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Alimentenbevorschussung nach dem 18. Lebensjahr

  1. Guten Tag
    Was soll ich tun? Zum Verständnis kurz die Eckdaten dazu.
    geschieden, 2 Kinder, 17 und 19 Jahre, Kinderalimente wurden bevorschusst bis 12/2012, im Konkubinat lebend (über 5 Jahre).

    2006 Scheidung (Im Urteil steht: Kinderalimente müssen vom Kindsvater bis zur Mündigkeit bezahlt werden, da die Einkommensverhältnisse nicht klar sind, wurden diese bevorschusst)
    2006 Ex-Mann heiratet erneut und hat 2 weitere Kinder
    2013 Ab jetzt 5 Jahre im Konkubinat lebend (Bevorschussung der Kinderalimente wurde eingestellt, da das Einkommen von meinem Partner und mir über dem Maximalbetrag im Kanton BS ist). Seit dieser Zeit arbeite ich in einem 100% Pensum um über die Runden zu kommen.
    2014 bis 2015 Militärdienst Sohn mit Einkommen, Lohn und Sold. Krankenkasse wird vom Militär übernommen.
    2015 Beginn Studium. Er wird weiterhin bei mir/uns wohnen bleiben.

    Was muss ich, resp. mein Sohn nun unternehmen, dass er weiterhin die Kinderalimente vom Vater bevorschusst bekommt? Beim Gericht gegen seinen Vater klagen, will er nicht. Im Gegensatz dazu will ich aber nicht weiterhin den Teil seines Vaters auch noch mit übernehmen, da ich ja, neben dem Finanzieren des Studiums auch noch die Krankenkasse etc. übernehmen muss. Dazu kommt, dass die Tochter ebenfalls ein Studium anstrebt...

    Vielen Dank für die Hilfe

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  2. Guten Tag

    Wir haben Ihre Frage an unsere Expertin Boé Nagel weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:

    Lesen Sie Ihr Scheidungsurteil nochmals. Ihr Exmann muss nämlich für beide Kinder Alimente bis zur Beendigung der Erstausbildung, also während des Studiums bezahlen. Die Mündigkeit gilt nur, wenn sie die Erstausbildung bereits abgeschlossen haben oder keine Ausbildung absolvieren. Konsultieren Sie bitte eine Rechtsauskunftsstelle (unentgeltliche Stellen: Adressen und Ort im Internet) oder privat eine rechtliche Vertretung. Sie müssen jedoch Ihre Unterlagen bereithalten. Damit nicht ihre bereits mündigen Kinder gegen Ihren Vater klagen müssen, können Sie dies für Sie tun, da beide noch unter Ihrer Obhut stehen und bei Ihnen Wohnsitz haben.
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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