Wenn der kleine Zeiger vorschnellt: So fällt die Zeitumstellung Ihrem Kind leichter

Babys und Kinder leiden unter der Zeitumstellung im März. Zu Beginn der Sommerzeit finden sie abends schlechter in den Schlaf, sodass sie tagsüber unausgeschlafen und quengelig sind. Eltern können einiges dafür tun, Ihrem Kind die Zeitumstellung zu erleichtern.

Wenn der kleine Zeiger vorschnellt: So fällt die Zeitumstellung Ihrem Kind leichter

Am letzten Sonntag im März wird der Zeiger von 2 Uhr morgens auf 3 Uhr umgestellt. Foto: Massonstock, iStock, Thinkstock

Wie schön, der Frühling ist da! Doch er bringt Familien nicht nur Gelegenheit, draussen zu spielen, zu picknicken und zu wandern, er bringt auch etwas, was Eltern und Kinder gar nicht lieben: die Zeitumstellung! Sie wirft Babys und Kinder leicht aus dem Rhythmus.

Jedes Jahr wird am letzten Sonntag im März die Nacht um eine Stunde verkürzt. Der kleine Zeiger der Uhr wird also vorgestellt. Statt zwei Uhr nachts ist es plötzlich drei Uhr. Die fehlende Stunde hat Konsequenzen. Das Kind, das während der Winterzeit normalerweise beispielsweise um sechs Uhr aufwacht, will heute am liebsten bis sieben Uhr schlafen – was an diesem Sonntag erst mal recht angenehm erscheint. Doch am Abend, wenn es zur selben Uhrzeit wie gewohnt schlafen gehen soll, ist es noch gar nicht müde! Schliesslich wäre es um 20 Uhr abends gestern erst 19 Uhr gewesen. Geht es aber später ins Bett, wird es am nächsten Tag unausgeschlafen sein. Ein Dilemma, dessen Auswirkungen oft viele Wochen spürbar sind.

Zeitumstellung: Sommerzeit in der Schweiz

Die Sommerzeit ist in der Schweiz wenig beliebt – viele wollten sie von Anfang an gar nicht haben. Als der Bund 1977 ein Sommerzeit-Gesetz verabschiedete, machten sich die Bauern grosse Sorgen um ihre Kühe. Um deren Biorhythmus nicht durcheinander zu bringen, starteten sie zunächst erfolgreich eine Volksinitiative gegen die Zeitumstellung. So wurde die Schweiz zur Zeitinsel inmitten von Ländern mit Sommerzeit – allerdings nur für ein Jahr. Aufgrund der organisatorischen Probleme, die die Zeitinsel mit sich brachte, setzte sich der Nationalrat 1981 über die Interessen der Bauern hinweg und gab Grünes Licht für die Sommerzeit. Seitdem stehen auch die Schweizer im Sommer eine Stunde früher auf und nutzen damit das Sonnenlicht bestmöglich aus.

Sommerzeit schrittweise einführen

Zum Glück können Eltern einiges dafür tun, dass sich Kinder besser an die Sommerzeit gewöhnen. Sinnvoll ist es, die Sommerzeit langsam einzuführen. Wer das Kind jeden Tag fünf Minuten früher ins Bett bringt, gewöhnt es auf sanfte Art und Weise an die Neuerung. Klar, dass das Kind dann morgens auch entsprechend früher geweckt wird, sonst ist es am nächsten Abend nicht müde.

Nicht nur die Nachtruhe sollte Schritt für Schritt vorverlegt werden, der gesamte Tagesrhythmus sollte mit einbezogen werden. Zum Beispiel der Mittagsschlaf. Wer ihn ausfallen lassen will, weil das Kind dann abends vielleicht müder ist, sollte bedenken: Übermüdete Kinder schlafen abends oft schwerer ein. Auch gilt es, den Beginn der Mahlzeiten den neuen Schlafenszeiten zeitlich anzupassen. «Denn Essenszeiten helfen besonders dabei, den Tagesablauf zu strukturieren», weiss Professor Jennifer Chambers, Kinder- und Jugendärztin von der Universität Alabama in Brimingham.

Zimmer abdunkeln

Gut, wenn das Zimmer abends schön dunkel ist! Ein Fenster lässt sich leicht mit einem Rollo, einer Decke oder eine schwarzen Pappe verdunkeln. Im Dunkeln schlafen Kinder besser ein, vorausgesetzt, sie fürchten sich nicht. In diesem Fall nimmt ein Schlummerlicht die Angst vor Monstern.

Mit Kindern über die Zeitumstellung reden

Kinder wollen die Welt verstehen, wollen auch komplexe Zusammenhänge begreifen. Mit Hilfe einer Spieluhr können Eltern ihrem Kind veranschaulichen, worin der Unterschied zwischen Winterzeit und Sommerzeit besteht. Hier können Kinder online die Uhr auf Sommerzeit und Winterzeit stellen.

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