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Langes Autofahren mit Kindern? Tipps für entspanntes Reisen

Eine Autofahrt von mehreren Stunden mit Kindern kann zur Zerreissprobe werden. Das Baby schreit, oder das Kind nörgelt und stellt zum hundertsten Mal die Frage: «Wann sind wir endlich da?». Erfahren Sie hier, wie Sie und der Nachwuchs entspannt(er) ans Ziel kommen.

Autofahren mit Kindern: Drei Kinder im Auto, lachen

Ein lange Autofahrt mit Kindern sollten Sie gut planen, damit sich die kleinen Fahrgäste wohlfühlen. Foto: alexandr_1958, iStock, Thinkstock

Bevor Sie mit Ihren Kindern eine lange Fahrt antreten, sollten Sie das Auto gründlich kontrollieren, um zu verhindern, dass sich die Fahrt noch mehr ausdehnt. Prüfen Sie den Reifendruck, ebenso wie den Ölstand und die Menge der Bremsflüssigkeit. Der Wischwassertank muss gefüllt sein, und Sie sollten testen, ob alle Lichter funktionieren. Versichern Sie sich, dass der Erste-Hilfe-Kasten, ein Pannendreieck, ein einsatzbereiter Reservereifen und Sicherheitswesten (auf Autobahnen und Schnellstrassen in vielen Ländern obligatorisch) vorhanden sind.

Ein passender Kindersitz ist wichtig für die Sicherheit

Bis zu einem Alter von zwölf Jahren sowie bis zu einer Körpergrösse von 150 Zentimetern müssen Sie Kinder im Auto in einem Kindersitz befördern. Kontrollieren Sie, ob für jedes Kind ein passender und sicherheitsgeprüfter Sitz vorhanden ist. Informationen zum richtigen Kindersitz finden Sie unter www.tcs.ch. Für den Schutz des Nachwuchses sollten Sie auch an Schattenspender für die Seitenfenster denken. Die pralle Sonne sorgt nicht nur für zusätzliche Wärme, sondern kann bei längerer Strahleneinwirkung einen Sonnenstich verursachen.

Zum Sicherheitscheck vor Fahrtbeginn gehört zudem, dass Sie das Gepäck der ganzen Familie im Auto sichern. Koffer, Taschen sowie schwere und spitze Gegenstände müssen im Kofferraum oder unter den Vordersitzen verstaut werden. Auf der Hutablage oder den Rücksitzen liegende Dinge können bereits bei einem leichten Auffahrunfall zu lebensgefährlichen Geschossen werden.

Unternehmen Sie Ihre Reise nicht am beliebten ersten Ferientag oder samstags. An diesen Tagen ist die Staugefahr erhöht. Stehender und stockender Verkehr verlängert die Reisezeit unnötig und ist ein erheblicher Stressfaktor.

Eine gute Möglichkeit ist das Fahren in der Nacht. In dieser Zeit sind die Strassen in der Regel frei und Sie kommen schneller voran als tagsüber. Ebenso ratsam ist eine Nachtfahrt, weil die Kinder dabei meist die ersten Stunden der Fahrt durchschlafen. So können Sie einiges an Wegstrecke hinter sich bringen, bevor Sie das erste Mal anhalten müssen, weil jemand zur Toilette muss oder Bewegung braucht. Bei Müdigkeit sollten Sie sich unbedingt rechtzeitig mit dem Fahrpartner abwechseln oder eine Pause einlegen.

Zeitvertreib während der Fahrt

Während der Fahrt ist Ablenkung das Zauberwort. Mit ein paar Tricks können Sie die Ungeduld der Kleinen hinauszögern. Für ausreichend Beschäftigung können unter anderem Bücher, Zeitschriften, tragbare DVD-Player, Videospiele, Reisespiele oder Malutensilien sorgen. Reisen Sie mit mehreren Kindern, sollten Sie darauf achten, dass jeder sein eigenes Material hat. So gibt es keinen Streit. Verträgt Ihr Nachwuchs das Lesen oder Malen während der Fahrt nicht, sind Hörbücher eine Alternative. Nehmen Sie auf die Reise ein paar neue CDs mit. Kennen die Kinder die Folgen noch nicht, hören sie gespannter zu und vergessen darüber die lange Autofahrt.

5 Spiele für unterwegs

Es gibt Reisespiele, die kein Equipment erfordern, sondern nur ein wenig Einfallsreichtum. Der Vorteil an diesen Spielen ist, dass sie keine Ablage benötigen. Zudem müssen die Kinder sich nicht auf etwas im Wageninneren konzentrieren, was zu Übelkeit führen kann. Im Gegenteil müssen sie bei vielen dieser Reisespiele ihren Blick hinaus richten. Dabei vergeht die Zeit wie im Flug. Einige Beispiele für unkomplizierte Reisespiele sind:

1 «Worte bilden aus Autokennzeichen»: Die Mitspieler schauen aus dem Fenster und suchen nach einem Kennzeichen, aus dem sie einen Satz bilden können. Zum Beispiel wird aus dem Schweizer Kanton Bern «BE» «Beat erzählt» oder aus dem deutschen Kennzeichen «S - MP» wird «Sabine mag Peter.» Wer zuerst zehn sinnvolle Sätze aus verschiedenen Autokennzeichen gebildet hat, der gewinnt das Spiel.

2 «Autokennzeichen erraten»: Das Kennzeichen von einem Auto vor, hinter oder neben dem eigenen wird ausgewählt und alle dürfen raten, zu welchem Kanton es gehört. Wer zuerst richtig rät, der hat gewonnen.

3 «Das Auto-Detektiv-Spiel»: Mutter oder Vater bereiten eine Liste mit Dingen oder Situationen vor, die sie während der Fahrt sicher zu sehen bekommen. Zum Beispiel eine Tankstelle, eine Frau mit Brille oder einen Mann in einem roten Wagen. Wer zuerst eines dieser Dinge sieht, darf es auf seiner Liste abstreichen. Gewinner ist, wer als Erster alles Aufgelistete abgestrichen hat.

4 «Ich packe meinen Koffer»: Der erste Spieler sagt: «Ich packe meinen Koffer und lege hinein...». Vollendet wird der Satz mit einem selbst gewählten Gegenstand. Jeder Mitspieler muss nach der Reihe den gleichen Satz aufsagen und ein weiteres Wort hinzufügen. Gewonnen hat der Spieler, der als letzter keinen Fehler beim Wiederholen des Satzes macht.

5 «Ich sehe was, was du nicht siehst»: Ein Mitspieler beginnt, indem er einen Gegenstand aussucht, den die anderen auch sehen können. Er darf nicht verraten, was das ist. Dann muss der Spieler den Gegenstand umschreiben. Alle Mitspieler dürfen ohne Reihenfolge raten, um was es sich handelt. Wer das Gesuchte als Erster nennt, darf sich als Nächster etwas ausdenken.

Übrigens: Viele Brettspiele wie «Mensch, ärgere dich nicht», «Monopoly» oder «Halma» gibt es auch als Reisespiele. Sie sind meist kleiner angelegt als die Originale und haben Magnetfiguren, damit nichts auf dem Feld verrutschen kann. Eine weitere gute Möglichkeit, um sich die Zeit zu vertreiben, sind Kartenspiele wie «Mau Mau», «Uno» oder «Lügenbeutel».

Für lange Fahrten ist schweres Essen ungeeignet. Die Eltern macht es müde, und bei den Kindern kann es zu Reiseübelkeit führen. Besser ist leichte Kost wie frisches Obst und Gemüse und gesundes Fast Food. Sie können auch einige Butterbrote einpacken, am besten welche aus Vollkornbrot und belegt mit leichtem Aufschnitt wie Salat, Gurken, Käse oder Wurst. Als Süsses für Zwischendurch bieten sich Gummitierchen oder Kekse an. Vermeiden Sie Süssigkeiten, mit denen die Kinder das Auto vollschmieren können, zum Beispiel Schokolade. Zusätzlich braucht es ausreichend Getränke an Bord. Stark Zuckerhaltiges wie Cola oder Eistee sollten Sie meiden. Besser sind Apfel- und Traubenschorlen ohne Zuckerzusatz, Wasser oder ungesüsster Tee. Damit Essen und Getränke auch auf langen Fahrten frisch bleiben, empfiehlt sich eine Kühlbox.

Kleine Reiseapotheke

Nehmen Sie eine kleine Reiseapotheke mit. Es kann schnell passieren, dass im Reisestress mal jemand Kopfschmerzen bekommt. Oder einem der Kinder wird plötzlich schlecht während der Fahrt.

Folgendes sollten Sie im Auto dabei haben:

  • Kopfschmerztabletten
  • Etwas gegen Übelkeit und eine Spucktüte
  • Desinfektionsmittel für öffentliche Toiletten
  • Reinigungstücher

Die gepackte Tasche müssen Sie unbedingt ausserhalb der Reichweite der Kinder aufbewahren.

Die Kinder sollten bequeme Kleidung tragen, um ihnen das lange Sitzen so angenehm wie möglich zu machen. Ein Jogginganzug ist zum Beispiel gut geeignet. Darunter sollten die Kleinen auf jeden Fall ein T-Shirt und je nach Jahreszeit und Wetter eine kurze Hose aus leichtem Stoff tragen. Falls es ihnen zu warm wird, können die Kinder schnell etwas ausziehen, ohne dass Sie anhalten und in einem Koffer nach kurzen Sachen suchen müssen. Für Kälte sollten Sie mit einer Decke vorsorgen. Diese eignet sich auch zum Hineinkuscheln und Schlafen. Ebenso ist ein Kissen von Vorteil. Vergessen Sie für den Wohlfühlfaktor auch nicht das Lieblingskuscheltier. Damit fällt vielen Kindern das Einschlafen leichter.

Pausen sind wichtig

Alle zwei bis drei Stunden sollten Sie eine Pause von mindestens 30 Minuten einlegen. Achten Sie darauf, dass sich die Kinder dann etwas austoben können. Erkundigen Sie sich vor der Abfahrt, welche familienfreundlichen Rastmöglichkeiten auf Ihrer Strecke liegen, wie kinderfreundliche Restaurants oder Spielplätze. Vielleicht gibt es in der Nähe des Rastplatzes auch einen Tierpark oder ein kleines Waldstück, in dem Sie mit dem Nachwuchs eine Verschnaufpause einlegen können.

Wenn es keine Spielmöglichkeiten für Kinder gibt, können Sie auf dem Parkplatz einige Bewegungsspiele mit ihnen machen. Hüpfen Sie zum Beispiel mit ihnen den Hampelmann. Das treibt den Kreislauf an und lockert Arm- und Beinmuskeln. Nach dem langen Sitzen im Auto tut den Kleinen die Bewegung gut und macht sie gleichzeitig müde. Dadurch schlafen sie auf der nächsten Etappe im Auto vielleicht einige Zeit, und Sie müssen nicht durchgehend für Unterhaltung sorgen.

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