Mit Kindern im Auto

 

  • Schnallen Sie die Kinder ausnahmslos an und seien Sie selbst ein Vorbild.
  • Engen Sie das Kind nicht zwischen Koffern ein. Ein Kind braucht mehr Bewegungsfreiheit als ein Erwachsener.
  • Sofern genügend Platz vorhanden ist, kann ein Erwachsener streckenweise ebenfalls hinten Platz nehmen und sich intensiv mit dem Kind beschäftigen.
  • Kinder nie auf der Gepäcksablage oder hinter dem Heckfenster liegen lassen.
  • Lassen Sie das Kind niemals allein im Auto, auch wenn es tief schläft. Das Gefühl, verlassen zu werden, weil niemand mehr da ist, wenn es aufwacht, löst bei Kindern grosse Ängste aus.
  • Das Auto wenn möglich immer so parkieren, dass die Fahrbahn nicht überquert werden muss. Lassen Sie die Kinder nicht auf der Strassenseite ein- und aussteigen.
  • Stellen Sie vor Fahrbeginn die Kindersicherungen ein, so dass die Türen während der Fahrt nicht geöffnet werden können.
  • Vermeiden Sie schnelles Beschleunigen, rasante Kurvenfahrten und starkes Bremsen, damit den Kindern nicht schlecht wird.

 

Bei Fahrten in heisse Länder

Was die kleinen Passagiere am meisten zu schaffen macht, ist die heisse Sonne. Hier einige Tipps, die Sache etwas erträglicher zu gestalten:

  1. Installieren Sie Sonnenrollos oder Klimafolien an die Fenster, damit den Kindern nicht die pralle Sonne ins Gesicht scheint.
  2. Schützen Sie die Frontscheibe während den Nichtreisezeiten mit Sonnenschutzkartons, damit die Innentemperatur nicht allzu stark ansteigt.
  3. Stellen Sie die Klimaanlage nicht tiefer als auf 24° ein, damit der Unterschied zur Aussentemperatur nicht allzu krass ist, was zu Erkältungen führen könnte.

Beladen

Bei starkem Bremsen oder sonstigen brüsken Fahrmanövern können die Gegenstände im Auto zu gefährlichen Geschossen werden. Deshalb sollte beim Beladen auf folgende Punkte geachtet werden:

  1. Wenn immer möglich kein Gepäck im Passagierraum unterbringen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt: schweres Gepäck nach unten, leichtes nach oben.
  2. Die Koffer und Taschen quer zur Fahrtrichtung und so nahe wie möglich an die Rücksitzlehne plazieren.
  3. Bei Schräghecklimousinen oder Kombis den Laderaum nach Möglichkeit nicht über die Oberkante der Rücksitzbank hinaus beladen. Die Ladung grossflächig mittels Decke oder Netz absichern und mit Spanngurten festzurren. Einfache Gummi-Expander bieten bei einem Unfall keinen Schutz.
  4. Den Kindern in den Innenraum nur weiche oder sehr leichte Spielsachen mitgeben und auf Getränkebehälter und Kühlboxen verzichten. Lieber öfter mal eine Pause einlegen.

Sicherheit im Auto

  • Reboardsysteme (rückwärtsgerichtet), die auf dem Vordersitz installiert werden, auf keinen Fall an einem Platz mit Airbag montieren.
  • Darauf achten, dass die Gurten immer satt anliegen. Bei einem Crash stellt die sogenannte "Gurtlose" ein zusätzliches Risiko dar.
  • Den Dreipunktgurt nie unter die Achsel legen, um ein eventuelles Scheuern des Halses zu vermeiden. Dies birgt ein hohes Verletzungsrisiko und weist auf einen falschen Sitz hin.
  • Kinder nie auf den Schoss nehmen, da sie im Falle eines Unfalls nicht gehalten werden können.

Natürlich können sich Kinder nach einer gewissen Zeit gegen das System sträuben und versuchen, sich daraus zu befreien. Erklärungen zum Sinn und Zweck dieser Massnahmen werden aber auch von kleineren Passagieren begriffen. Auf keinen Fall Ausnahmen gewähren, damit es nicht jedes Mal zu Diskussionen kommt. Und schnallen Sie sich selbst an, damit die Kinder merken, dass diese Sicherheitsmassnahme für alle gilt.

Rückhaltesysteme

Bestimmungen

Die folgenden Bestimmungen gelten für die Schweiz. Es ist untersagt, ein Kind unter 7 Jahren auf dem Vordersitz mitfahren zu lassen, es sei denn in einem homologierten, dem Alter entsprechenden Rückhaltesystem. Für die Sicherheit der Kinder bis zu 12 Jahren müssen sie im Auto mit einer geeigneten Kinderrückhaltevorrichtung geschützt werden. Auf zwei bewilligten Plätzen auf den Rücksitzen dürfen drei Kinder bis zu 12 Jahren sitzen (bis zu 7 Jahren unbeschränkte Anzahl, die Kinder müssen jedoch sitzen können). Verfügt das Fahrzeug über keine Rückhaltevorrichtungen, dürfen die Kinder ungesichert fahren, wovon aus Sicherheitsgründen natürlich dringend abgeraten werden muss.

Die Bestimmungen sind von Land zu Land verschieden. In Deutschland und in Österreich etwa gilt auch für ausländische Gäste die Vorschrift, Kinder unter 12 Jahren und Personen unter 1.50 m Körpergrösse mit Rückhaltevorrichtungen, die der ECE44/03-Norm entsprechen, zu sichern.

Drei gute Gründe für Rückhaltesysteme:

  1. Sie vermeiden oder vermindern Unfallverletzungen.
  2. Sie ermöglichen eine dem Alter des Kindes angepasste Körperhaltung.
  3. Das Kind ist gut aufgehoben und lenkt den Fahrer nicht ab.

Kriterien zur Wahl eines Rückhaltesystems:

  • Achten Sie darauf, dass der Sitz nach der strengen ECE-R 44/03-Norm getestet und zugelassen ist (orangefarbenes oder rotes Etikett mit einer Kennziffer, die mit 03 beginnt).
  • Der Sitz muss für Ihren Wagen sowie Alter und Gewicht des Kindes geeignet sein, denn nicht alle Sitze passen in jedes Auto.
  • Der Ein- und Ausbau sollte unproblematisch sein, das erspart Ärger und Nerven. Lassen Sie den Sitz in Ihr Fahrzeug einbauen und laden Sie das Kind ein, darin Platz zu nehmen.
  • Die vorhandenen Fahrzeuggurte sollten verwendet werden können und der Kindersitz muss sich stramm auf den Fahrzeugsitzen befestigen lassen, standsicher sein und darf weder kippen noch verrutschen.
  • Wählen Sie einen atmungsaktiven Stoffbezug, der sich leicht entfernen und reinigen lässt.
  • Der Preis des Sitzes kann kein Entscheidungskriterium sein. Tests zeigen, dass auch preiswerte Sitze den erwünschten Schutz bieten können. Ein Preisvergleich einzelner Systeme bei verschiedenen Anbietern lohnt sich.

Behinderte Kinder

Für behinderte Kinder gibt es spezielle Ausführungen (Bezugsquellennachweis beim Technischen Dienst des TCS, Tel. 041-267 11 11).

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