Recht auf Privatsphäre

  1. Ich hätte gerne einen Rat zu meiner Situation:
    Ich werde hoffentlich bald geschieden, die Unterlagen für die einvernehmliche Scheidung liegen dem Gericht vor, der Scheidungstermin steht. Mein Mann ist vor einem halben Jahr aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und hat sich damals von allen Pflichten (finanziell, Unterhalt Haus/Garten) verabschiedet. Wir hatten vereinbart, dass er innerhalb eines halben Jahres auszieht - woran er sich nicht gehalten hat. Er hat sich eine eigene Wohnung gemietet. Jetzt kommt er an und hält mir vor, mit welchem Recht ich ihn vom meinem Wohnraum ausschliesse, weil ich nicht möchte, dass er uneingeladen zum Haus aus- und eingeht, wie es ihm beliebt. Er argumentiert, ihm gehöre das Haus ja zur Hälfte und er könne jederzeit sämtliche Räume des Hauses benutzen. Dies widerspricht meinem Verständnis von Trennung und meinem Recht auf Privatsphäre und meinem Ruhebedürfnis, wenn er einfach unangemeldet in mein Leben eindringt. Wie kann ich mein "Recht" darauf, dass er nur auf vorherige Anmeldung das gemeinsame Haus betreten kann, untermauern? Ich bin dankbar für einen dienlichen Hinweis.

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  2. Mal blöd gefragt, aber wer steht denn im Grundbuch?

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  3. Wir stehen beide im Grundbuch als Gesamteigentümer.

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  4. Guten Tag
    Ich hoffe sehr, dass Sie sich von einem Juristen vertreten lassen bei der Scheidung. Lassen Sie sich dringendst vor dem Scheidungstermin noch beraten und teilen Sie Ihrem Anwalt die Gepflogenheiten Ihres Noch-Ehemannes mit. Falls sich der Scheidungstermin verzögert, wäre eine gerichtliche Trennung beim Eheschutzgericht eine dringliche Massnahme, damit das Eheschutzgericht bereits Massnahmen treffen kann (Schlüsselabgabe, finanzielle Verpflichtungen).
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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