Weniger Fleisch ist mehr

Sich oder gleich die komplette Familie von heute auf morgen auf eine andere Ernährung umzustellen, ist sicherlich nicht sinnvoll. Da vergeht einem wohl eher der Appetit. Der Fleischkonsum kann schrittweise eingeschränkt werden. Wer nicht täglich Fleisch isst, sondern nur ab und zu, verbessert seine CO2-Bilanz und den Wasserverbrauch. Und hat so auch schon einen Beitrag zur Nachhaltigkeit getan.

Das CO2 -Reduktionspotenzial durch fleischarme Ernährung aus Frischprodukten liegt laut BAFU bei über 35 Prozent. Mit einem zurückhaltenden Fleischkonsum und frischen Lebensmitteln aus der Region kann man nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch zur Schonung beschränkter Ressourcen beitragen. Ersatzprodukte für Fleisch gibt es in einer grossen Auswahl, wie Hirse, Tapioka, Buchweizen, Kichererbsen, Pfeilwurz, schreibt Maureen Werm von der Internetplattform «Utopia», die sich mit dem Thema nachhaltiger Konsum beschäftigt.

Würden allerdings alle Menschen zu Vegetariern oder Veganern werden, würde das dem Ökosystem schaden. Kühe oder Schafe schichten durch ihre Hufbewegungen die Erde um und versorgen sie mit Sauerstoff. Ihr Dung ist zugleich Nahrung für andere Lebewesen.

Vegetarier gibt es in Europa schon einige. In der Schweiz ernähren sich etwa drei bis vier Prozent vegetarisch. In Österreich sind es genauso viele, in Deutschland sogar rund neun Prozent. Vor einigen Jahren entschlossen sich die meisten noch mehrheitlich aus ethischen und religiösen Gründen dazu. Heute sind gesundheitliche und ökologische Beweggründe ausschlaggebend.

Mehr Informationen zur vegetarischen Ernährung finden Sie unter vegetarisch-leben.ch und vegetarismus.ch. Mehr Informationen zum Wasserfussabdruck von Lebensmitteln gibt es unter waterfootprint.org.

Text: Angela Meissner

 

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