Pilze sammeln: Damit aus dem Schmaus kein Graus wird

Die Zeit ist endlich reif für Pilze. Seit Mitte August können Sie sich wieder auf Pilzsuche machen. Auf was Sie achten sollten, wenn Sie sich die Suppe nicht verderben wollen.

Diese Frau hat einen Steinpilz gesammelt und säubert den Pilz nun

Nicht alle Pilze schmecken so gut wie dieser Steinpilz. (Bild: Pavol Klimek/iStock, Thinkstock)

Wild drauflos Pilze einzusammeln macht keinen grossen Sinn, denn Pilze können lebensgefährliche Substanzen enthalten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich an bestimmte Regeln halten. Beginnen Sie mit der richtigen Ausrüstung. Ein gutes Fachbuch ist ein Muss für jedermann. Korb, Notizblock und Messer dürfen auch nicht vergessen werden.

Bevor es losgeht, sollten Sie unbedingt die kantonalen Reglemente überprüfen. Zum Beispiel ist es in Winterthur und in Bern untersagt, Pilze an bestimmten Tagen zu sammeln. Wer mehr als ein Kilogramm pro Person und Tag mitnimmt, verstösst gegen das Gesetz und kann mit bis zu 1000 Franken gebüsst werden.

Holen Sie sich Rat bei der Pilzkontrollstelle

Geeignet ausgestattet kann die Pilzsuche losgehen. Die Pilzkontrollstelle Winterthur empfiehlt dabei, auf Folgendes zu achten: Sammeln Sie nur bekannte Pilze und nehmen Sie keine durchnässten Pilze mit. Achten Sie darauf, dass Sie beim Pflücken die Pilze sorgfältig herausdrehen und nicht herausreissen. Die Stiele sind aufgrund ihrer Erkennungsmerkmale wichtig für die Pilzidentifizierung. Am besten werden die Pilze noch im Wald gesäubert und dann anschliessend der Pilzkontrolle vorbeigebracht.

Viel Geduld und Rücksichtnahme der Natur gegenüber ist beim Pilze sammeln nötig, gerade wenn Sie mit Kindern unterwegs sind. Erklären Sie Ihren Kindern die Unterschiede der Pilzsorten und machen Sie sie auf die verschiedenen Merkmale aufmerksam. Wenn Sie zum ersten Mal Pilze sammeln und sich unsicher sind, welche Pilze essbar sind, sollten Sie vorab Informationen bei der lokalen Pilzkontrollstelle einholen. Dort werden die Pilze nicht nur kontrolliert, sondern es wird Ihnen auch erklärt, auf welche Details Sie zu achten haben.

Was, wenn der Pilz doch schlecht war?

Sind die Pilze in Ordnung, können sie verarbeitet werden. Durch ihren hohen Wassergehalt und eher geringen Nährwert eignen sich Pilze vor allem als Beilage oder Geschmacksträger. Da Pilze schnell verderben, sollten sie möglichst schnell verwertet und nicht länger als einen Tag aufbewahrt werden.

Sind Sie unsicher, ob die leichte Magenverstimmung oder ein Unwohlsein vielleicht doch die Ursache in einem ungeniessbaren Pilz haben könnte, sollten Sie unverzüglich einen Arzt  oder das nächstgelegene Spital aufsuchen. Weitere Pilz- und Mahlzeitresten sollten sichergestellt und die regionale amtliche Pilzkontrollstelle kontaktiert werden. Können Sie Arzt und Pilzkontrolle nicht erreichen, wenden Sie sich an das toxikologische Zentrum Zürich unter Tel: 044 251 51 51.

Aufgepasst, zum verwechseln ähnlich sind:
Essbar: Giftig:
Erdritterling Tigerritterling
Schafchampion Weisser Knollenblätterpilz
Speisemorchel Frühlingslorchel
Mairitterling Ziegelrote Risspilz
Mehlräsling Feldtrichterling

 

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