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  1. Lieber Roger

    Runde 20 % weniger Verdienst seit der Berechnung des Scheidungsurteils würde theoretisch eine Abänderungsklage begründen. Bei Ihnen scheinen aber auch Änderungen der persönlichen Verhältnisse vorzuliegen. Ich empfehle Ihnen daher, dass Sie ein genaues Budget (mit Belegen) erstellen (www.budgetberatung.ch). Was Sie Ihrer mündigen Tochter im Studium darüber hinaus zuwenden, dürfen Sie nicht ins Budget einbauen (Freiwilligkeit aus persönlichen Gründen). Aufgrund der realen Zahlen kann Ihr Anwalt dann die Klage einreichen und auch eine Vorausberechnung machen. Ihre Exehefrau wird dann ebenfalls ihr nun verändertes Budget (Auszug der mündigen Tochter, Wohnungsgrösse) vorweisen müssen. Eventuell stellt sich aufgrund der effektiven Zahlen heraus, dass Ihre mündige Tochter berechtigt ist, Stipendien zu beantragen. Besprechen Sie im Vorfeld mit Ihrem Anwalt die Kosten. Da Sie ja selbst vorbereitend die Budgetierung machen, dürften sich die Anwaltskosten in Grenzen halten.


    Freundliche Grüsse,


    Boé Nagel

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  2. Liebe Sandrai

    Ihre Patentochter hätte seinerzeit mit 18 Jahren eine direkte Alimentenforderung bis zur Beendigung der Lehre an ihren Vater stellen müssen und hätte so ihr Geld, nebst dem Lehrlingslohn selbstverwaltet (wird meistens auch so gemacht). Die Mutter wäre dann berechtigt gewesen, aufgrund des Budgets ihrer Tochter, auch ein Kostgeld und einen Mietanteil zu verlangen. Es ist schwierig, rückwirkend eine Berechnung, respektive eine Forderungsklage, gegenüber der Mutter zu empfehlen. Die Tochter könnte aber gegenüber der Mutter anregen, dass aufgrund ihrer Fakten, ein Anteil des Wohneigentums auf sie überschrieben wird, was aber steuerrechtliche Folgen für beide Seiten hätte und eine Beratung erfordern würde.


    Freundliche Grüsse,


    Boé Nagel

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  3. Besten Dank für Ihre Antwort
    der Satz
    Was Sie Ihrer mündigen Tochter im Studium darüber hinaus zuwenden, dürfen Sie nicht ins Budget einbauen (Freiwilligkeit aus persönlichen Gründen)
    bedarf für mich eine Erklärung ; die Tochter ist mündig und in der Erstausbildung. Sie studiert Medizin im 1ten Semester und ist zuhause ausgezogen. Im Scheidungsurteil wir sie nicht erwähnt , auch was den Unterhalt betrifft. Die Mutter ist der Ansicht , dass ich für den Unterhalt ( WG , Studium etc. ) nun voll umfänglich zuständig bin , da ja Sie keinen Unterhalt für die Tochter mehr bekommt. Meine Ex Frau hat das in meinem Besitz gewesene Haus übernommen und mir den Erbteil den ich für den Hauskauf eingebracht habe ausbezahlt. Nun ist sie der Meinung , ich habe genug Geld um dies zu finanzieren.
    Frage ; was ist im Einkommen zu rechnen , sind die Zahlungen von UHZ und Alimente auch Einkommen ?
    Hintergrund , im Scheidungsurteil wurde ein Betrag festgelegt ,wird dieser überschritten kann die Zahlung um die Hälfte abgezogen werden.

    Gruss Roger

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  4. Lieber Roku

    Klärung der Alimente für die mündige, nun im Studium befindliche, Tochter:
    Im Scheidungsurteil wurden seinerzeit die Alimente aufgrund der damaligen finanziellen Verhältnisse beider Ehepartner festgelegt.
    Das Gesetz sieht vor, dass die Alimente bis zur vollendeten Erstausbildung, bei Ihnen bis zum Abschluss des Studiums der Tochter, geschuldet ist.
    Die Meinung der Exehefrau bezüglich der zusätzlichen Kosten, ist in Ihrem Fall nicht richtig.
    Sie müssen Klage auf Abänderung des damaligen Scheidungsurteils beim zuständigen Bezirksgericht aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse einreichen. Dabei wird nicht nur Ihre wirtschaftliche und persönliche Situation, sondern auch diejenige Ihrer Exfrau berücksichtigt. Da nach Gesetz beide Elternteile für ihre, sich in Ausbildung befindenden Kinder, unterhaltspflichtig sind, könnte die Situation für Sie geklärt werden.

    Liebe Grüsse,


    Boé Nagel

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  5. > Guten Tag
    >
    > Ich wollte mich kurz an Sie wenden und hoffe, Sie können mir helfen, obwohl ich im Wallis wohnhaft bin ..
    > Ich erwarte in einer Woche mein zweites Kind und bin nicht verheiratet.
    > Der Kindsvater hat sich nun von mir getrennt und macht erst nach der Geburt eine Anerkennung.
    > Über das erste Kind (vom selben Mann) besteht bis jetzt ein Unterhaltsvertrag, welcher mir monatlich 650.- Fr zusichert. Nun habe ich von der sogenannten Zürcher Tabelle im Wallis gehört, mit den Zahlen von 1220.- Fr. pro Kind (ab 2 Kindern).
    > Wird dieser Betrag auch halbiert, wenn wir unterschiedliche Arbeitspensen haben (ich arbeite 50%, der Kindsvater 100%) oder den entsprechenden Pensen angepasst?
    > Auch wollte ich mich erkundigen, ob ich Anrecht auf Art. 295 ZGB habe (Unterhalt für ledige Mutter während 4 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt)?
    > Ich verdiene 1941.60 plus 650.- Alimente plus 275.- Kinderzulagen, nach der Geburt verringert sich mein Verdienst auf 80%. Falls ja, wie viel steht mir zu, wie lässt sich das berechnen?
    >
    > Ich bedanke mich vielmals für Ihre Auskunft und hoffe, dass Sie mir (in meiner wie mir scheint auswegslosen Situation) weiterhelfen können ...

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  6. Alimente im Wallis

    Ihre Anfrage ist komplex. Sie haben zwar eine gute Auflistung gemacht und ich muss Sie damit aber gleich an Ihre lokale Beratungsstelle verweisen, da die Stelle, welche die erste Vaterschaftsregelung mit Unterhaltsvertrag gemacht hat, wohl auch die zweite machen wird. Von Vorteil wäre, wenn die Vaterschaftsregelung für Ihr zweites Kind möglichst bald erfolgen würde, damit Sie Ihre Antwort betreffend exsistenzsichernden Angaben erhalten können. Auch die zweite Regelung wird aufgrund der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Kindesvaters erfolgen. Die Zahl, die Sie der Tabelle entnommen haben, ist die Maximalzahl (Wenn hohes Einkommen des KV vorhanden ist). In der Regel muss aber so gerechnet werden, dass die festgesetzten Alimente, notfalls auch durch die Alimenteninkassostelle bevorschusst werden können und die werden aus den realen Verhältnissen berechnet. Da Sie keine Angaben machen, ob Sie Ihre Arbeit auch nach dem Mutterschaftsurlaub wieder aufnehmen werden und ob ihre Kinder Fremdbetreuung benötigen, kann ich Ihnen keine prognositischen finanziellen Perspektiven aufzeigen. Die gesetzliche Regelung betreffend Mutterschaftsurlaub scheint von Ihrer Arbeitsstelle aus geklärt zu sein. Eventuell kann Ihnen ihre lokale Beratungsstelle weitere Auskünfte geben und Ihnen bei Ihrer Budgetierung für die veränderte Lebenssituation behilflich sein. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die bevorstehende Geburt und viel Freude.


    Boé Nagel

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  7. Hallo Frau Nagel

    Seit bald 2 Jahren bin ich von mein EX getrennt, aber noch nicht geschieden. Er bezahlt mich und unsere 2 Kinder (7 & 8 Jährig)
    1700 Fr (inkl. Kinderzulage!) pro Monat. Ich bin nicht Berufstätig, dh ich bin von Sozialamt abhängig. Wenn wir uns gerechtlich scheiden lassen, wie sieht meine Rechte aus, wieder in meine Heimat zu gehen?
    Es ist weil ich das Gefühl habe, ich bekomme nie wieder eine Arbeit hier in die Schweiz (bin seit 20 Jahren hier!) und seit ich nicht mehr mit meine Ex lebe, habe ich viel weniger Freunde. Meine Ex ist von Marihuana abhängig und ich habe mich wegen dem von ihn getrennt. Meine Ex hat sehr negative Verhalten gegenüber die Kindern, deshalb mache ich mich Sorgen für die Zukünft, weil er garantiert nicht mit seine Kiffen aufhören wirdst, und ich glaube dass diese Art von "Gefühls-Beteubung" die Kindern shaden wirdst. Was ich wissen möchste ist, dass wenn wir die Schweiz verlassen können, muss mein Ex das 1700 Fr noch bezahlen?

    Danke für Ihre Antwort

    MfG

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  8. Liebe KeineFassade

    Eine Scheidung richtet sich nach der geltenden Gesetzgebung. Das gemeinsame Sorgerecht für die Kinder hätte zur Folge, dass der Mann das Mitbestimmungsrecht für den Aufenthalt der Kinder bekommen würde.
    Nach Ihren Angaben sind beide Kinder jetzt schulpflichtig, hier in der Schweiz verwurzelt, vertraut und integriert. Mit Ihren Kindern eine Rückker in die Heimat zu planen ist sehr problematisch, da die Kinder kulturelle und sprachliche Schwierigkeiten hätten und das väterliche Besuchsrecht erschwert wahrgenommen werden könnte. Bei der Scheidung wird vorwiegend das Kindeswohl und das Kindesrecht berücksichtigt. Die Alimentenfrage richtet sich nach dem Einkommen des Mannes und wird bei der Scheidung erneut berechnet.
    Im empfehle Ihnen eine allumfassende Beratung in Anspruch zu nehmen. In Zürich wäre Infodona zuständig (auch in der Muttersprache), schweizweit finden Sie die nächstgelegene Beratungsstelle unter www.binational.ch. Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft.

    Boé Nagel

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  9. Hallo

    Ich hätte da eine frage,ich habe einen sohn der ist jetz 17 monate alt der vater des kindes hat keine bindung zum kleinen und besucht ihn auch nicht regelmässig wie laut gesetz .er erzählt auch jedem seiner freunden wie froh er sei das er sich nicht kümmern mûsse, er wohnt auch seit 2012 nicht mehr bei uns hatte keine kraft mehr fur das theater habe die geschichte auch der rechtsauskunft erzählt und sie meinte der vater sei ja ein fremder fur das kind da er 1.keine bindung hat und 2.null interesse zeigt meine eigentliche frage kan man dem vater das recht enziehen sein sohn zu sehen also besuchsrecht usw?danke fur ihre antwort

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  10. Liebe Olle90

    Besuchsrechtsentzug?

    Ich nehme an, dass das Besuchsrecht sowie die Alimente seinerzeit bei der Trennung geregelt wurde. Auch wenn der Kindesvater zum heutigen Zeitpunkt, keine Beziehung zu seinem Kind hat, könnte sich das ändern, wenn Ihr Kind älter wird und von sich aus, die Beziehung zu seinem Vater suchen würde. Von einem schädlichen Einfluss des Kindesvaters gegenüber seinem Kind berichten sie nichts, weil ja auch aktuell keine Bezugspunkte vorhanden sind.
    Ein Besuchsrechtsentzug würde die Kinder- und Erwachsenenschutz-Behörde Ihres Wohnortes nur in Erwägung ziehen, wenn ein Kontakt mit dem Vater dem Kindeswohl schaden würde. An diese Behörde müsste auch ein begründeter Antrag gestellt werden, falls dies zutreffen würde. Ich empfehle Ihnen, die Beratung durch eine Fachperson bei Ihrer örtlichen Mütterberatungsstelle (bis zu 5 J.) zu beanspruchen.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind alles Gute!


    Boé Nagel

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