Peter Maffay eröffnete das Zürcher «Märlitram» 2015

Im Advent dreht der Samichlaus wieder mit dem Märlitram seine Runden durch die Zürcher Innenstadt, begleitet von zwei zauberhaften Engeln. In diesem Jahr eröffnete der deutsche Rockmusiker Peter Maffay das Märlitram und erzählte an Bord Geschichten. Auch wir waren dabei!

Peter Maffay Mit Tabaluga und dem Samichlaus bei der Eröffnung der Märlitrams

Die Kinder freuen sich riesig auf ihre Fahrt mit dem Märlitram! Foto: Jasmin Kunz

Auf der heutigen Spezialfahrt erzählte Peter Maffay den 25 überglücklichen, aufgeregten Kindern Geschichten aus der Welt des kleinen grünen Tabalugas. Selbstverständlich war der Drache auch in Lebensgrösse dabei. 

Peter Maffay und Tabaluga machen dem Samichlaus Konkurrenz

Das nostalgische Märlitram ist seit 1958 zwischen Bellevue und Bahnhofstrasse unterwegs. Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren dürfen in eine zauberhafte Märchenwelt eintauchen. Heute war der Andrang besonders gross – Jung und Alt stürmen den Platz vor der Märlitram-Haltestelle, um ein Foto mit Peter Maffay zu ergattern. Drache Tabaluga stiehlt ihm dabei liebenswürdig die Show und zaubert ein Lächeln in die Kindergesichter. Auch der Samichlaus und zwei Engel sind mit von der Partie, doch die Kids bestaunen lieber mit grossen Augen den kinderlieben Rockmusiker oder setzen sich auf Tabalugas Schultern.

Auch Tabaluga ist beim Märlitram mit von der Partie!

Während Maffay Interviews gibt, kümmert sich Drache Tabaluga um die Kleinsten. Foto: Jasmin Kunz

Märlitram: Märlispass auch für Flüchtlingskinder

Auf der Spezialfahrt wird auch das aktuelle Thema Flüchtlingskinder thematisiert. Drei Schüler aus der Aufnahmeklasse Asyl vom Schulhaus Letten sind mit dabei und steigen lachend mit viel buntem Glitter im Gesicht aus dem Märlitram. Die Kinder sind seit Oktober in Zürich und haben bereits einige Brocken Deutsch gelernt. Die Gruppe von 25 Kindern versteht sich blendend und ist sich einig: Tabaluga ist soooo cool! Das Gesicht hinter der Tabaluga-Verkleidung ist übrigens eine Frau. Seit rund vierzehn Jahren ist sie der grüne Drache und hat grossen Spass, Kinder und auch Erwachsene glücklich zu machen und ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern.

Tabaluga on Tour!

Die Kinder haben einen riesen Spass mit Drache Tabaluga! Foto: Jasmin Kunz

Auch für Peter Maffay ist das Thema Flüchtlinge wichtig. Als 13-Jähriger hat er seine rumänische Heimat zusammen mit den Eltern verlassen. Die aktuellen Ereignisse wecken persönliche Erinnerungen. Die Situation sei jedoch eine andere, wie er sagt, denn heute würden Asylsuchende viel schlechter aufgenommen. Seiner Meinung nach ist es besonders wichtig, Werte wie Freundschaft zu pflegen und den Kindern ans Herz zu legen, denn wo Freundschaft ist, hat Fremdenhass keinen Platz. In der Peter Maffay Stiftung für traumatisierte Kinder werden genau diese Werte gepflegt. In einer der Einrichtungen wurden vor kurzem 20 bis 25 Flüchtlingskinder aufgenommen, um dort in eine Gemeinschaft zu wachsen. Auch die Tabaluga-Tournee steht ganz unter dem Motto «Es lebe die Freundschaft!».

Peter Maffay, was meinen Sie zum aktuellen Thema Flüchtlingskinder und wie man diese erfolgreich integriert?

Peter Maffay: Man stellt sich viel zu viele unnötige Fragen. Wie wir heute gesehen haben, kommen die Kinder gut selber klar mit ihrer Situation. Als Erwachsener kann man sich also erlauben, das alles weniger kompliziert zu sehen. Für mich ist das nie eine Frage, woher ein Kind kommt, Hauptsache man verbringt Zeit miteinander und hat Spass.

Sie verbinden eine persönliche Geschichte mit dem Thema Migration?

Unsere Situation, als wir 1963 von Rumänien nach Deutschland gekommen sind, war eine andere. Doch auch wir haben unsere Heimat zurückgelassen um ein neues Leben zu beginnen. Mein Vorteil war, dass ich bereits Deutsch sprechen konnte. Die Situation heuet sieht anders aus, die Flüchtlinge kommen von weiter her und sprechen eine komplett andere Sprache. Auch gibt es heute grössere Probleme mit rechtsradikalen Gruppen, früher haben sich diese Organisationen versteckt – heute haben wir einen starken Rechtsrutsch. Die Aufgabe unserer Gesellschaft ist es nun, besser aufzuklären und zu informieren, um der Angst vor Veränderung und Überfremdung zu begegnen.

Nun ging es heute natürlich neben dem ernsten Thema der Flüchtlingskinder auch um das Märlitram. Konnten Sie die Fahrt geniessen?

Es war wärmer und lustiger als auf der Harley. Geschichten erzählen ist wichtig, so können Werte vermittelt werden, die sonst in der heutigen Zeit vielleicht etwas verloren gehen. Mit Tabaluga sollen Werte wie Freundschaft, Empathie und Respekt vermittelt werden. Durch solche Geschichten werden Gespräche mit den Kindern angeregt. In unserer Kultur leidet das Geschichtenerzählen durch die neuen Medien, das ist schade. Die neuen Techniken sind eine gute Sache, doch werden Kurznachrichten und Facebook-Posts nie die Geschichten ersetzen können.

Der 66-jährige Rockmusiker ist der Meinung, Kindern müsse gar nicht so viel erklärt werden, da Werte wie Freundschaft und gegenseitiger Respekt für alle Mitmenschen gelten und vor allem die Kleinsten keinen Unterschied aufgrund der Herkunft machen, es sei denn, es wird ihnen so vermittelt.

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