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Vater verlangt, dass Mutter Nachzahlung macht, geht das?

  1. Ich bin 25 Jahre alt und habe gerade mit meinem Bachelorstudium (Erstausbildung) begonnen. Dass ich erst jetzt meine Erstausbildung so richtig anfangen kann, hat diverse plausible Gründe. Mein Vater ist deshalb dazu bereit, einen Kompromiss zu finden, mich weiterhin finanziell zu unterstützen. Er hält jedoch hält meiner Mutter vor, dass sie mir zu wenig Unterhalt gezahlt hat. Ich wohne seit 3 Jahren nämlich nicht mehr (resp. teils noch an den Wochenenden und in den Semesterferien) bei meiner Mutter und mein Vater fordert, dass meine Mutter mir eine Nachzahlung für die letzten 3 Jahre macht.

    Nach Angaben meiner Mutter, hat sie mir zwar nicht den gleichen Betrag gezahlt, wie mein Vater (da sie auch weniger verdient und ich trotzdem teilweise zuhause gelebt habe), aber immer so viel, wie möglich war. Es wurde bei der Scheidung wohl nie ein genauer Betrag festgelegt, aber anscheinend sind ca. 10-15% des Einkommens die Norm und diese hat sie mir auch gezahlt. 
    Ich vertraue meiner Mutter absolut darin, will aber fairerweise auch auf das Anliegen meines Vaters eingehen. Daher frage ich mich, ob meine Mutter da vielleicht wirklich falsch informiert war und mir in den letzten 3 Jahren mehr als die 10-15% hätte zahlen müssen. Und falls das so ist, kann da wirklich eine Nachzahlung gefordert werden?

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  2. Es ist nicht Ihre Aufgabe, sich um die Höhe der Alimente zu kümmern. Wenn sich Ihre Eltern finanziell nicht einigen können, gilt das Gerichtsurteil. Wenn Ihr Vater unzufrieden damit ist, muss er an die ausstellende Behörde Antrag (mit Belegen) um Überprüfung  stellen.
    Alles Gute!
    Boé Nagel

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