Freizeit > FesteAprilscherze: Die lustige Geschichte des 1. AprilDer 1. April ist weltweit als Tag der Scherze und Streiche bekannt. Doch woher kommt diese Tradition eigentlich? Erfahre mehr über die Herkunft des Aprilscherzes. Victoria Engeler InhaltsverzeichnisUrsprungVerbreitungAprilscherze weltweitDer erfolgreichste Aprilscherz Der 1. April ist der Tag, an dem wir die Welt mit einem Augenzwinkern betrachten. © Bychykhin_Olexandr / iStock / Getty Images Plus Jedes Jahr am 1. April fallen Menschen auf der ganzen Welt in harmlose Scherze und Streiche herein. Die Tradition des «In-den-April-Schickens» ist tief in unserer Kultur verwurzelt, aber ihre genauen Ursprünge bleiben bis heute ein Rätsel. Trotzdem gibt es viele interessante Theorien und historische Hinweise, die uns Einblicke in die Entstehung des Aprilscherzes geben. In diesem Artikel erzählen wir dir spannende Fakten über diesen besonderen Tag. Die Ursprünge des Aprilscherzes: Zwischen Mythos und Wahrheit Die Suche nach dem wahren Ursprung des Aprilscherzes gleicht einer Schnitzeljagd durch die Geschichte. Verschiedene Kulturen und Epochen beeinflussen die zahlreichen Erklärungsversuche. Einige dieser Theorien sind selbst so fantasievoll, dass man sie selbst fast für Aprilscherze halten könnte. Die Kalenderreform-Theorie Eine weit verbreitete Erklärung führt den Aprilscherz auf die Kalenderreform des französischen Königs Karl IX. im Jahr 1563 zurück. Angeblich wurden diejenigen, die den neuen Jahresbeginn am 1. Januar vergassen und weiterhin am 1. April feierten, verspottet und «in den April geschickt». Die Wetter-Theorie Manche sehen einen Zusammenhang zwischen dem wechselhaften Aprilwetter und dem Aprilscherz. Diese Erklärung ist jedoch wenig überzeugend, da die Tradition auch in Regionen mit stabilem Aprilwetter verbreitet ist. Die Frühlingsbräuche-Theorie Diese Theorie zur Entstehung des Aprilscherzes bezieht sich auf die Idee, dass der Aprilscherz mit alten Frühlingsfesten zusammenhängt. Der Monatsname April könnte vom lateinischen Wort «aperire» abgeleitet sein, was «öffnen» bedeutet. Dies könnte sich auf das Öffnen der Natur im Frühling beziehen. Der Aprilscherz könnte somit als eine Art Feier des Frühlingsbeginns interpretiert werden. Wie der Aprilscherz sich verbreitete Während der genaue Ursprung des Aprilscherzes im Dunkeln liegt, gibt es einige konkrete historische Belege für seine Existenz. Die Redewendung «in den April schicken» wurde erstmals im 17. Jahrhundert in Bayern schriftlich festgehalten, was darauf hindeutet, dass der Brauch zu diesem Zeitpunkt bereits weit verbreitet. Der Begriff «Aprilscherz» selbst tauchte jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf. Mit europäischen Auswanderern gelangte die Tradition zur gleichen Zeit auch nach Nordamerika. Aprilscherze weltweit: Wie andere Kulturen den 1. April feiern In der Schule ein Highlight: der «poissons d’Avril» © nito100 / iStock / Getty Images Plus Der Aprilscherz wird in vielen Ländern auf der ganzen Welt gefeiert. Jede Kultur hat dabei ihre eigenen Traditionen und Besonderheiten entwickelt. Diese globale Verbreitung zeigt, wie universell der Wunsch nach Humor und Spass in unserer Gesellschaft ist. In Frankreich werden Aprilscherze als «poissons d'Avril» (Aprilfische) bezeichnet. Hier versucht man, Papierfische an den Rücken ahnungsloser Personen zu heften. In englischsprachigen Ländern ist der Begriff «April Fool's Day» gebräuchlich, und die Scherze enden traditionell am Mittag. In manchen Ländern gibt es spezielle Regeln für Aprilscherze in den Medien, um Falschinformationen zu vermeiden. In Spanien und Lateinamerika werden Freunde, aber auch Fremde, nicht am 1. April sondern am 28. Dezember – dem Día de los Santos Inocentes, mit Scherzen hereingelegt. Der erfolgreichste Aprilscherz Am 1. April 1957 veröffentlichte der britische TV-Sender «BBC» einen Bericht über die Spaghetti-Ernte im Tessin. «Natürlich sind es Spaghetti. Am selben Tag gepflückt und in der Sonne getrocknet. Für diejenigen, die dieses Essen lieben, gibt es nichts Besseres als Spaghetti aus Eigenanbau», erklärt der Dokumentarfilmsprecher. Der Beitrag sorgte für grosse Aufregung beim Publikum. Heute wird er als weltweit erfolgreichster Aprilscherz gesehen. Erstellt mit Unterstützung von ChatGPT und Perplexity.