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Steueroptimierung für (Eineltern) Familie

  1. Hallo zusammen,
    das Thema passt zwar nicht 100% in dies Kategorie aber hier wohl dennoch am ehesten. 
    Bei uns (unverheiratet) steht zwar keine Trennung an aber dafür bald das erste Kind und ich habe mich mal schlaugemacht, wie man steuerlich am besten durchkommt. Jeder gesparrter Rappen ist ein Rappen mehr für die KiTa :)
    Ich denke der Inhalt der Diskussion ist auch hilfreich für Elternteile, welche Unterhalt, bzw. Alimente beziehen und sich fragen, wie man steuerlich am besten fährt. 

    Ich hatte ursprünglich damit begonnen, mich in die Informationen zum familiären Steuerrecht des Kanton Thurgau einzulesen, da sie gut verständlich geschrieben sind. https://steuerverwaltung.tg.ch/informationen/lebensbereiche/kinder-jugendliche/kinderabzuege-und-steuerfreibetraege-fuer-kinder.html/3506

    Weiterhin habe bin auf 1-030-D-2010-d 
    Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) gestossen. https://www.estv.admin.ch/estv/de/home/direkte-bundessteuer/direkte-bundessteuer/fachinformationen/kreisschreiben.html


    Ein Zusammenfassung vom Kreisschreiben ist gut gemacht auf 
    https://www.bdo.ch/de-ch/publikationen/fachartikel/nl/steuertipp-nr-18-steuern-bei-kindern-teil-1 
    https://www.bdo.ch/de-ch/publikationen/fachartikel/nl/steuertipp-nr-19-steuern-bei-kindern-teil-2
    und kann mit den tatsächlichen Zahlen gefüttert werden mit Hilfe von https://www.schmitt-treuhand.ch/resources/SchmittTreuhand_Steuertipps1.pdf
    Was ich am Kreisschreiben so mag ist die schöne Übersicht in den darin enthaltenen Beilagen 1 und 2.  

    Ich hätte dennoch ein paar Fragen.
    - Wenn ich es es richtig verstehe, können die Beilage 2 gezeigten Zuteilung der verschiedenen Abzüge und Tarife nach DBG nicht irgendwie doch noch gemischt (optimiert) werden, korrekt?
    - für den Begriff Lohn / Unterhalt zu Hauptsache habe noch keine Definition gefunden. Man könnte grösseren Verdiener oder die Peson, welche mehr für den Unterhalt im Verhältnis zum Einkommen ausgibt.
    - Wie kann ich Unterhaltszahlungen an das andere Elternteil rechtfertigen (wenn man in einem gemeinsamen Haushalt) wohnt? 
    - Wie weisse ich eine nicht 50 % Aufteilung von den Kinderbetreuungskosten vernünftig nach?
    * Ich habe mal verschiedenen Varianten (14.6 bis 14.9) mittels Steuerrechner durchgerechnet. Es scheint die Variante gemeinsamer elterlicher Sorge ohne Unterhalte ist steuerlich am günstigsten, kann dies so bestätigt werden? 

    Vielen Dank
    Stefan

    editiert am 12.11.19 um 17:05

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  2. Ihrem Schreiben entnehme ich, dass Sie sich viele Gedanken über die Zukunft zu dritt machen,was ich auch verstehen kann. Die  steuerrechtliche Frage erscheint mir jedoch zu theoretisch zu sein. Im Vorfeld der Geburt können Sie sich bei der KESB oder bei einer Elternberatungsstelle über einen Vertrag orientiern (kann nach der Geburt rechtsgültig abgeschlossen werden), der Sie sowohl finanziell und kindsrechtlich berät. 
    In der Regel ist es so, dass von den aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen beider Partner ausgegangen wird und auch die Betreuungsfrage und das mögliche gemeinsame Sorgerecht mit Vertrag geregelt und geklärt wird. Als nicht verheiratete Eltern werden Sie ja dann getrennte Steuererklärungen einreichen mit den möglichen Abzügen. 
    Wenn Sie sich also vorgeburtlich beraten lassen und eine Einvernehmlichkeit finden, können Sie Ihrer Elternschaft freudig und ohne Existenzsorgen entgegensehen und die Verantwortung gemeinsam übernehmen. 
    Ich wünsche Ihnen viel Freude zum neuen Lebensabschnitt und alles wunderbare zur Geburt!
    Boé Nagel

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