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Deutsche in der Schweiz möchte zurück mit Kind

  1. Hallo,

    folgendes Problem.
    2014 bin ich zusammen mit dem Vater meiner Tochter in die CH gekommen. Ich habe hier komplett neu angefangen, er hat bereits seit 15 Jahren al Grenzgänger hier gearbeitet. Im Oktober 2014 kam unsere Tochter zur Welt und im Oktober 2015 bin ich ausgezogen.
    Der Unterhaltsvertrag wurde geregelt, wir haben gemeinsames Sorgerecht, alles gut. Aber dann ging es los, dass der Vater unregelmässig gezahlt hat und seine Besuche bei uns komplett unregelmässig wurden. Er war psych. angeknackst und ist im Februar 2016 auch für einige Tage in der Psychiatrie gewesen und dann in psych. Behandlung. Er hat seinen Job Ende Mai verloren und ist seit 1.Juni arbeitslos. Da hat er dann beschlossen auch nicht mehr zu bezahlen, da er ja arbeitslos ist und weniger verdient. Nun möchte er den Unterhaltsvertrag an sein Arbeitslosengeld anpassen lassen und da er der Meinung ist, dass er bisher zuviel bezahlt hat, möchte er auch rückwirkend den Unterhalt gekürzt haben, sodass ich zurückzahlen muss. (Man muss vielleicht auch erwähnen, dass er nur auf 60% arbeitet und nicht mehr arbeiten möchte)
    Mittlerweile habe ich darauf bestanden dass er alle 14 Tage kommt und Sa/ So auf seine Tochter aufpasst. Das läuft nun endlich regelmässig.

    Ich selber arbeite auf 60% und bin mit dem bisherigen Unterhalt gerade so hingekommen. Zusammen sind es mit Unterhalt, meinem Gehalt und Kindergeld ca. CHF 3500,-
    Da er jetzt aber nicht zahlt musste ich Alimentenbevorschussung beantragen, der Antrag läuft noch.
    Über die FEU möchte der Vater nun eine Mediation um den Unterhalt zu kürzen, der ich nach längerem Nachdenken auch zugestimmt habe, da sie mich zu nichts zwingt und mir auch empfohlen wurde.

    Mein eigentliches Anliegen ist aber: ich möchte gerne mit meiner Tochter zurück nach Deutschland. Dort hätte ich die psych. und phys. Unterstützung, die ich hier nicht habe/ bekomme. Ich habe hier kein soziales Umfeld, keine Verwandtschaft und so gut wie keine Freunde.
    Sollte der Unterhalt gekürzt werden, so weiss ich nicht, wie ich überleben soll. Ich habe die B-Bewilligung.

    Weiss irgendwer ob ich zurück kann, wie meine Chancen sind bzw. was Gründe wären, dass dies möglich wäre?
    Ich weiss dass der Vater zustimmen muss und da wird er nie im Leben tun (irgendwo ja verständlich), aber ich möchte eigentlich gar nicht mehr hier bleiben.
    Kann man mich zwingen? Wie schaut es aus mit der Bewilligung? Sollte ich Sozialhilfe bekommen (müssen), wird meine Bewilligung dann trotzdem verlängert?

    Tausend Dank für Eure Hilfe!!!

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  2. Hallo Caroline

    Wir haben Ihre Frage an unsere Expertin Boé Nagel weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:

    Abänderungen von vertraglich belegten Unterhaltsbeiträgen/Kinderalimente können nur auf Antrag und durch diejenige Behörde (die den Vertrag erstellt hat) genehmigt werden. Bis das passiert ist, gilt der aktuelle Vertrag, auch als Rechtstitel, und das wird Ihnen auch die Inkassostelle bestätigen. Natürlich kann die Inkassostelle nicht Geld einkassieren, das nicht vorhanden ist, jedoch eine rückwirkende Geltungsmachung von bereits bezahlten Unterhaltsbeiträgen kann ihr Ex-Partner vergessen.
    Wenn ich Ihre Zeilen lese, fällt mir auf, dass es gar nicht um das Wohl des Kindes geht, sondern um das Wohl des Kindsvaters. Ein Mediationsgespräch ist wirklich angesagt, jedoch am Besten bei der Behörde (KESB). Wenn Ihr Ex-Partner eine massive gesundheitliche Beeinträchtigung hat, die auch seine Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, soll er dies bei diesem Gespräch mittels ärztlichem Zeugnis ebenfalls thematisieren und eventuell überprüfen lassen, ob eine Teil-IV angesagt ist. Ebenfalls müssen Sie Ihren Wunsch, in Ihre Heimat zurückzukehren mit dem Kind bei diesem Gespräch erörtern und begründen, damit auch die Einwilligung  des Kindsvaters und ein mögliches Besuchsrecht diskutiert werden kann.
    Tendieren Sie dem Kind zuliebe möglichst auf einvernehmliche Vereinbarungen, damit es für beide Elternteile eine annehmbare Lösung gibt.
    Falls Sie Sozialhilfe beantragen müssten, werden die Sozialbehörden sehr genau hinschauen, was wirtschaftlich für Ihren Ex-Partner und für Sie und das Kind tragbar ist. Dass Sie jedoch mittellos mit Ihrem Kind ausgewiesen würden, ist eher unwahrscheinlich.
    Ich wünsche Ihnen viel Zuversicht und alles Gute!
    Boé Nagel

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  3. Hey corinna ich habe ein ähnliches problem hoffe du öiest das noch da dein beitrag ja schon älter ist .
    Ich qürde mich freuen wenn du mich kontaktierst 
    Lg kathrin 

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  4. von Caroline77, 13.07.16 um 15:42Hallo,

    folgendes Problem.
    2014 bin ich zusammen mit dem Vater meiner Tochter in die CH gekommen. Ich habe hier komplett neu angefangen, er hat bereits seit 15 Jahren al Grenzgänger hier gearbeitet. Im Oktober 2014 kam unsere Tochter zur Welt und im Oktober 2015 bin ich ausgezogen.
    Der Unterhaltsvertrag wurde geregelt, wir haben gemeinsames Sorgerecht, alles gut. Aber dann ging es los, dass der Vater unregelmässig gezahlt hat und seine Besuche bei uns komplett unregelmässig wurden. Er war psych. angeknackst und ist im Februar 2016 auch für einige Tage in der Psychiatrie gewesen und dann in psych. Behandlung. Er hat seinen Job Ende Mai verloren und ist seit 1.Juni arbeitslos. Da hat er dann beschlossen auch nicht mehr zu bezahlen, da er ja arbeitslos ist und weniger verdient. Nun möchte er den Unterhaltsvertrag an sein Arbeitslosengeld anpassen lassen und da er der Meinung ist, dass er bisher zuviel bezahlt hat, möchte er auch rückwirkend den Unterhalt gekürzt haben, sodass ich zurückzahlen muss. (Man muss vielleicht auch erwähnen, dass er nur auf 60% arbeitet und nicht mehr arbeiten möchte)
    Mittlerweile habe ich darauf bestanden dass er alle 14 Tage kommt und Sa/ So auf seine Tochter aufpasst. Das läuft nun endlich regelmässig.

    Ich selber arbeite auf 60% und bin mit dem bisherigen Unterhalt gerade so hingekommen. Zusammen sind es mit Unterhalt, meinem Gehalt und Kindergeld ca. CHF 3500,-
    Da er jetzt aber nicht zahlt musste ich Alimentenbevorschussung beantragen, der Antrag läuft noch.
    Über die FEU möchte der Vater nun eine Mediation um den Unterhalt zu kürzen, der ich nach längerem Nachdenken auch zugestimmt habe, da sie mich zu nichts zwingt und mir auch empfohlen wurde.

    Mein eigentliches Anliegen ist aber: ich möchte gerne mit meiner Tochter zurück nach Deutschland. Dort hätte ich die psych. und phys. Unterstützung, die ich hier nicht habe/ bekomme. Ich habe hier kein soziales Umfeld, keine Verwandtschaft und so gut wie keine Freunde.
    Sollte der Unterhalt gekürzt werden, so weiss ich nicht, wie ich überleben soll. Ich habe die B-Bewilligung.

    Weiss irgendwer ob ich zurück kann, wie meine Chancen sind bzw. was Gründe wären, dass dies möglich wäre?
    Ich weiss dass der Vater zustimmen muss und da wird er nie im Leben tun (irgendwo ja verständlich), aber ich möchte eigentlich gar nicht mehr hier bleiben.
    Kann man mich zwingen? Wie schaut es aus mit der Bewilligung? Sollte ich Sozialhilfe bekommen (müssen), wird meine Bewilligung dann trotzdem verlängert?

    Tausend Dank für Eure Hilfe!!!


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  5. Hallo
    Ich hätte da ein ähnliches problem
    Hoffe du liest das noch da der beitrag ja schon älter ist.
    Ich würde mich freuen wenn du mich kontaktierst
    Lg kathrin

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  6. von Kathrin, 11.12.18 um 14:08Hallo,

    folgendes Problem.
    2014 bin ich zusammen mit dem Vater meiner Tochter in die CH gekommen. Ich habe hier komplett neu angefangen, er hat bereits seit 15 Jahren al Grenzgänger hier gearbeitet. Im Oktober 2014 kam unsere Tochter zur Welt und im Oktober 2015 bin ich ausgezogen.
    Der Unterhaltsvertrag wurde geregelt, wir haben gemeinsames Sorgerecht, alles gut. Aber dann ging es los, dass der Vater unregelmässig gezahlt hat und seine Besuche bei uns komplett unregelmässig wurden. Er war psych. angeknackst und ist im Februar 2016 auch für einige Tage in der Psychiatrie gewesen und dann in psych. Behandlung. Er hat seinen Job Ende Mai verloren und ist seit 1.Juni arbeitslos. Da hat er dann beschlossen auch nicht mehr zu bezahlen, da er ja arbeitslos ist und weniger verdient. Nun möchte er den Unterhaltsvertrag an sein Arbeitslosengeld anpassen lassen und da er der Meinung ist, dass er bisher zuviel bezahlt hat, möchte er auch rückwirkend den Unterhalt gekürzt haben, sodass ich zurückzahlen muss. (Man muss vielleicht auch erwähnen, dass er nur auf 60% arbeitet und nicht mehr arbeiten möchte)
    Mittlerweile habe ich darauf bestanden dass er alle 14 Tage kommt und Sa/ So auf seine Tochter aufpasst. Das läuft nun endlich regelmässig.

    Ich selber arbeite auf 60% und bin mit dem bisherigen Unterhalt gerade so hingekommen. Zusammen sind es mit Unterhalt, meinem Gehalt und Kindergeld ca. CHF 3500,-
    Da er jetzt aber nicht zahlt musste ich Alimentenbevorschussung beantragen, der Antrag läuft noch.
    Über die FEU möchte der Vater nun eine Mediation um den Unterhalt zu kürzen, der ich nach längerem Nachdenken auch zugestimmt habe, da sie mich zu nichts zwingt und mir auch empfohlen wurde.

    Mein eigentliches Anliegen ist aber: ich möchte gerne mit meiner Tochter zurück nach Deutschland. Dort hätte ich die psych. und phys. Unterstützung, die ich hier nicht habe/ bekomme. Ich habe hier kein soziales Umfeld, keine Verwandtschaft und so gut wie keine Freunde.
    Sollte der Unterhalt gekürzt werden, so weiss ich nicht, wie ich überleben soll. Ich habe die B-Bewilligung.

    Weiss irgendwer ob ich zurück kann, wie meine Chancen sind bzw. was Gründe wären, dass dies möglich wäre?
    Ich weiss dass der Vater zustimmen muss und da wird er nie im Leben tun (irgendwo ja verständlich), aber ich möchte eigentlich gar nicht mehr hier bleiben.
    Kann man mich zwingen? Wie schaut es aus mit der Bewilligung? Sollte ich Sozialhilfe bekommen (müssen), wird meine Bewilligung dann trotzdem verlängert?

    Tausend Dank für Eure Hilfe!!!


    Ihr Schreiben tönt pessimistisch und traurig. Ihr Fluchtgedanke, zurück nach Deutschland, scheint mir deshalb logisch. Jedoch muss ich zuerst an Ihr Kind denken! Sowohl Ihr Kind und auch Sie brauchen Zuversicht! 
Ich denke, dass Sie Hilfestellung einer Beratungsstelle in Anspruch nehmen sollten, anstatt sich „einzuigeln“, zu isolieren. Es gibt auch hier viele Möglichkeiten, dass Sie mit Ihrem Kind ein Sozialleben aufbauen können, jedoch benötigen Sie Unterstützung! Ihr Ziel könnte es auch sein, dass Sie mit fachlicher Hilfe ein einvernehmliches Verhältnis zum Kindesvater und Ex-Partner schaffen könnten. So könnten Sie möglicherweise gemeinsam Ihrem Kind Zuversicht und Sicherheit bieten. 
Beratungsstellen in Ihrer Wohngegend finden Sie im Internet (z.B. evangelischer Frauenbund). Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute!
Boé Nagel

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