Facebook Pixel

Emotionales Essen: So schlagen Ihre Gefühle Ihnen nicht auf den Magen

Aufgrund des Lockdowns verbringen wir alle mehr Zeit Zuhause. Das sorgt immer mal wieder für Frust und auch Langeweile. Viele von uns wirken gegen diese Gefühle mit Essen oder Snacken an. Und oft, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Unsere Expertin Laura Müdespacher verrät worauf Sie achten müssen, dass Ihnen die Corona-Krise nicht auf den Magen schlägt. 

Familienleben Logo

Mit diesen Tipps halten Sie selbst in Krisenzeiten Ihren gesunden Ernährungsplan ein. Bild: wmaster890, Getty Images

Kennen Sie das: Sie sind gestresst und die Kinder sind gerade einfach so laut und fordernd – um sich zu beruhigen, brauchen Sie jetzt unbedingt was Süsses. Oder aber: Sie sitzen im Homeoffice und kommen irgendwie mit der Arbeit einfach nicht voran. Vielleicht hilft ja ein kleiner Snack. Mal schauen, was es so im Kühlschrank hat... 

In beiden Situationen ist es nicht der Hunger, der uns zum Essen verleitet, sondern es sind unsere Gefühle. Emotionales Essen, nennt man das. Dabei essen wir meist mehr, als wir eigentlich brauchen, vor allem gerne ungesunde Fette, zu viel Kohlenhydrate oder auch gerne industriell verarbeiteten Zucker. Warum? Wir brauchen in diesem Moment eine schnelle Belohnung oder suchen Trost in genau diesem «Comfort food», weil wir uns mit unseren Gefühlen nicht anders auseinandersetzen können. Leider führt es dazu, dass es unseren Ernährungsplan total durcheinanderbringt.

Essen aus Frust, Langeweile oder Wut: Diese Tipps helfen 

Mit ein paar einfachen Tipps ist es einfach, emotionales Essen zu vermeiden und auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Egal, wie schwierig sich alles gerade anfühlt – diese Tipps helfen, das eigene Essverhalten zu reflektieren und endlich mit dem Frustessen Schluss zu machen.

Stellen Sie sich Ihren Gefühlen. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch oder sprechen Sie mit jemanden über Ihr Befinden. Gestehen Sie sich auch mal Schwächen ein. Wir alle haben manchmal Momente im Leben, in denen wir nicht weiterkommen oder Unterstützung brauchen. Je mehr Sie Gefühle aussprechen statt unterdrücken, desto weniger müssen Sie mit Essen kompensieren.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Sinne. Was fühlen Sie? Was wollen Sie? Was genau fehlt Ihnen? Erden Sie sich und nehme Sie sich Zeit für sich selbst. Was brauchen Sie wirklich, um sich besser zu fühlen? Hören Sie ganz auf die innere Stimme und nicht das Bauchgefühl. 

Setzen Sie Prioritäten, vor allem für Sie selbst! Reduzieren Sie Zwänge, die Sie sich selbst auferlegt haben, und überfordern Sie sich nicht. Sie sind gut, wie Sie sind, und müssen sich nicht ständig beweisen. Achten Sie dabei nicht auf die Meinung anderer, sondern auf Ihre eigene: Wie sehe ich mich?

Suchen Sie sich einen Rückzugsort. Gerade in schwierigen Zeiten, in denen Sie sich nicht wohlfühlen, können Sie diese Orte zum Erholen und Zurückziehen nutzen. Egal, ob es ein Sessel mit einer Kuscheldecke oder eine Badewanne voll Schaum ist. Achten Sie allerdings darauf, dass dabei keine Verbindung zu Essen besteht.

Bewegen Sie sich und achten Sie dabei auf Ihr Körpergefühl. Stellen Sie eine Verbindung zu Ihrem Körper her. Dabei müssen Sie kein Hardcore-Training absolvieren. Ein kurzer Spaziergang im Wald reicht völlig aus und kann viel bewirken, genauso auch ein paar Yogaübungen oder eine kleine Fahrradtour.

Essen Sie ausgewogen und über den ganzen Tag hinweg, statt grosse Mahlzeiten auf einmal zu Ihnen zu nehmen. So bekommen Sie nicht so schnell Heisshunger und können sowohl die Portionen als auch die Zutaten besser einschätzen. Nüsse und Obst eignen sich besonders gut als Snacks.

Laura Müdespacher Goldenbody

Laura Müdespacher hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die Inhaberin von Goldenbody hilft anderen dabei, ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln. Die Personaltrainerin setzt dabei auf Bewegung und die richtige Ernährung. In Sachen Gesundheit kann ihr so schnell keiner was vormachen: Sie ist nicht nur Ernährungsberaterin, sondern auch Expertin für Präventiv- und Sporternährung, zertifizierte Gesundheitstrainierin und ausgebildete Fachfrau Gesundheit.