Kindern die Weihnachtsgeschichte vermitteln

Kinder verbinden mit Weihnachten den geschmückten Baum, Guetzli und nicht zuletzt viele Geschenke. Doch hinter dem Fest steckt eine tiefere Bedeutung: Es erinnert an Jesus' Geburt. Wie Eltern den Kindern die Weihnachtsgeschichte vermitteln können.

Eine Krippe stellt die Weihnachtsgeschichte dar.

Die Weihnachtsgeschichte spielerisch erfahren: Kinder spielen mit Krippenfiguren. Foto: Jupiterimages/Polka Dot, Thinkstock

Das Baby liegt im Stroh der Krippe, Esel und Ochse stehen daneben, der Stern leuchtet hoch oben am Himmel. «Die Weihnachtsgeschichte enthält viele Elemente und Symbole, die sehr gut in die Erfahrungswelt und zu den Interessen von Kindern passen», sagt Stephan Sigg, Autor von religiösen Kindern- und Jugendbüchern aus St. Gallen. Eltern haben daher viele Möglichkeiten, Kindern die Weihnachtsgeschichte vertraut zu machen.

Mit Kindern Familien-Gottesdienste im Advent besuchen

So können sie etwa mit ihren Kindern in der Vorweihnachtszeit Kindergottesdienste besuchen. Dort vermitteln engagierte Mitglieder der Kirchengemeinden auf sehr kreative und zeitgemässe Weise die Botschaft von Weihnachten, zum Beispiel in Form von Krippenspielen.

«Krippenspiele bieten Kindern die Möglichkeit, in die Rolle der Weihnachts-Protagonisten zu schlüpfen. Das ist eine grosse Chance, die Ereignisse, wie sie in der Bibel geschildert werden, hautnah mitzuerleben», sagt Sigg. «Den gleichen Effekt hat auch das Sternsingen.» Mehr als 7000 Kinder gehen in der Schweiz jedes Jahr um den 6. Januar herum Sternsingen, um als Weisen aus dem Osten Häuser zu segnen und für Projekte in aller Welt Geld zu sammeln.

Kinder mit Krippenfiguren die Weihnachtsgeschichte spielen lassen

Auch zu Hause lässt sich die Weihnachtsgeschichte spielerisch erleben. Um die Geschichte anschaulich darzustellen, können Eltern zu Beginn der Adventszeit – vielleicht auch gemeinsam mit den Kindern, wenn diese schon genug alt sind – eine Krippe in der Stube aufbauen. In den Tagen bis zu Weihnachten wandern Maria, Josef und der Esel immer weiter durch die Krippenlandschaft, bis sie an Heiligabend schliesslich bei der Krippe ankommen.

Tipps zum Krippenbau

Bereiten Sie ein braunes oder dunkelgrünes Tuch als Untergrund auf dem Boden, einem Fenstersims oder einem stabilen Tischchen aus. Nun kann man mit Moos, Rinde, kleinen Ästen oder auch Steinen eine Landschaft aufbauen. Hinter der Krippenlandschaft hängen Sie ein dunkelblaues Tuch auf, wo Sie den Weihnachtsstern und allenfalls weitere kleinere Sterne mit kleinen Nädelchen anbringen können (für die Sterne eignet sich am besten eine goldige Metallfolie).

Was Sie ausserdem benötigen:

  • Krippenfiguren: Maria, Josef, Christkindlein, 2 Hirten, 1 Esel, 1 Ochse, Schafe
  • Stall
  • Kleine Futterkrippe, wo das Jesuskind auf etwas Stroh reingelegt wird

Als Ritual kann man gemeinsam mit den Kindern jeden Abend einen kleinen Stern am Nachthimmel hinter der Krippe aufhängen (siehe Infobox). An Weihnachten, wenn Maria und Josef bei der Krippe angekommen und Jesus geboren ist, wird schliesslich noch gemeinsam der grosse Weihnachtsstern oberhalb der Krippe aufgehängt.

Viele Eltern stellen dabei fest, dass die Figuren Kinder faszinieren. Dabei sollte man darauf achten, dass sowohl Krippe als auch Figuren so stabil sind, dass sie gut für Kinderhände geeignet sind. Wenn Eltern zusammen mit ihren Kindern die Weihnachtsgeschichte nachspielen und sich in dieser Weise auf den Weg nach Bethlehem machen, erfahren Kinder sehr eindrucksvoll, was Maria, Josef und die Hirten erlebten.

Kindern die Bedeutung von Weihnachten vermitteln

Die Weihnachtsgeschichte ist Trägerin vieler Botschaften. So soll beispielsweise die Geburt von Jesus, Gottes Sohn, zeigen: Die Menschheit ist nicht sich selbst überlassen. Dass Jesus nicht in einem Palast, sondern als ein Kind in ärmsten Verhältnissen auf die Welt kam, zeigt darüber hinaus, dass vor Gottes Augen alle Menschen denselben Stellenwert haben, ob arm oder reich. Weil sich Jesus für Arme, Kranke und Aussenseiter einsetzte, ist er mit seiner Zivilcourage ein grosses Vorbild.

All das sind klare Botschaften, die auch jüngere Kinder schon begreifen können. Der Advent bietet eine gute Gelegenheit, mit Kindern über die Bedeutung der Weihnachtsgeschichte zu sprechen: bei Weihnachtsguetzli und einer brennenden Kerze am Nachmittag zum Beispiel.

Auch Weihnachtsbräuche können dazu beitragen, sich mit der Weihnachtsgeschichte auseinanderzusetzen, sagt Stephan Sigg: «Sprechen Eltern über Adventsbräuche, lernen Kinder, dass all die spannenden Rituale nicht einfach nur so praktiziert werden, sondern dass hinter ihnen eine lange Geschichte steht.» Adventsbräuche helfen seiner Meinung nach, die Weihnachtsgeschichte besser zu verstehen.

Weihnachtsbräuche und ihre Bedeutung

Weihnachtsbräuche besitzen eine hohe Symbolkraft.

Der Adventskranz hilft dabei Weihnachten zu erklären.

Der Adventskranz zeigt, wie lange es noch bis Weihnachten dauert. Foto: © Herby ( Herbert ) Me - Fotolia.com

Der Adventskalender

Jeden Tag ein Türchen öffnen: Das ist ein Ritual, das weit mehr bedeutet, als jeden Tag ein bisschen Schokolade naschen zu können oder ein Geschenk zu erhalten. Der Adventskalender erinnert Kinder jeden Tag an das bevorstehende Weihnachtsfest und lässt sich daher sehr gut nutzen, ihnen täglich mehr über das Weihnachtsfest zu vermitteln: zum Beispiel mit Adventskalendergeschichten, die es in der Buchhandlung gibt.

Wie Sie einen Adventskalender basteln können, lesen Sie hier.

Wer mehr Informationen zum Ursprung des Adventskalenders sucht, erhält auf der Seite der deutschen Medienwerkstatt eine gute Übersicht.

Der Adventskranz

An jedem Adventssonntag wird eine weitere Kerze angezündet. Das bedeutet: Je mehr es auf Weihnachten zugeht, umso heller und wärmer wird es in unseren Herzen.

Eine Anleitung, wie Sie einfach einen Adventskalender selber machen können, finden Sie hier.

Mehr zum Ursprung des Adventskranzes erfahren Sie hier.

Der geschmückte Baum

Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung im mittelalterlichen Krippenspiel: Dort wurde er als Paradiesbaum aufgestellt. Weil Adam und Eva von dem verbotenen Apfel naschten, ging von diesem Baum das Unheil aus, das den Erlöser notwendig machte. Früher zierten Äpfel den Baum – heute sind es die Christbaumkugeln.

Mehr zur Bedeutung des Festbaumes gibt es unter www.medienwerkstatt-online.de

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