Verhalten im Krankheitsfall

Eltern pflegen Kinder, wenn sie krank sind.

Wenn Kinder krank sind, sollten sie liebevoll gepflegt werden.

Auch die beste Prävention der Welt kann keine Krankheit verhindern. Wenn Ihr Kind mehr als sonst an Ihnen hängt, viel weint, seine Aktivität einschränkt, sind dies häufig Vorboten einer beginnenden Krankheit. Meistens steckt nur eine kleine Erkältung dahinter, manchmal eine ernsthafte Erkrankung.

Hier scheiden sich die Geister: Ein Teil der Eltern möchte jedes Anzeichen einer beginnenden Krankheit sofort vom Kinder- oder Hausarzt kontrollieren lassen. Die Anderen warten lieber ab und gehen erst dann zum Arzt, wenn der gesundheitliche Zustand es einfordert. Laut dem Standardwerk «Gesundheit für Kinder» gibt es fünf Regeln, wann Eltern in jedem Fall einen Arzt aufsuchen sollten:

Regel 1:

Säuglinge, die ein neues Verhalten aufweisen (Trinkschwäche oder Apathie), sollten untersucht werden. Ebenso wenn die Temperatur über 38 °C liegt (das gilt für Babys unter sechs Monaten).

Regel 2:

Wenn Sie sich über den Zustand Ihres Kindes Sorgen machen.

Regel 3:

Der Kinderarzt sollte immer dann kontaktiert werden, wenn eine Krankheit nicht zu erklären ist und wenn sonstige Symptome nicht auftreten.

Regel 4:

Sobald im Kindergarten oder in der Schule Krankheiten auftreten, die nicht ohne spezielle Medikamente behoben werden können.

Regel 5:

Wenn eine Krankheit nicht enden will oder sich stets verschlechtert, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen.

Pflege daheim

Die Krankentage sind für Kinder eine besondere Zeit. Der Alltag wird erstmals gestoppt, es steht nun an erster Stelle. Sein Gesundheitszustand hat oberste Priorität. Richten Sie im Wohnzimmer ein Krankenlager ein. Holen Sie die Bettwäsche aus dem Kinderzimmer, das Lieblingskuscheltier und die Spielsachen mit denen sich Ihr Kind im Liegen beschäftigen kann. Das kranke Kind wird Ihre gesamte Aufmerksamkeit einfordern. Diese trägt aber wesentlich zur schnellen Genesung bei. Lesen Sie Ihrem Kind vor, nehmen es in den Arm oder verwöhnen es mit einer neuen Ausgabe seiner Lieblingszeitung. Aber auch eine Mutter muss nicht 24 Stunden neben dem kranken Kind sitzen. Fernsehen ist während der Krankheitsphase ein akzeptabler Zeitvertreib.

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist sehr wichtig. Bieten Sie Ihrem Kind mehrere Möglichkeiten an: Tee, Saftschorlen oder Wasser. Krankheit vermindert den Appetit. Bieten Sie dem Patienten trotzdem eine Auswahl an: Obst wie Bananen, Äpfel, Mandarinen, Suppen oder «breiige» Mahlzeiten wie Kartoffelstock, Pudding oder Milchreis. Wenn Ihr Kind wieder aktiv wird, grossen Hunger hat und die Symptome verschwunden sind, ist es auf dem Weg zur Besserung. Lassen Sie es nach einer längeren Krankenzeit noch für einen Tag daheim. Das Kind kann sich erholen, auf die Schule vorbereiten und zurück in den Alltag kehren.

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