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NuvaRing: Das musst du wissen über die Verhütung mit dem Vaginalring – und die Drei-Stunden-Regel

Mit dem NuvaRing kannst du hormonell verhüten, ohne jeden Tag eine Pille zu schlucken. Der elastische Vaginalring bleibt drei Wochen in der Scheide und gibt dort zwei Hormone ab – ein Gestagen und ein Östrogen. Er ist damit ein kombiniertes hormonelles Verhütungsmittel, so wie die Kombinationspille. Die Hormondosis ist niedriger als bei vielen Pillen, das Thromboserisiko sinkt dadurch aber nicht. Wie du den Ring richtig anwendest, was bei Pannen gilt und für wen er nicht geeignet ist.

Eine Frau drückt den NuvaRing zwischen Zeigefinger und Daumen zusammen.
Der NuvaRing ist ein elastischer Verhütungsring, der Hormone absondert und selber eingesetzt werden kann. © AndreyPopov / Getty Images

NuvaRing: Das Wichtigste in Kürze

  • Der NuvaRing ist einfach in der Anwendung: Er wird von Hand in die Vagina eingeführt und bleibt jeden Monat für drei Wochen eingesetzt. In der ringfreien Woche tritt dann die Monatsblutung auf.
  • Der NuvaRing lässt sich einfach von Hand oder mit Hilfe eines Applikators einsetzen.
  • Der NuvaRing ist ein kombiniertes Hormonpräparat mit Östrogen – nicht die «sanfte» Variante der Pille. Was der Vergleich mit der Pille wirklich hergibt
  • Wie jedes hormonelle Verhütungsmittel kann auch der NuvaRing Kopfschmerzen, spannende Brüste oder eine gedrückte Stimmung verursachen. Welche Nebenwirkungen der NuvaRing hat
  • Rutscht der Ring heraus, entscheiden drei Stunden über den Schutz. Was du dann tun musst
  • Nicht für jede geeignet: Rauchen, Migräne mit Aura oder eine Thrombose in der Vorgeschichte sprechen dagegen. Für wen sich der NuvaRing eignet

Du willst nicht täglich an die Verhütung denken müssen? Dann ist der NuvaRing vielleicht eine geeignete Verhütungsmethode für dich. Der Vaginalring ist einfach in der Handhabung und gehört bei korrekter Anwendung zu den sicheren Verhütungsmethoden. Wichtig ist aber, ihn richtig einzuordnen: Er enthält dieselben beiden Hormonarten wie die Kombinationspille und bringt deshalb auch dieselben Risiken mit.

Anwendung: So wirkt der NuvaRing

Der NuvaRing ist ein verschreibungspflichtiges, hormonelles Verhütungsmittel, das in die Vagina eingeführt wird. Der Vaginalring bleibt pro Monat drei Wochen im Körper und gibt gleichmässig Hormone ab. Dann wird er entfernt und eine Woche Pause eingelegt. In dieser Zeit hast du deine Monatsblutung. Nach genau sieben Tagen – am selben Wochentag, ungefähr zur selben Uhrzeit – setzt du einen neuen NuvaRing ein, auch dann, wenn du noch blutest.

Über den NuvaRing werden die weiblichen Sexualhormone Etonogestrel (ein Gestagen) und Ethinylestradiol (ein Östrogen) über die Schleimhaut in den Blutkreislauf abgegeben. Sie verhindern so den Eisprung und lassen im Gebärmutterhals einen Schleimpfropf entstehen, der die Spermien abbremst. Ein Ring enthält 11,7 mg Etonogestrel und 2,7 mg Ethinylestradiol; freigesetzt werden davon im Schnitt 0,120 mg Etonogestrel und 0,015 mg Ethinylestradiol pro 24 Stunden [2]. Die Abgabe läuft über die drei Wochen kontinuierlich – anders als bei der Pille, die du täglich neu einnimmst.

Wichtig: Der NuvaRing schützt nicht vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Dafür braucht es zusätzlich Kondome [2].

Übrigens: Falls deine Menstruation über die ringfreie Woche hinaus dauert, kannst du einen Tampon benutzen. Passe beim Herausnehmen des Tampons aber auf, dass der Ring nicht mitkommt – das ist eine der typischen Situationen, in denen der Ring versehentlich herausrutscht. Dasselbe gilt für einen Menstruationscup: Prüfe nach dem Herausnehmen, ob der Ring noch an Ort ist, und sprich die Kombination am besten mit deiner Frauenärztin ab. Nicht zusammen mit dem NuvaRing verwenden darfst du Diaphragma, Portiokappe und Frauenkondom – der Ring stört dort den korrekten Sitz.

Preis: So viel kostet der NuvaRing

Der NuvaRing ist etwas teurer als herkömmliche Antibaby-Pillen. Als Verhütungsmittel bezahlst du ihn selbst; die Grundversicherung übernimmt ihn nicht. Pro Monat liegst du in der Grössenordnung von rund 25 Franken – der genaue Preis hängt von Apotheke und Packungsgrösse ab, frag dort direkt nach.

NuvaRing einsetzen: Von Hand oder mit Einführhilfe

Den verschreibungspflichtigen Verhütungsring kannst du einfach selbst einsetzen. Es gibt dazu zwei Möglichkeiten: Von Hand oder mit einem Applikator.

Eine Infografik, die zeigt, wie der NuvaRing von Hand eingeführt wird.
Der NuvaRing lässt sich einfach von Hand einführen. © Screenshot von organon.com

1 Einsetzen von Hand: Wasch dir zuerst die Hände. Wähle dann eine für dich bequeme Haltung – liegend, stehend, hockend oder mit einem Bein erhöht. Drücke den elastischen Ring zusammen und führe ihn ähnlich wie einen Tampon in die Vagina ein. Sitzt er richtig, spürst du ihn nicht; fühlt er sich unangenehm an, schieb ihn einfach etwas tiefer. Eine bestimmte Stelle muss er nicht erreichen.

2 Einsetzen mit Applikator: Willst du lieber eine Einführhilfe benutzen, kannst du einen Einweg-Applikator mit dem NuvaRing kaufen. Du schiebst dafür den NuvaRing in den Applikator und führst diesen sanft ein. 

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Der Verhütungsring bleibt im Normalfall während drei Wochen in der Vagina. Du kannst den Ring danach einfach mit deinen Fingern herausziehen – häng den Zeigefinger in den Ring ein oder fasse den Rand mit zwei Fingern. Normalerweise setzt zwei bis drei Tage später die Abbruchblutung ein.

Kann der NuvaRing heraus- oder in die Gebärmutter rutschen?

In die Gebärmutter kann der Ring nicht rutschen, dafür ist er mit 54 mm Aussendurchmesser zu gross [3]. Herausrutschen kann er dagegen sehr wohl: beim Herausnehmen eines Tampons, beim Geschlechtsverkehr, bei Verstopfung und starkem Pressen oder wenn er nicht korrekt eingelegt wurde. Prüfe deshalb regelmässig, ob er noch an Ort ist – besonders nach dem Sport, nach dem Schwimmen und nach dem Sex.

Wenn der Ring beim Geschlechtsverkehr stört, darfst du ihn herausnehmen – aber höchstens drei Stunden pro Tag [3]. Kannst du den Ring ertasten, ihn aber nicht entfernen, oder findest du ihn gar nicht und hast gleichzeitig Brennen und häufigen Harndrang, geh zur Ärztin: In seltenen Fällen wird der Ring versehentlich in die Harnblase eingesetzt [2].

Ring rausgerutscht oder zu spät eingesetzt? Das gilt jetzt

Die drei Stunden sind die wichtigste Zahl beim NuvaRing – an ihr entscheidet sich, ob der Schutz noch steht [2]:

  • Weniger als drei Stunden draussen: Der Schutz bleibt bestehen. Spüle den Ring mit kaltem bis lauwarmem – nicht heissem – Wasser ab und setze ihn so schnell wie möglich wieder ein.
  • Mehr als drei Stunden draussen, in Woche 1 oder 2: Der Schutz ist nicht mehr sicher. Setze den Ring wieder ein, sobald du daran denkst, und lass ihn dann mindestens sieben Tage ohne Unterbrechung drin. Verhüte in diesen sieben Tagen zusätzlich mit Kondom. Warst du in Woche 1 und hattest in den sieben Tagen davor Geschlechtsverkehr, kannst du schwanger geworden sein – melde dich bei deiner Ärztin.
  • Mehr als drei Stunden draussen, in Woche 3: Entsorge diesen Ring. Entweder setzt du sofort einen neuen ein und startest damit drei neue Wochen, oder du wartest deine Blutung ab und setzt spätestens sieben Tage nach dem Herausrutschen einen neuen Ring ein. Die zweite Variante ist nur zulässig, wenn du den Ring die sieben Tage davor ununterbrochen getragen hast.
  • Du weisst nicht, wie lange er draussen war: Mach einen Schwangerschaftstest und lass dich beraten, bevor du einen neuen Ring einsetzt.

Zwei weitere Pannen sind geregelt: Hast du vergessen, nach der ringfreien Woche einen neuen Ring einzusetzen, setz ihn ein, sobald du es merkst, und verhüte sieben Tage zusätzlich mit Kondom. Hattest du in der ringfreien Zeit Geschlechtsverkehr, kannst du schwanger sein – je länger die Pause dauerte, desto grösser das Risiko. Hast du dagegen vergessen, den Ring zu entfernen, schützt er zwischen drei und vier Wochen weiter; nach mehr als vier Wochen ist der Schutz weg, dann zuerst die Ärztin fragen.

NuvaRing absetzen: Das musst du beachten

Den NuvaRing kannst du absetzen, wann immer du willst. Wenn du ihn wegen eines Kinderwunsches nicht mehr anwendest, warte eine normale Monatsblutung ab, bevor du versuchst, schwanger zu werden – das hilft, den Geburtstermin zu berechnen. Nach dem Entfernen des Verhütungsrings wird die Eireifung nicht weiter unterdrückt. Sobald wieder eine befruchtungsfähige Eizelle vorliegt, kannst du schwanger werden. Bei manchen Frauen dauert es allerdings einige Zeit, bis sich der normale Zyklus wieder einpendelt – ähnlich wie nach dem Absetzen der Pille.

Für wen ist der NuvaRing geeignet?

Der NuvaRing passt gut, wenn du nicht täglich an eine Tablette denken willst oder durch Schichtarbeit keine regelmässigen Einnahmezeiten einhalten kannst. Ein echter, belegter Vorteil gegenüber der Pille: Weil der Ring vaginal wirkt und den Magen-Darm-Trakt umgeht, verliert er bei Erbrechen und Durchfall nicht an Wirkung [4]. Für Frauen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen ist das ein Argument.

Gegen den NuvaRing sprechen dieselben Punkte wie gegen die Kombinationspille – er ist ein kombiniertes Präparat mit Ethinylestradiol, kein östrogenfreies. Nicht angewendet werden darf er unter anderem [2]:

  • bei einer Thrombose oder Lungenembolie in der Vorgeschichte oder einer bekannten Gerinnungsstörung;
  • nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder TIA;
  • bei Migräne mit Aura – auch, wenn sie früher einmal aufgetreten ist;
  • bei schwerem Diabetes mit Gefässschäden, sehr hohem Blutdruck oder sehr hohen Blutfettwerten;
  • bei schweren Lebererkrankungen, Lebertumoren, Brustkrebs oder Krebs der Geschlechtsorgane;
  • vor Operationen und bei längerer Bettlägerigkeit.

Zusätzlich erhöhen Rauchen, ein BMI über 30, ein Alter ab etwa 35 Jahren und Thrombosen bei nahen Angehörigen unter 50 Jahren das Risiko [1]. Wer raucht und über 35 ist, sollte auf eine andere Methode wechseln [2]. Das Universitätsspital Zürich empfiehlt kombinierte Präparate ab 40 Jahren generell nicht mehr [4]. Kommen mehrere dieser Punkte zusammen, addiert sich das Risiko.

Sprechen mehrere Punkte gegen ein kombiniertes Präparat, sind laut der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe reine Gestagenpräparate, das Hormonstäbchen oder eine Spirale die Methoden der Wahl [1] – also etwa die Minipille, die Kupferspirale oder eine hormonfreie Methode. Lass dich in jedem Fall von deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt beraten – vor der Verschreibung gehören Eigen- und Familienanamnese systematisch abgefragt.

Diese Medikamente können den Schutz schwächen

Einige Wirkstoffe senken die Verhütungswirkung des NuvaRings. Dazu gehören Mittel gegen Epilepsie (etwa Carbamazepin, Phenytoin, Topiramat, Barbiturate), das Tuberkulose-Medikament Rifampicin, bestimmte Medikamente gegen HIV und Hepatitis C, das Pilzmittel Griseofulvin, Bosentan sowie das pflanzliche Johanniskraut [2]. Manche wirken bis zu 28 Tage nach dem Absetzen nach – so lange braucht es zusätzlich ein Kondom. Bei Hepatitis-C-Kombinationen mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir oder Glecaprevir/Pibrentasvir darf der NuvaRing gar nicht angewendet werden. Ein pauschaler Antibiotika-Alarm ist dagegen nicht angebracht: In der Fachinformation stehen als Antibiotika nur Rifampicin und Griseofulvin. Frag trotzdem bei jedem neuen Medikament in der Apotheke oder Arztpraxis nach – das Universitätsspital Zürich rät bei unklarer Wechselwirkung zur zusätzlichen Verhütung mit Kondom [4]. Scheidenzäpfchen gegen Pilzinfektionen beeinträchtigen die Wirkung nicht.

NuvaRing in der Stillzeit und nach der Geburt

In der Stillzeit wird der NuvaRing üblicherweise nicht empfohlen [2]. Nach einer Geburt rät die Fachinformation, die erste normale Monatsblutung abzuwarten; ein früherer Start ist manchmal möglich, gehört aber in die ärztliche Beratung. Der Grund für die Zurückhaltung: In den Wochen nach der Entbindung ist das Thromboserisiko ohnehin erhöht [1]. Welche Methoden in dieser Zeit infrage kommen, liest du im Beitrag zur Verhütung nach der Geburt.

Diese Nebenwirkungen hat der NuvaRing

Wie bei allen hormonellen Verhütungsmitteln können auch beim NuvaRing Nebenwirkungen auftreten. Als häufig gilt, was bis zu eine von zehn Anwenderinnen betrifft: Bauchschmerzen und Übelkeit, Scheidenpilz, Juckreiz im Genitalbereich, Ausfluss, ein unangenehmes Gefühl durch den Ring, Kopfschmerzen oder Migräne, verminderte Lust auf Sex, Brust- und Beckenschmerzen, schmerzhafte Blutungen, Akne, Gewichtszunahme – und dass der Ring ausgestossen wird [2].

Auch die Stimmung gehört dazu. Eine depressive Verstimmung steht in derselben Häufigkeitskategorie. Die Fachinformation warnt ausdrücklich: Depressionen können schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbsttötungsgedanken führen. Wenn bei dir Stimmungsschwankungen oder depressive Symptome auftreten, hol dir so rasch wie möglich ärztlichen Rat [2].

Selten, also bei bis zu einer von 1000 Anwenderinnen, kommt es zu Blutgerinnseln in einer Vene oder Arterie – Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall [2]. Warnzeichen sind unter anderem ein geschwollenes, schmerzendes oder verfärbtes Bein, plötzliche Atemnot, stechender Brustschmerz beim Einatmen, Bluthusten, plötzliche Sehstörungen, einseitige Schwäche oder Taubheit und plötzliche starke Kopfschmerzen. Dann sofort ärztliche Hilfe holen. Für mehr Details lies die Gebrauchsinformation sorgfältig durch.

Ist der NuvaRing besser als die Pille?

Der NuvaRing wird oft als «sanfte» oder «schonende» Alternative zur Pille beschrieben. Für die Anwendung stimmt das Bild: Du musst nicht täglich an eine Tablette denken. Für das Risiko stimmt es nicht.

Der Ring ist wie die Kombinationspille ein Präparat aus Ethinylestradiol und einem Gestagen – östrogenfrei ist er also nicht [2]. Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hält in ihrem Expertenbrief zum Thromboembolierisiko unmissverständlich fest: «Das VTE-Risiko ist unter nicht oralen CHC (Pflaster, Vaginalringe) dasselbe wie unter einer kombinierten oralen Kontrazeption.» Und weiter: Die nicht orale Verabreichung senkt das Risiko nicht [1].

Auch das Argument der niedrigeren Dosis trägt hier nicht. Für das Thromboserisiko gibt es laut Expertenbrief keine Evidenz, dass eine Senkung des Ethinylestradiol-Anteils von 30 auf 20 oder 15 Mikrogramm noch etwas bringt [1]. Weniger Hormon heisst also nicht automatisch weniger Risiko – die Dosis und das Risikoprofil sind zwei verschiedene Dinge.

Die Zahlen aus der Fachinformation zeigen die Grössenordnung [2]:

  • ohne hormonelle Verhütung: etwa 2 von 10 000 Frauen pro Jahr mit einem Blutgerinnsel;
  • mit einer Pille mit Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat: etwa 5 bis 7 von 10 000;
  • mit dem NuvaRing: etwa 6 bis 12 von 10 000.

Der Ring liegt damit nicht unter, sondern eher über den risikoärmsten Kombinationspillen. Absolut betrachtet bleibt das ein seltenes Ereignis, und am höchsten ist das Risiko im ersten Anwendungsjahr sowie beim Wiedereinstieg nach einer Pause von vier Wochen oder mehr [1]. Aber die Entscheidung sollte auf den richtigen Zahlen beruhen – nicht auf dem Wort «sanft».

NuvaRing und Pille im Vergleich

  • Der NuvaRing gibt eine niedrigere Östrogendosis ab als viele Pillen – auf das Thromboserisiko wirkt sich das nicht aus.
  • Die Verhütung wirkt im Gegensatz zur Pille auch bei Durchfall und Erbrechen, da der Ring vaginal eingesetzt wird.
  • Du musst einmal im Monat daran denken statt jeden Tag – dafür entscheidet beim Ring die Drei-Stunden-Grenze über den Schutz.
  • Der NuvaRing ist teurer als herkömmliche Pillen.
  • Beim Thromboserisiko gilt: nicht orale Anwendung senkt es nicht.

So sicher ist der NuvaRing

Der NuvaRing gehört zu den sicheren Verhütungsmethoden – vorausgesetzt, du wendest ihn korrekt an. Das Universitätsspital Zürich gibt für die kombinierten Präparate, zu denen auch der Ring zählt, einen Pearl-Index von 0,5 bis 0,9 an [4]. Das heisst: Von 1000 Frauen, die ein Jahr lang so verhüten, werden etwa 5 bis 9 trotzdem schwanger. Als sicher gilt eine Methode mit einem Pearl-Index unter 1; Kondom und Diaphragma liegen bei 3 bis 15.

Entscheidend ist die Anwendung: Setze den Ring regelmässig und ungefähr zur gleichen Uhrzeit ein und lass ihn nie länger als drei Stunden draussen. Dann bist du auch in der ringfreien Woche geschützt.

Vorsicht, wenn du den NuvaRing zu spät eingesetzt hast

Die ringfreie Zeit soll genau sieben Tage dauern. Hast du den neuen NuvaRing mehr als drei Stunden zu spät eingesetzt, kann der Verhütungsschutz beeinträchtigt sein [2]. Benutze dann für die nächsten sieben Tage zusätzlich ein Kondom – und wende dich an deine Ärztin, wenn du in der Pause Geschlechtsverkehr hattest.

Quellen

  1. Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (gynécologie suisse), Kommission Qualitätssicherung: Expertenbrief No 72 zum Thromboembolierisiko unter hormonaler Kontrazeption (PDF), 5. März 2021. Abgerufen am 8. August 2026.
  2. Organon Healthcare GmbH: Gebrauchsinformation NuvaRing, vaginales Freisetzungssystem, 0,120 mg / 0,015 mg pro 24 Stunden (PDF), Stand Oktober 2022. Abgerufen am 8. August 2026. Hinweis: deutsche Fassung des Herstellerdokuments.
  3. Inselspital Bern, Universitätsklinik für Kinderheilkunde, Gynäkologie: Merkblatt «Vaginalring (Verhütungsring)» (PDF), 20. Januar 2021. Abgerufen am 8. August 2026.
  4. Universitätsspital Zürich, Klinik für Reproduktions-Endokrinologie: Broschüre «Verhütung? Aber sicher!» (PDF). Abgerufen am 8. August 2026.

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