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Kündigung/Alimente

  1. Liebes Familienleben-Team

    Ich bin seit 10 Jahren geschieden und habe zwei Töchter (22 und 24), welche sich beide noch in der Erstausbildung (Studium) befinden.
    Der Vater der Mädchen hat nun mit 54 Jahren spontan seine Arbeitsstelle gekündigt, wird demnächst für ein halbes Jahr ins Ausland verreisen und tritt im Anschluss daran KEINE neue Stelle an.
    Mich betrifft dies insofern, als dass er verlangt, dass ich zukünftig "mindestens die Hälfte" der Alimente übernehme soll. Da ich nur eine Teilzeitstelle habe, welche seit einem halben Jahr wg Umorganisationen von 70% auf 60% gekürzt wurde, könnte ich den geforderten Betrag nicht abdecken.
    Meine Töchter wohnen beide bei mir, eines der Mädchen ist seit einiger Zeit gesundheitlich angeschlagen und ich möchte auch deshalb mein Arbeitspensum momentan nicht erhöhen.
    Der Vater der Mädchen findet, Kost und Logis seien ein zu geringer Beitrag meinerseits. Ich könne ja mehr arbeiten gehen=eine neue Stelle suchen.
    Genügt der Gerichtsbeschluss als Grundlage für die Weiterzahlung der Alimente durch den Vater oder wie soll ich mich verhalten?
    Erschwerend kommt hinzu, dass ich seit ca 2Jahren mit einem neuen Partner zusammenlebe, welcher selber für zwei Kinder Unterhalt zahlt. Wir haben getrennte Konten und sind nicht verheiratet. Trotzdem ist mein Exmann, der Ansicht, dies sei mit ein Grund, weshalb er die Alimente kürzen könne.

    Ich bin sehr dankbar für eine Rückmeldung.

    Freundliche Grüsse
    Daniela Maria

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  2. Guten Tag
    Betreffend der Alimentenhöhe, bzw. Fortzahlung, gilt das, was im Scheidungsurteil steht. Falls er das einfach selbst abändern will, haben Sie einen Rechtstitel und Sie können ihn betreiben. Falls er bei Gericht eine Abänderungsklage einreicht, würde die wirtschaftliche Lage überprüft. 
    Ihr Ex-Ehemann muss sich an die geltenden Gesetze halten, auch wenn er für sich selbst eine andere Zukunft plant. Er muss weiterhin Verantwortung bis zur Beendigung der Erstausbildung der Töchter übernehmen. 
    Verhandeln Sie nicht mit Ihrem uneinsichtigen Ehemann, ziehen Sie rechtzeitig eine anwaltschaftliche Vertretung bei. 
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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