Wegzug mit dem Kind

  1. Guten Tag
    Das Kind (8 Jahre alt) geht in Basel zur Schule, wohnen tun Vater und Mutter in der Region Brugg (Distanz voneinander 10min). Nun Will die Mutter mit ihrem neuen Lebenspartner in den Kanton Schwyz ziehen (Distanz über eine Stunde) und das Kind dort an der Schule anmelden.

    Gegen die Mutter, die die Obhut hat sind allerdings 6 Gefährdungsmeldungen eingegangen, welche jedoch nicht wirklich ernst genommen werden (Lebenspartner schlägt Kind (Lebenspartner hat seine eigene Tochter vielfach verprügelt (Zeugen)), Mutter lässt Kind keine Sozialen Kontakte aufbauen (nachweislich), in dem Haus indem die KM mit Kind lebt sind 24 Stunden die Rollläden geschlossen (nachweislich, Zeugen)).
    Die Beiständin des Kindes hat beim Familiengericht einen Bericht eingereicht, welcher den Vater dazu bewegen sollte dem Umzug und der Schulanmeldung zuzustimmen. Der Vater weigert sich und verwehrt die Unterschrift. Aussage der Beiständin "sie habe nicht die nötige Kapazität die abzuklären, soll das doch die KESB im Kanton Schwyz machen, es interessiere sie nicht".

    Bei der Aussprache vor Gericht gibt die KM an sie wolle möglichst viel Distanz zwischen KV und Kind bringen (Entfremdung), im nächsten Satz meint die KM aber, dass die Beziehung zwischen KV und Kind sehr wichtig sei.
    Als weiteren Grund für den Umzug gibt sie an, dass ihr LP jetzt einen zu langen Arbeitsweg habe und sie zu wenig Unterhalt bekomme, weshalb sie sich ihm anpassen müsse.
    In wie fern kann der KV dazu gezwungen werden? Ist es möglich, dass das Gericht so etwas überhaupt "durchwinken" darf?

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  2. Für einen Vater ist es immer schwierig und genau diese Argumente werden ihnen vom Gericht dann "negativ" ausgelegt in der Meinung, dass der Ex-Frau geschadet werden soll - Zeugen sind ja beeinflussbar und sagen je nach Beliebtheit der betroffenen Person zu Gunsten oder Ungunsten derjenigen aus. Ich kann da nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber ich bin kürzlich im Beobachter darüber gestolpert. Ich hoffe, ich darf diese zwei Links hier posten:

    https://www.beobachter.ch/justiz/artikel/zuegelartikel_welche-distanz-zum-kind-ist-zumutbar

    https://www.beobachter.ch/gesellschaft/sorgerecht-wer-frecher-ist-kriegt-das-kind

    editiert am 22.06.17 um 10:10

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  3. von Artemis, 22.06.17 um 10:15Für einen Vater ist es immer schwierig und genau diese Argumente werden ihnen vom Gericht dann "negativ" ausgelegt in der Meinung, dass der Ex-Frau geschadet werden soll - Zeugen sind ja beeinflussbar und sagen je nach Beliebtheit der betroffenen Person zu Gunsten oder Ungunsten derjenigen aus. Ich kann da nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber ich bin kürzlich im Beobachter darüber gestolpert. Ich hoffe, ich darf diese zwei Links hier posten:

    https://www.beobachter.ch/justiz/artikel/zuegelartikel_welche-distanz-zum-kind-ist-zumutbar

    https://www.beobachter.ch/gesellschaft/sorgerecht-wer-frecher-ist-kriegt-das-kind

    Guten Tag, besten Dank für ihre schnelle Rückmeldung. Nun ist die Situation so, dass die neue Schule das Kind nicht annimmt, solange der Vater sich nicht mit der Schulanmeldung einverstanden erklärt, sprich mitunterschreibt und die alte Schule wird das Kind nicht abmelden.

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  4. Es ist für mich von aussen her schwierig, solche Verhältnisse zu beurteilen. Wenn der Kindsvater jedoch Kenntnisse von körperlicher Gewalt gegenüber seinem Kind hat, kann er sofort das Sorgerecht für das Kind bei der KESB beantragen. Es ist die Aufgabe der Beiständin, wenn diese Kenntnisse von Gewalt gegenüber dem Kind hat, dies unverzüglich abzuklären. Falls dies nicht passieren sollte, sollte der Kindsvater den Chef/die Chefin der zuständigen KESB  kontaktieren. Persönlich kann ich weder eine Kindsmutter noch eine Beiständin verstehen, die Gewalt und Gefährdung gegenüber einem Kind zulassen!
    Ich wünsche, dass für das Kind eine gute Lösung gefunden werden kann!
    Boé Nagel

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  5. Guten Tag
    Meine Ex wird nächsten Monat die Schweiz mit meiner Tochter (14 Jahre) nach Deutschland verlassen.
    Bis anhin habe ich die Alimente nach Unterhaltsvertrag, welcher in Arbon CH abgeschlossen wurde, bezahlt.
    Wie ist das nun, wenn sie in Deutschland leben? Wird die Alimente nach Deutschem Recht (Düsseldorfer Tabelle) berechnet? Oder hat der Unterhaltsvertrag auch in Deutschland Gültigkeit?
    Besten Dank für Ihre Antwort.

    Freundliche Grüsse
    H. Zierler

    editiert am 26.06.17 um 13:01

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  6. von Boé Nagel, 26.06.17 um 11:48Es ist für mich von aussen her schwierig, solche Verhältnisse zu beurteilen. Wenn der Kindsvater jedoch Kenntnisse von körperlicher Gewalt gegenüber seinem Kind hat, kann er sofort das Sorgerecht für das Kind bei der KESB beantragen. Es ist die Aufgabe der Beiständin, wenn diese Kenntnisse von Gewalt gegenüber dem Kind hat, dies unverzüglich abzuklären. Falls dies nicht passieren sollte, sollte der Kindsvater den Chef/die Chefin der zuständigen KESB  kontaktieren. Persönlich kann ich weder eine Kindsmutter noch eine Beiständin verstehen, die Gewalt und Gefährdung gegenüber einem Kind zulassen!
    Ich wünsche, dass für das Kind eine gute Lösung gefunden werden kann!
    Boé Nagel

    Sehr geehrte Frau Nagel, die Beiständin sagt aus, dass ich lediglich meine Interessen vertrete und geht deshalb nicht darauf ein, dass mein Kind geschlagen wird, auch interessiert die Beiständin die Gefahrenmeldung nicht.
    Besten Dank, ich werde dies mit dem Anwalt besprechen, damit dies ein Ende hat.

    editiert am 26.06.17 um 15:03

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  7. von Hzierler, 26.06.17 um 13:34Guten Tag
    Meine Ex wird nächsten Monat die Schweiz mit meiner Tochter (14 Jahre) nach Deutschland verlassen.
    Bis anhin habe ich die Alimente nach Unterhaltsvertrag, welcher in Arbon CH abgeschlossen wurde, bezahlt.
    Wie ist das nun, wenn sie in Deutschland leben? Wird die Alimente nach Deutschem Recht (Düsseldorfer Tabelle) berechnet? Oder hat der Unterhaltsvertrag auch in Deutschland Gültigkeit?
    Besten Dank für Ihre Antwort.

    Freundliche Grüsse
    H. Zierler


    Leider kann ich das nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, jedoch denke ich, da die Tochter bei der Ex-Frau lebt, dass die Vereinbarung nach schweizerischem Recht gültig ist. Eventuell kann Ihnen diejenige Stelle, die den Vertrag ausgestellt hat, mehr dazu sagen oder ein spezialisierter Rechtsanwalt. Im Scheidungsurteil ist wahrscheinlich nichts explizit, erwähnt? Alles Gute!
    Boé Nagel

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