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Alimentenerhöhung als Druckmittel

  1. Liebe Frau Nagel, hallo Leute

    Meine Exfrau und ich wurden 2007 geschieden.
    Unsere Söhne sind 17 und 15 Jahre alt.
    Damals haben wir, zusammen mit einem Familientherapeuten und einer Anwältin, einen Vertag abgeschlossen.
    Ich musste Fr. 800.- / Kind und Fr. 500.- für die Mutter bezahlen. Also Fr. 2100.-/Monat.
    Man setzte mich aufs Existenzminimum und sprach mir ein Sparen fürs Alter ab. (Selbständig erwerbend)
    Vor 4 Jahren hat meine EX wieder geheiratet und nochmals 2 Kinder auf die Welt gebracht.
    Seither muss ich Fr.500.- weniger bezahlen.
    Ich kann nun seit ung. 3 Jahren diesen Betrag auf die 3te Säule einzahlen.
    Für die Kinder bezahle ich Fr. 850.-/Monat. (Ausseramtliche Abmachung)
    Die Mutter meiner Kinder ist vollumfänglich Hausfrau und ihr Mann arbeitet 80%.
    Ich habe aktuell ein steuerbares Einkommen von Fr. 56.000.-.

    Leider haben wir seit jeher verschiedene Ansichten, was die Kindererziehung betrifft.
    Aus Angst vor Streit und Drohungen, versuche ich ihren Forderungen gerecht zu werden.
    Nun hat sich die Situation jedoch zugespitzt.
    Ich solle bei Etwas mithelfen, welches Sie über meinen Kopf entschieden hat, und ich sowieso anders machen würde.
    Mein Leidensdruck ist jetzt so gross, dass ich versuche dagegenzuhalten, trotz Drohungen von wegen mehr Alimente
    bezahlen zu müssen etc..., falls ich nicht einlenke.

    Nun meine Frage:
    Könnte irgendeine Instanz mich dazu nötigen, mehr Alimente bezahlen zu müssen?

    Ich bin dankbar über Ratschläge und/oder konkrete Angaben.

    Grüssend, Werker

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  2. Guten Tag Werker

    Wir haben Ihre Frage an unsere Expertin Boé Nagel weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:

    Haben Sie das gemeinsame Sorgerecht? Da könnten Sie bei wichtigen Entscheiden mitreden! Die Ex-Frau kann sie auch nicht zur Alimentenerhöhung verklagen. Gehen Sie auf Drohungen nicht ein. Schlagen Sie Ihrer Ex-Frau allenfalls bei weiteren Rundumschlägen ein klärendes Gespräch bei der zuständigen KESB vor. Ich hoffe, dass Sie Ihr Besuchsrecht nutzen und die Kinder nicht wegen den Finanzen instrumentalisiert werden. Ihre Kinder sind alt genug, dass sie mit ihnen sprechen können, wenn sie nicht gleicher Meinung sind wie ihre Mutter.
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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  3. Liebe Frau Nagel

    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Das hat mir schon sehr geholfen.

    Sie hat das alleinige Sorgerecht.
    Die Kinder kommen regelmässig zu mir.

    Eine Frage habe ich noch:

    Nach Aussage meiner Ex, sei sie mir damals beim Vertragsabschluss entgegengekommen.
    Eigentlich müsste ich ja mehr bezahlen..., das muss ich mir dauernd anhören.
    Wie sehen Sie das aufgrund meiner Zahlen? Ist das nicht in etwa Durchschnitt?

    Vielen Dank

    editiert am 14.07.15 um 22:10

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  4. Guten Tag

    Von aussen gesehen, sehe ich aufgund Ihrer Zahlen keine Veranlassung, dass Sie Ihre Ex-Frau immer wieder darauf anspricht. Ich vermute eher, natürlich auch von aussen gesehen, dass Ihre Exfrau, ihre persönlichen Schwierigkeiten auf Sie projiziert (einen Schuldigen muss ja man haben) und sie auch deshalb provoziert. Bei Gericht wird bei den Konventionen darauf gachtet, dass bei der Trennung  keine beteiligte Partei abhängig  von der Sozialhilfe wird und diese Vereinbarung war zu dieser Zeit ja genau richtig. Ich vermute auch, dass Ihre Ex-Frau Ihre Verletzlichkeiten noch immer genau kennt und weiss, wo sie Sie treffen kann und könnte.
    Ich wünsche Ihnen die Kraft, dass Sie in Zukunft Anwürfe solcher Art einfach an sich abperlen lassen und gar nicht mehr darauf eingehen (einfach ins Leere laufen lassen).
    Mir erscheint viel wichtiger, dass Sie sich weiterhin um Ihre Kinder kümmern und für diese gilt die Gegenwart und nicht die Vergangenheit.
    Nochmals alles Gute!
    Boé Nagel

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  5. Liebe Frau Nagel

    Das hat mir sehr geholfen!
    Nochmals herzlichen Dank!

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