Kinder, lasst uns baden gehen!

Tschüss Wintermantel, hallo Badehose: Im Frühling findet in den Kinderzimmern eine regelrechte Metamorphose statt. Wie man Kinder beim Spielen im Freien am besten vor der Sonne schützt und worauf man beim Kauf eines Kinder-Badeanzugs achten sollte.

Eine UV-Badehose schützt die verletzliche Kinderhaut zuverlässig vor einem Sonnenbrand

Sieht cool aus und schützt beim Baden zuverlässig vor der Sonne: Ein UVP-Badekleid. (Bild: Fam Veld/iStock, Thinkstock)

Kaum streckt die Sonne im Frühling ihre ersten wärmenden Fühler aus, zieht es Eltern wie Bienenschwärme nach draussen. Und das ist auch gut so. Denn Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung frische Luft und Sonnenlicht. Für den Knochenbau beispielsweise ist Vitamin D wichtig, das durch das Sonnenlicht gebildet wird.

Doch gerade für die noch dünne Kinderhaut sind die Sonnenstrahlen nicht ungefährlich: Die Eigenschutzzeit ihrer Haut beträgt – je nach Hauttyp – nur zwei bis sieben Minuten. Das heisst, kleine Kinder können nach fünf bis zehn Minuten an der prallen Sonne schon einen Sonnenbrand erleiden.

Kinder sollten am Schatten spielen

Die Schweizerische Krebsliga empfiehlt deshalb, mit den Kleinen möglichst im Schatten zu bleiben und vor allem die starke Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr zu meiden. Doch gerade im Alter zwischen einem bis sechs Jahren, wenn die Kinderhaut noch besonders sensibel ist, haben viele Kinder einen besonders grossen Bewegungsdrang. Entsprechend schwierig ist es, sie dazu zu bringen, nur unter dem Sonnenschirm oder einem schattigen Baum zu spielen.

Schulterdeckende Kleider, ein Hut mit breiter Krempe, und eine Hose, wie sie die Krebsliga empfiehlt, helfen da, um die Kids vor schmerzhaft roter Haut zu schützen. Beim Spielen auf der Wiese bietet bereits ein T-Shirt einen guten Schutz vor den schädlichen UV-Strahlen. Ein gewöhnliches, dicht gewobenes Baumwollshirt hat laut der Internationalen Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz etwa Lichtschutzfaktor 20. Das heisst, mit dem Textilmaterial kann das Kind der Verweildauer in der Sonne um das Zwanzigfache verlängern, ohne Hautschäden zu erleiden. Bei leichter Baumwollkleidung beträgt der Lichtschutzfaktor nur etwa 2 bis 10.

Ein normales T-Shirt bietet beim Baden kaum Schutz vor der Sonne

Doch wussten Sie, dass der Sonnenschutzfaktor eines T-Shirts sofort in sich zusammenfällt, wenn die Kleidung nass wird? Gerade beim Spiel am und im Wasser empfiehlt die Krebsliga deshalb, den Kindern UV-Schutz-Textilien anzuziehen. Diese speziell gefertigte Bademode hat einen Lichtschutzfaktor, der weit über denen der stärksten Sonnencreme liegt. Leider kann man alleine durch das Anschauen oder Befühlen nicht beurteilen, wie gut diese Badekleider die Kleinen tatsächlich vor der Sonne schützen.

Darauf sollten Sie beim Kauf von UVP Bademode für Kinder achten:

  • Gütesiegel UV Standard 801: Dieser Prüf-Standard ist der strengste und gibt damit am genauesten an, wie hoch der Lichtschutzfaktor eines Badekleides oder eines Sonnenhutes ist. Denn bei diesem Prüf-Standard testet ein Labor die Textilien unter «worst case-Bedingungen»: Das Material wird erst in der Maschine gewaschen und wieder getrocknet. Dann wird es nach genau definierten Kriterien gedehnt und schliesslich noch angefeuchtet, um die Dehnung des Gewebes beim Tragen und die Bedingungen beim Spielen am Wasser zu simulieren. Zum Vergleich: ein neuer Badeanzug hat einen UV-Schutzfaktor von 80. Wird die Badehose gewaschen und gedehnt, hat sie im trockenen Zustand einen Lichtschutzfaktor von 26, im feuchten Zustand 28. Getestet wird bei maximaler Sonnenintensität mit dem Sonnenspektrum von Melbourne (Australien).
     
  • Das europäische Gütesigel EN 13758-1 dient ebenfalls als Orientierungshilfe, ist bei den Prüfkriterien aber weniger streng als der UV-Standard 801. Um den Lichtschutzfaktor zu ermitteln, testet das Labor die Textilien in neuem, ungedehntem und trockenen Zustand.
     
  • Ein Gütesigel, das man bei in der Schweiz verkauften Textilien (z.B. Sonnenhüte oder Badehosen) oft antrifft, ist der australisch-neuseeländische Standard AS/NZS 4399:1996. Auch hier wird der angegebene Lichtschutzfaktor am neuen, ungedehnten und trockenen Textil ermittelt. Auch diese Messmethode zeigt weniger genau an, wie hoch der Lichtschutzfaktor beim Tragen ist.
     
  • Bei gewissen Herstellern ist der UV-Schutz nur aufgesprüht. Kaufen Sie daher lieber hochwertige Beachwear, wo der Schutz eingewoben wurde.
     
  • Bademode für Kinder sollte atmungsaktiv, elastisch, leicht und schnelltrocknend sein

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