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  1. von pru73, 27.08.18 um 09:03Meine Tochter hat soeben die Natur abgeschlossen und macht jetzt vor dem Studium ein Zwischenjahr. Zeil dabei ist, dass sie sich ein Polster fürs Studium verdienen möchte. Nun ist aber der Vater der Meinung, dass er in dieser Zeit keine Alimente bezahlen muss und sie mir stattdessen den geschuldeten Betrag bezahlen muss.  Meine Frage daher, wie sieht das rechtlich aus, muss er weiterhin die Alimente bezahlen?
    Herzlichen Dank für ihre Auskunft.

    Zuerst möchte ich gratulieren zur Matura Ihrer Tochter. Leider kann ich Ihnen keine rechtsverbindliche Antwort geben über das Zwischenjahr, da es ja sein könnte, dass die Tochter in diesem ansehnlich verdient. Eventuell hat das Amt für Berufsbildung eine genaue Antwort auf Ihre Frage.
    Hingegen ist der Vater bei der Aufnahme des Studiums bis zur Beendigung des Studiums wieder voll zu Alimenten verpflichtet, wenn in Ihrem Scheidungsurteil nichts anderes beschlossen wurde (ansonsten könnte Ihre Tochter Stipendien beantragen).
    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles Gute und eine mögliche Einvernehmlichkeit mit dem Vater, weil es ihr ja wirklich nicht darum geht, Vorteile zu verschaffen.
    
Boé Nagel

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  2. Hallo zusammen

    Ausgangslage: 
    Vor 10 Jahren bekam ich (nicht verheiratet) ein Wunschkind. Kurz nach der Geburt verliess mich der Partner weil ich wieder arbeiten ging und er zeitweise aufs Kind aufpassen  musste (war zwar so abgemacht). Ein U-Vertrag für Kinderalimente wurde mit einer Mediationsstelle aufgesetzt. Nicht darin enthalten, aber vereinbart waren Besuchszeiten von FR Abend bis SO Abend. Der Kindsvater hat neu geheiratet und zwei kleine Kinder. Vor ca. 5 Jahren hat er eigenmächtig seine Besuchszeit von SA auf SO wegen "anderer Verpflichtungen und Weiterbildungen" reduziert. Er übernimmt auch nur 2 Wochen Ferien im Jahr. Zudem bestimmt immer er, wann er Zeit hat und wann nicht und ich muss mich dann danach organisieren. Mein Sohn darf nie mit in den Familienurlaub, den er sonst macht. Kommt hinzu: er wurde schon mehrfach befördert. Aktuell sitzt er in einer GL. Ich kriege das aber immer durch andere Kanäle mit. Finanziell passte er den U-Vertrag nie an, weil ich zu 100 % arbeite und finanziell auf eigenen Beinen stehe. Die Tagesschule unterstützt er ebenfalls nicht (da ging ich bis vors Bezirksgericht und habe verloren, da der U-Vertrag hier  laut Richter offenbar nicht präzise genug war). Ich bin es leid, mich immer anpassen zu müssen. Selber kann ich keine Weiterbildung machen, denn ich kümmere mich ja alleine ums Kind. Gespräche blockt er ab. Gemäss Gesetz müsste ich nur max. 50 % arbeiten. Eine Besuchspflicht hat er auch, er nimmt sie nur nicht wahr.  

    Frage: 
    - was kann ich tun, wenn er wieder nicht auftaucht um das Besuchswochenende wahrzunehmen?
    - ich bin aufgrund der Situation der letzten Jahre ausgebrannt und möchte mein Pensum reduzieren, was kann ich tun, damit ich finanziell nicht in der Sackgasse lande? Ist er verpflichtet die finanzielle Lücke zu schliessen?
    - muss der U-Vertrag nicht seinem Lohn angepasst werden? 

    Danke für Ihre Hilfe.

    Freundliche Grüsse

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  3. von bacg1971, 30.08.18 um 09:32Hallo zusammen

    Ausgangslage: 
    Vor 10 Jahren bekam ich (nicht verheiratet) ein Wunschkind. Kurz nach der Geburt verliess mich der Partner weil ich wieder arbeiten ging und er zeitweise aufs Kind aufpassen  musste (war zwar so abgemacht). Ein U-Vertrag für Kinderalimente wurde mit einer Mediationsstelle aufgesetzt. Nicht darin enthalten, aber vereinbart waren Besuchszeiten von FR Abend bis SO Abend. Der Kindsvater hat neu geheiratet und zwei kleine Kinder. Vor ca. 5 Jahren hat er eigenmächtig seine Besuchszeit von SA auf SO wegen "anderer Verpflichtungen und Weiterbildungen" reduziert. Er übernimmt auch nur 2 Wochen Ferien im Jahr. Zudem bestimmt immer er, wann er Zeit hat und wann nicht und ich muss mich dann danach organisieren. Mein Sohn darf nie mit in den Familienurlaub, den er sonst macht. Kommt hinzu: er wurde schon mehrfach befördert. Aktuell sitzt er in einer GL. Ich kriege das aber immer durch andere Kanäle mit. Finanziell passte er den U-Vertrag nie an, weil ich zu 100 % arbeite und finanziell auf eigenen Beinen stehe. Die Tagesschule unterstützt er ebenfalls nicht (da ging ich bis vors Bezirksgericht und habe verloren, da der U-Vertrag hier  laut Richter offenbar nicht präzise genug war). Ich bin es leid, mich immer anpassen zu müssen. Selber kann ich keine Weiterbildung machen, denn ich kümmere mich ja alleine ums Kind. Gespräche blockt er ab. Gemäss Gesetz müsste ich nur max. 50 % arbeiten. Eine Besuchspflicht hat er auch, er nimmt sie nur nicht wahr.  

    Frage: 
    - was kann ich tun, wenn er wieder nicht auftaucht um das Besuchswochenende wahrzunehmen?
    - ich bin aufgrund der Situation der letzten Jahre ausgebrannt und möchte mein Pensum reduzieren, was kann ich tun, damit ich finanziell nicht in der Sackgasse lande? Ist er verpflichtet die finanzielle Lücke zu schliessen?
    - muss der U-Vertrag nicht seinem Lohn angepasst werden? 

    Danke für Ihre Hilfe.

    Freundliche Grüsse

    In Ihrem Schreiben ist mit aufgefallen, dass Sie einen Unterhaltsvertrag haben, der offenbar rechtliche Gültigkeit hat, jedoch für das Besuchsrecht ungenau definiert ist. Zudem zweifeln Sie die finanzielle Seite an. Ihre ganz persönliche Situation jedoch können Sie nicht uneingeschränkt Ihrem Ex-Partner und Kindsvater anlasten, da sich auch seine Situation mit neuer Familie geändert hat. 
    Sie haben die Möglichkeit, direkt bei der KESB einen Beratungstermin zu beantragen um Klage gegen den bestehenden Unterhaltsvertrag und das verbindliche Besuchsrecht einzureichen, oder Sie können sich dafür eine rechtsanwaltschaftliche Vertretung nehmen.
    Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn alles Liebe und Gute!

    Boé Nagel


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  4. Guten Tag,
    ich lebe seit fast 3 Jahren getrennt von meinem Noch-Ehemann. 2013 bin ich wegen ihm in die Schweiz gezogen, und habe inzwischen Bewilligung C.
    Mein Noch-Ehemann hat sich Ende 2015 auf die Phillippinen abgesetzt, wo er mit seiner neuen Partnerin lebt.
    Aus Kostengründen war eine Scheidung bisher nicht möglich.
    Seither hatte ich allein alle Kosten für die einst gemeinsame Wohnung und das gemeinsam angeschaffte Auto (auf meinen Namen) getragen.
    Nun wollte ich beim Sozialamt eine Ueberbrückungsleistung beantragen, die jedoch abgelehnt wurde, da ich noch verheiratet sei. Bis ich irgendwelche Unterlagen von meinem Noch-Ehemann bekomme, dauert es einfach zu lange. Ich weiss auch nicht, ob ich je welche von ihm erhalte?
    Was kann ich tun, um schnellstmöglich geschieden zu werden? Vielen Dank für Ihre Antwort.
    K. Böhm

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  5. Hallo,
    Ich lebe seit August 2016 in der Schweiz mit meiner Tochter und meinem Lebenspartner. 
    Der Kindesvater lebt in Berlin und zahlt keine Alimente. 
    Gibt es ausser der Kinderzulage noch eine andere Möglichkeit für mich mit B Lizenz den Unterhalt zu kriegen...?
    Meine Tochter ist 10 Jahre und geht in die 5 Klasse . 
    Lieben Dank im Voraus für die Antwort.
    Freundliche Grüsse 
    L. K.

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  6. Guten Abend Frau Nagel

    Ich habe folgende Fragen und hoffe, Sie können mir weiter helfen.

    Ich und mein Freund (nicht verheiratet, kein Konkubinat) haben 2 kinder (1 Jahr alt und 3 Jahre alt).

    Er arbeitet temporär.
    Das Sorgerecht ist bei beiden 50% 50% und die vaterschaft wurde beidemale anerkannt.

    Nun wenn wir uns trennen würden, und die Kinder bei mir leben,

    -wieviel Unterhalt müsste er mir in etwa abgeben? bei einem Lohn von ca. Fr. 4000.-?

    -was geschied wenn er Arbeitslos ist muss er mir trotzdem Unterhalt bezahlen?

    -da wir nicht verheiratet sind und auch nicht im Konkubinat leben muss er nur für die Kinder oder auch für mich aufkommen?

    Vielen Dank im Vorraus für Ihre Antwort.

    Liebe Grüsse Nalea

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  7. Guten Tag

    Ich bin seit Dezember 2016 geschieden und erhalte von meinem Ex-Mann monatlich Fr 2'000.-- Unterhalt und Fr. 1'700.-- für meinen Sohn (Jg. 2004), der bei mir lebt. Der ältere Sohn (Jg 2001) lebt beim Ex-Mann. In der Scheidungskonvention wurde vereinbart, dass die ausserordentlichen Kosten der Kinder hälftig geteilt werden. Vor einem Jahr begann der grössere Sohn eine Schule und erklärte nach 2-3 Tagen, dass er diese Ausbildung nicht machen wolle. Nach einigem Hin- und Her wurde der Sohn am Gymnasium der Feusi aufgenommen. Mein Ex hat sich für diese Lösung ausgesprochen. Ich war von Beginn an gegen diese Privatschullösung, weil ich das nicht finanzieren kann. Ich habe dies sowohl mündlich als auch schriftlich klar kommuniziert und auch nie etwas unterschrieben. Wir einigten uns schlussendlich, dass ich pro Jahr Fr. 4'000.-- zahle, das Schulgeld beträgt pro Jahr Fr. 20'000.--
    Jetzt wohne ich seit 2 Monaten mit meinem neuen Partner zusammen. Die Konkubinatsklausel wurde bewusst aus der Konvention gestrichen. Jetzt kommt mein Ex und meint, dass er mir den Unterhalt kürzen wolle, dass ich ihm Alimente bezahlen müsse für den Grossen, der bei ihm wohnt. Und dass ich die Hälft des Schulgeldes bezahlen müsse. Hat er vor Gericht Chancen, diese Forderungen durchzubringen?
    Ich arbeite 80%, er hat eine eigene Firma und noch 3-4 VR-Mandate. Zudem besitzt er einen Porsche, ein Segelschiff, einen Oldtimer, eine Eigentumswohnung, ist beteiligt an zwei weiteren Wohnungen an guter Lage.
    Ich besitze ein Auto und sonst nichts.
    Vielen Dank für Ihre baldige Antwort.
    Freundliche Grüsse, nictim

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  8. Guten Tag,

    ich habe Ihr Forum entdeckt und hätte nun ebenfalls eine Frage, von der ich hoffe, Sie können sie beantworten.

    Mein Ex-Mann ist Schweizer und inzwischen selbständig. Wir wurden 2012 geschieden, ich bin Deutsche und mit meinen beiden Töchtern (jetzt 14 und 16) wieder nach Deutschland gezogen.

    Per Gerichtsurteil wurde der Unterhalt festgelegt. Bis 2016 zahlte mein Exmann regelmäßig - dann ging er in die Selbständigkeit und die Zahlungen blieben erst ganz aus und sind nun sehr unregelmäßig und betragen nur noch etwa 1/3 der Summe. De facto schuldet er uns inzwischen 45.000 Franken!

    Ich habe durch Recherche erfahren, dass ich mich ans deutsche Jugendamt wenden müsste.

    Demnach würde also das deutsche Jugendamt die Schweizerische Betreibung einschalten. Als ich das meinem Exmann sagte, drohte er damit sich einen Strick zu nehmen - weil er als gerade Selbständiger unmöglich das Betreibungsamt gebrauchen könne.

    Ist dieses Vorgehen das richtige? Gibt es noch eine andere Möglichkeit, amtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen? Ich bin sehr ratlos gerade.

    Vielen Dank für Ihren Rat.

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  9. Wenden Sie sich ohne zu zögern ans Inkasso des Jugendamtes. Ihr Ex-Ehemann darf nicht auf Kosten der Kinder die Alimente verweigern, geschweige denn solche Drohungen aussprechen. Falls er die Alimente vermindern möchte, müsste er dies per Antrag am zuständigen Gericht tun und dies belegt begründen. Es geht jetzt um die Kinder, nicht um Ihren Ex-Ehemann!
    Ich wünsche Ihnen alles Gute!
    
Boé Nagel

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  10. von nictim, 23.10.18 um 12:18Guten Tag

    Ich bin seit Dezember 2016 geschieden und erhalte von meinem Ex-Mann monatlich Fr 2'000.-- Unterhalt und Fr. 1'700.-- für meinen Sohn (Jg. 2004), der bei mir lebt. Der ältere Sohn (Jg 2001) lebt beim Ex-Mann. In der Scheidungskonvention wurde vereinbart, dass die ausserordentlichen Kosten der Kinder hälftig geteilt werden. Vor einem Jahr begann der grössere Sohn eine Schule und erklärte nach 2-3 Tagen, dass er diese Ausbildung nicht machen wolle. Nach einigem Hin- und Her wurde der Sohn am Gymnasium der Feusi aufgenommen. Mein Ex hat sich für diese Lösung ausgesprochen. Ich war von Beginn an gegen diese Privatschullösung, weil ich das nicht finanzieren kann. Ich habe dies sowohl mündlich als auch schriftlich klar kommuniziert und auch nie etwas unterschrieben. Wir einigten uns schlussendlich, dass ich pro Jahr Fr. 4'000.-- zahle, das Schulgeld beträgt pro Jahr Fr. 20'000.--
    Jetzt wohne ich seit 2 Monaten mit meinem neuen Partner zusammen. Die Konkubinatsklausel wurde bewusst aus der Konvention gestrichen. Jetzt kommt mein Ex und meint, dass er mir den Unterhalt kürzen wolle, dass ich ihm Alimente bezahlen müsse für den Grossen, der bei ihm wohnt. Und dass ich die Hälft des Schulgeldes bezahlen müsse. Hat er vor Gericht Chancen, diese Forderungen durchzubringen?
    Ich arbeite 80%, er hat eine eigene Firma und noch 3-4 VR-Mandate. Zudem besitzt er einen Porsche, ein Segelschiff, einen Oldtimer, eine Eigentumswohnung, ist beteiligt an zwei weiteren Wohnungen an guter Lage.
    Ich besitze ein Auto und sonst nichts.
    Vielen Dank für Ihre baldige Antwort.
    Freundliche Grüsse, nictim


    Das Scheidungsurteil, mittels Konvention gerichtlich bestätigt, ist meiner Ansicht nach wie vor gültig. Ihr Ex-Mann darf das Scheidungsurteil nicht nach seinem Gutdünken abändern! Falls Sie verunsichert sind, lassen Sie das Scheidungsurteil durch einen Rechtsanwalt beurteilen. Meiner Meinung nach müsste Ihr Ex-Mann für eine Abänderung Antrag bei Gericht stellen (dort wo das Scheidungsurteil gesprochen wurde). 
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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