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  1. Lieber Luis
    Es ist nicht die Stipendienstelle des Kanton SG, die Ihrem Stiefsohn das Stipendium verunmöglichen will! Der Deal, den Ihre Exfrau damals mit ihrem brasilianschen Ex-Mann gemacht hat (dass er keinen Unterhalt bezahlen muss) ist nach unserem Recht ungesetzlich. Falls Leistungen in der Schweiz beansprucht werden, gilt das schweizerische Recht. Das Opfer scheint nun wirklich Ihr Stiefsohn zu sein! Es wurde einfach über ihn entschieden und wird ihm möglicherweise auch den Weg auf der Suche nach seinen Wurzeln versperren, wenn dies für ihn wichtig wird. Ihre Exfrau ist für den Lebensnachweis und Einkommens- und Vermögensnachweis des Vaters verantwortlich. Falls die Suche erfolgreich ist, muss sie dies nachweisen und durch die Botschaft beglaubigen lassen (und auch z.B. wenn er mittellos/arbeitslos ist), und wenn die Suche erfolglos ist. Dieser Nachweis ist für unsere Behörde dann die Entscheidungsgrundlage. Ihre Frage, ob dies der Mutter, also ihrer Exfrau zumutbar ist, muss ich ganz klar mit JA beantworten.
    Wie Ihre Verantwortlichkeit gegenüber Ihrem Stiefsohn ist, kann und will ich nicht beurteilen. Jedenfalls finde ich es gut, dass Sie sich Sorgen um seine Zukunft machen. Zumindest hat er in seinem Dilemma Ihre moralische Unterstützung und ich hoffe auch, dass zwischen Ihnen noch eine Beziehung besteht. Alles Gute für Sie und Ihren Stiefsohn!

    Liebe Grüsse,
    Boé Nagel

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  2. Hallo,

    Habe ein Anliegen das ich in 10 Jahren nie aufklären konte. Mein Ex-Mann hat vor 10 Jahren nach der scheidung das Land verlassen und ist nach Italien gezogen. Somit hatt mann die Alimente von 2400.- für 3 Kinder auf 700.- gesetzt. JEdoch hat er auch diese nicht bezahlt und mir ein SChuldenhaufen hinterlassen. Ich erhalte ja nun Alimentenbevorschussung in der höhe von 700.- für alle 3 Kinder, der Rest kommt vom Sozialamt. Mein Ex Mann möchte jedoch immer die Kinder für die Ferien. Nun meine Frage:

    1. Hat er das Recht die Kinder über die Ferien bei sich in Italien zu haben wenn er seit ca 10 Jahren kein cent bezahlt hat?
    2. In Italien ist die Scheidung noch nicht gemacht worden. Er erhält Kinderzulagen vom staat! Dies werde ich anfangs nächstes jahr noch erledigen.
    3. Wieso betreibt die Alimentenbevorschussung ihn nicht? Er wir immerhin bald ein Land erben das ca 300'000 Euro wert ist?

    Ich habe meine 3 Kinder ohne hilfe aufgezogen und habe auf alles verzichtet ( aber gerne für meine Kinder). Nun habe ich ein Freund und er möchte im prinzip das wir nun das ticket für die Kinder bezahlen. Wass soll ich nun machen ...... er macht stetig psychospiele mit mit und mit den Kindern ( so zu sagen, wenn Ihr nicht bezahlt, dann kommt ihr eben nicht!!)

    Grüsse
    traurig aber wahr!!

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  3. Liebe Traurig aber wahr

    Traurig aber wahr ist die Situation vor allem für Ihre drei Kinder! Die Kinder – und um die es in erster Linie geht – sind seit der Scheidung in einem Loyalitätskonflikt. Sie schreiben nicht, ob die Kinder den Vater gerne in Italien besuchen möchten. Ich vermute, dass die Kinder spüren, dass es nicht um Beziehung, sondern um ungelöste finanzielle Probleme der Eltern geht. Nun mischt noch der neue Freund mit, indem er „stetige Psychospiele“ mache.

    Das Besuchrecht sollte aber eigentlich ausgeübt werden können, damit die Kinder auch eine Beziehung zum andern Elternteil und der Verwandtschaft erhalten und haben können.

    Wie Sie schreiben, ist die finanzielle Situation noch ungeklärt, da Sie noch nicht geschieden sind. Diese Situation erlaubt es auch der Alimenteninkassostelle nicht, einzugreifen.

    Damit Sie auch den Rechten Ihrer Kinder, die Sie lieben, gerecht werden können, rate ich Ihnen die Unterstützung einer Fachperson der Jugend- und Familienhilfe Ihrer Wohngemeinde anzunehmen. So könnten sie auch, wenn notwendig, juristische Hilfestellung in Anspruch nehmen, um die Situation zu klären. Beziehen Sie weder Ihre Kinder noch ihren neuen Freund in die noch ungelösten finanziellen und juristischen Streitigkeiten ein!

    Trotzdem, wünsche ich Ihnen frohe Festtage und viel Mut, die notwendigen Schritte zu unternehmen.



    Liebe Grüsse,
    Boé Nagel

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  4. Liebe Frau Nagel
    Was Sie in Ihrer Antwort "ganz klar mit JA beantworten" müssen, nämlich dass es der Mutter zumutbar sei, einen Einkommensnachweis des leiblichen Vaters, der unbekannten Aufenthaltes ist und nicht zahlungspflichtig ist, hat die Stipendienstelle des Kantons SG nach einer Eingabe mit "NEIN" beantwortet. Die Leitung der Stipendienstelle SG ist der Argumentation gefolgt, dass dieser Nachweis unverhältnismässig schwierig wäre und für die Berechnung des Stipendiums kaum Bedeutung hätte. Der Stiefsohn hat daher das beantragte Stipendium zugesprochen bekommen.

    Was mich an Ihrer Antwort enttäuscht hat, ist nicht primär, dass Sie den Sachverhalt rechtlich nicht richtig beurteilt haben, sondern, dass Sie sich ohne abzuwägen, auf die Seite der Behörde gestellt haben und vor allem, dass Sie der betroffenen Mutter keinen Mut zugesprochen haben. Das war schade und vielleicht sollten Sie dahingehend Ihre Haltung überprüfen.

    Freundliche Grüsse, luis

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  5. Lieber Luis


    ich arbeite selbst bei einer Behörde. Frau Nagels Antwort ist grundsätzlich korrekt! Dass es Unterschiede bei der Beurteilung einzelner Fälle gibt, ist klar. Ich finde es schade, dass so reagiert wird.... Frau Nagel gibt sich Mühe, die Antworten einfach und verstädnlich zu formulieren - das ist nicht einfach, weil viele Sachverhalte sehr komplex sind und dann kommt ein solcher Kommentar!!!

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  6. Liebe Lea
    Ich habe mit meiner Antwort an Frau Nagel meine Enttäuschung ausgedrückt. Das dürfte schon noch im Rahmen des Erlaubten sein oder nicht?
    Wenn man in bestimmten Rechtsfragen (hier: Verwaltungsrecht) nicht sattelfest ist, sollte man eben nicht so tun, als ob man solche Themen mit "ganz klar" beantworten kann. Man sollte dann besser formulieren "ich gehe davon aus, dass ..." oder "wahrscheinlich ..." oder so ähnlich.
    Und wie gesagt, sollte man den Betroffenen Mut machen und nicht so reagieren, "da habt ihr aber früher etwas falsch gemacht und nun ist der Sohn der Leidtragende".
    Leute mit einem Anliegen sollte man immer (!) ermutigen.
    Schöne Grüsse, Luis

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  7. Die Redaktion familienleben.ch erhielt folgende Frage:

    Ich bin frisch pensioniert, habe keine Pensionskasse, nur ein kleines Freizügigkeitskonto. Bezahlen muss ich monatlich einen Beitrag meinem Konkubinats-Partner fürs Leben. Es ist eine ganz andere Situation als bei den Verheirateten. Die verheiratete Frau hat Anspruch auf Vermögen vom Partner. Und ich? Gibt es Beispiele, wo der Partner eine einmalige oder monatliche Schenkung oder letzte Verfügung usw. macht? Meine Gefühle wechseln von Gemein zu ok. ist gerecht so wie ich es habe. Danke für Antworten.

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  8. Lieber familienleben.ch User

    Leider kann ich aufgrund Ihrer Angaben Ihre Frage nicht wirklich beantworten. Ich nehme an, dass Sie ein gültiges Scheidungsurteil aus der Schweiz haben, das die Alimente regelt. Falls das der Fall ist, kann ihnen die zuständige Alimenteninkassostelle in der Schweiz weitere Auskünfte geben, was aber möglicherweise mit einigem administrativem Aufwand verbunden ist. Der Gerichtsstandort ist der Scheidungsstandort, wo Sie Ihre Klage einreichen müssten.

    Liebe Grüsse,


    Boé Nagel

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  9. Guten Tag Frau Nagel,

    mein Patenkind ist 28 Jahre alt. Die Eltern haben sich getrennt als sie noch ein Kind war. Er hat Alimente bezahlt. Sie hat die Kantonsschule besucht und mit 18 eine Lehre begonnen. Es ist doch korrekt, das der Vater die Alimente ab 18 direkt auf das Konto meines Patenkindes hätte einzahlen müssen?
    Die Mutter hat ein Gemeinsames Konto für die Töchter gemacht und nur sie hatte die Vollmacht. Mein Patenkind hat, trotz Lehre zuhause viel Hausarbeit gemacht, alle ihre persönlichen Ausgaben, Krankenkasse, Fahrkosten, Mittagessen alles selber bezahlt. Die Mutter hat die Alimente zum Wohnungskauf Kredit abbezahlen gebraucht. Darf sie das? Wenn nein, hat mein Patenkind die Möglichkeit die Alimente zurückzufordern? Ich danke Ihnen und verbleibe mit liebem Gruss sandrai

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  10. Hallo Frau Nagel
    ab Prozentual wie viel Unterschied des Einkommens macht es Sinn eine Änderung der Unterhaltszahlung anzustreben ? Nach neuem Ehegesetz zahle ich für meine Ex Frau und meine 2 minderjährige Kinder Alimente und Unterhalt , die volljährige Tochter studiert und ist bei der Mutter ausgezogen, lebt in einer WG. Die Tochter wird von mir unterstützt mit einem Betrag der über dem festgelegtem liegt. Die Stelle und das Einkommen die ich beim Zeitpunkt der Scheidung hatte und als Berechnungsgrundlage des Gerichtes diente , habe ich aus wirtschaftlichen Gründen verloren.
    Meine neues Einkommen liegt rund 20 % unter dem berechneten, der Unterhalt der Tochter ist nun auch höher und nicht berücksichtigt.
    Welcher Weg ist einzuschlagen ; mit der Erfahrung der Scheidung und den kosten des Anwaltes ( weil es ein endloses hin und her wegen der Höhe des Unterhaltes gab ) will ich mir diesen schritt gut überlegen, resp. sicher sein dass die Reduktion nicht für den Anwalt gebraucht wird.

    Besten Dank für ein Typ

    Roger

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