf Abänderung. Begründen Sie mit Belegen, wie sich die persönliche und wirtschaftliche Situation verändert hat und betonen Sie auch, wie Sie es mir erläutert haben, dass sie sich weiterhin verantwortungsvoll um Ihren Sohn kümmern wollen und werden. Es wäre schön, wenn Sie und Ihre Ex-Partnerin in Zusammenarbeit mit der KESB einen neuen einvernehmlichen Vertrag ausarbeiten könnten!
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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