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Was schützt Kinder vor Allergien?

Allergien bei Kindern nehmen seit Jahren zu. Gute Nachricht: Du kannst das Risiko nicht «wegzaubern», aber du kannst es mit wenigen, sicheren und alltagstauglichen Schritten senken – besonders in Schwangerschaft, Stillzeit und beim Start mit Beikost. Was heute als evidenzbasiert gilt, welche Mythen du getrost vergessen darfst und wann eine Abklärung wichtig ist.

Allergien vorbeugen: Diese 6 Dinge helfen wirklich.
Schönen Abflug! Allergien lassen sich am besten in frühen Lebensjahren vorbeugen. Bild: iStock


Die Schweiz hat 8,4 Millionen Einwohner. Rund drei Millionen davon niesen jetzt wieder. Zur Pollenzeit leiden sie unter Atemnot, Reizhusten, tränenden Augen oder Juckreiz und ganz grundsätzlich unter einer eingeschränkten Lebensqualität. Denn während alle anderen den Frühling geniessen, müssen Allergiker leider drinnen bleiben.

Besonders häufig betroffen sind Kinder. Nach Schätzungen des Allergiezentrums Schweiz entwickelt jedes fünfte Kind im Laufe seines Lebens Heuschnupfen, Tendenz seit Jahren steigend.

Innerhalb von 60 Jahren hat sich allein der Anteil der Pollenallergiker in der Schweiz verzehnfacht. Die Europäische Akademie für Allergien und klinische Immunologie (EAACI) geht davon aus, dass bald jeder zweite Europäer unter einer Allergie leiden wird.

Was Eltern oft am meisten beschäftigt: «Was kann ich konkret tun – ohne meinem Kind zu schaden?» Der heutige Stand der Forschung zeigt vor allem drei starke Hebel: Rauchfreiheit, eine vielfältige (Säuglings-)Ernährung ohne unnötiges Meiden und eine gute medizinische Begleitung, wenn frühe Warnzeichen auftreten. Eine «sterile» Wohnung oder Spezialprodukte sind dagegen selten der entscheidende Faktor.

Wer bekommt eine Allergie? Und warum?

Im Grossen und Ganzen sei es Pech, sagt die Professorin für Pädiatrie Erika von Mutius, Chefin der Asthma- und Allergieambulanz des Münchner Unispitals. Für Allergien gibt es eine genetische Veranlagung. Deshalb ist das Risiko für Kinder, deren Eltern und Geschwister bereits unter einer Allergie leiden, besonders hoch.

Dennoch muss dein Kind keine Allergie entwickeln. Denn es gibt Lebensumstände, die den Ausbruch einer Allergie begünstigen oder im Gegenteil hemmen können. Gerade in den letzten Jahren hat die Allergieforschung rasante Fortschritte gemacht und kann immer genauer sagen, wie sich einer Allergie vorbeugen lässt. Vor allem die frühen Lebensjahre sind entscheidend.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes Kind mit «Allergie-Risiko» bekommt später Beschwerden. Und umgekehrt kann auch ein Kind ohne familiäre Vorbelastung Allergien entwickeln. Häufig spielt auch die sogenannte atopische Veranlagung eine Rolle (z.B. Neurodermitis/atopische Dermatitis im frühen Kindesalter), weil die Hautbarriere und das Immunsystem dabei leichter aus dem Gleichgewicht geraten können. Dein Ziel darf deshalb realistisch sein: Risiko senken, Symptome früh erkennen, und bei Bedarf rasch behandeln lassen.

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie reagiert der Körper überempfindlich auf an sich harmlose Stoffe. Das Immunsystem hat nicht gelernt zu unterscheiden: einerseits, in Stoffe, die eine Bedrohung darstellen, und deshalb bekämpft werden müssen, und anderseits, in solche Stoffe, die unschädlich und deshalb zu tolerieren sind. Allergien entstehen immer dann, wenn das Immunsystem dauerhaft unterfordert ist und deshalb auf harmlose Stoffe wie z.B. Pollen (Allergen) überreagiert.

Bei vielen Allergien bilden sich spezifische Antikörper (oft IgE). Kommt der Körper erneut mit dem Auslöser in Kontakt, werden Botenstoffe freigesetzt (unter anderem Histamin) – das kann dann zu Symptomen wie Niesen, Juckreiz, Ausschlag, Bauchbeschwerden oder Atemproblemen führen. Wie stark die Reaktion ist, hängt von Allergen, Menge, Eintrittsweg (Haut, Darm, Atemwege) und der individuellen Veranlagung ab.

Wieso nehmen die Allergien so drastisch zu?

Forscher und Mediziner sind sich einig, es ist der urbane Lebensstil, der sich immer weiter von Tier und Hof entfernt hat. Aber auch die Medizin, die schon eher harmlose Erreger mit Antibiotika therapiert, und die Lebensmittelindustrie, die unser Essen immer hygienischer verarbeitet und immer besser konserviert. Das menschliche Immunsystem hat dadurch immer weniger natürliche Feinde, an denen es sich trainieren kann. Aus Langeweile wehrt es sich gegen harmlose Eindringlinge.
 

Der «Bauernhof-Effekt» beugt Allergien vor.
Wenig schützt so gut vor Allergien wie der enge Kontakt zu Nutztieren. Bild: Digital Vision

Studien aus Genf zeigen beispielsweise eindeutig, dass Kinder, die in der Landwirtschaft gross geworden sind, wesentlich besser gegen Allergien geschützt sind. Hier reduziert sich das Risiko an Heuschnupfen oder Asthma zu erkranken um knapp die Hälfte. Dabei wirkt sich vor allem der sog. «Bauernhof -Effekt» positiv aus. Kinder, die früh in Kontakt mit Nutztieren kommen und sich häufig im Stall aufhalten, kommen auch früh in Kontakt mit Bakterien, Schimmelpilzen und vermutlich Pflanzenbestandteilen, die sich positiv auf die Entwicklung des Immunsystems auswirken.

Auch das Trinken von nicht verarbeiteter Kuhmilch könnte theoretisch helfen, das Immunsystem zu desensibilisieren. Denn Kuhmilch verliert beim Abkochen nicht nur an krankmachenden Keimen, sondern auch an Schutzeffekt.

Sollten Stadtkinder dann nicht einfach Rohmilch trinken, um Allergien vorzubeugen? «Auf keinen Fall!»,«Da treibt man den Teufel mit dem Belzebub aus!» warnt die Kinderärztin und Allergieexpertin Erika von Mutius. Das Immunsystem von Stadtkindern sei gegen die krankmachenden Keime nicht gerüstet.

Für deinen Alltag heisst das: Ja, Naturkontakt ist wertvoll (Spielplatz, Wald, Garten, Tiere in einem sicheren Rahmen). Aber «riskante Abkürzungen» wie Rohmilch sind keine gute Idee, weil das Infektionsrisiko (z.B. durch krankmachende Keime) schwerer wiegt als ein möglicher Schutz-Effekt.

Diese 6 Empfehlungen von Mediziner:innen können Allergien vorbeugen

Die folgenden Punkte bündeln das, was sich für Eltern in der Praxis bewährt hat: alltagstauglich, sicher und mit guter wissenschaftlicher Basis. Manche Tipps wirken auf den ersten Blick «klein», haben aber in Summe einen grossen Effekt – besonders, wenn in deiner Familie bereits Allergien vorkommen.

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Zu viel Hygiene kann Kindern auch schaden. Bild: iStock

1. Kinder ausgewogen ernähren

Wo kein Allergen, keine Allergie. Lange hat man aus Gründen der Allergie-Prävention empfohlen Kinder Lebensmitteln, die potentiell eine Allergie auslösen könnten, vorzuenthalten. Heute weiss man, das Gegenteil ist richtig. Gerade der frühe Kontakt beugt Allergien vor. Du kannst deinem Kind deshalb im Rahmen der Beikost auch Lebensmittel anbieten, die häufiger Allergien auslösen (z.B. Ei oder Fisch) – altersgerecht, in kleinen Mengen und gut verträglich zubereitet.

Wichtig: Wenn dein Kind bereits eine deutliche Reaktion hatte (z.B. Nesselsucht, Erbrechen, Atemnot) oder eine schwere atopische Dermatitis hat, sprich die Einführung stark allergener Lebensmittel vorgängig mit der Kinderärzt:in ab. Ein pauschales Vermeiden ist potenziell allergener Lebensmittel im 1. Lebensjahr nicht sinnvoll; empfohlen wird vielmehr eine vielfältige Ernährung.

2. Mehr Dreck, bitte!

Keine Frage, Hygiene macht Sinn. Sie ist notwendig, um gefährliche Krankheiten zu vermeiden. Studien zeigten auch, die Häufigkeit des Wohnungsputzes oder regelmässiges Hände waschen begünstigt Allergien nicht. Doch wenn du Allergien vorbeugen willst, hilft eine gute Balance zwischen übertriebener Hygiene und zu wenig Sauberkeit.

Alltagsnah heisst das: Draussen spielen, im Sand buddeln, Natur erleben. Du musst nicht alles sofort desinfizieren. Gleichzeitig gilt: Lebensmittelhygiene, Rauchfreiheit und Schimmelvermeidung haben eine deutlich höhere Priorität als «alles keimfrei halten».

Das sind die häufigsten Allergien

  • Pollenallergie
  • Hausstauballergie
  • Tierhaarallergie
  • Nahrungsmittel-Allergien
  • Allergien gegen Medikamente (Penicillin, Aspirin)
  • Allergien gegen Duftstoffe in Kosmetika
  • Allergien gegen Metalle (v.a. Nickel und Implantate)
  • Insektengiftallergie
  • Allergien gegen Chemikalien (z.B. Abgase, Zigarettenrauch, Lösemittel)

3. Stosslüften

In jedem Fall schädlich ist dagegen grossflächiger Schimmelbefall in feuchten Wohnungen. Schimmelpilze in der Luft erhöhen nicht nur das Risiko für Atemwegsinfektionen und Asthma, sondern können auch Allergien auslösen. Tipp: Wer zwei bis drei Mal täglich stosslüftet, sorgt für ein gutes Klima in der Wohnung.

Praktisch: Wenn du wiederkehrend Kondenswasser an Fenstern siehst, muffigen Geruch bemerkst oder schwarze Punkte an Wänden entdeckst, lohnt sich frühes Handeln (Feuchtigkeit messen lassen, Ursache klären). Gerade im Kinderzimmer ist ein trockenes, gut gelüftetes Raumklima eine einfache und wirksame Prävention.

4. Natürliche Geburt

Eine natürliche Geburt stärkt das Immunsystem. Denn im Geburtskanal befinden sich viele wertvolle Mikroorganismen, mit denen das Kind während der Geburt in Berührung kommt.

Wichtig zur Einordnung: Wenn ein Kaiserschnitt medizinisch nötig ist, ist das kein «Fehler» und keine Schuldfrage. Entscheidend für die langfristige Gesundheit sind viele Faktoren über Monate und Jahre (Ernährung, Rauchfreiheit, Behandlung von Ekzemen, gute medizinische Begleitung). Hinweise, nach einem Kaiserschnitt Vaginalsekret zu geben, solltest du nur im Rahmen klarer klinischer Standards und nach Rücksprache mit der behandelnden Ärzt:in betrachten.

5. Stillen oder passende Säuglingsnahrung

Mütter, die ihr Kind mindestens vier Monate stillen, beugen ganz natürlich Allergien vor. Spuren aller Lebensmittel können so in die Muttermilch gelangen. Dieser frühe Kontakt mit Kleinstmengen an Allergenen kann dazu beitragen, dass sich das Immunsystem langsam an diese Stoffe gewöhnt. Zusätzlich enthält die Muttermilch Immunfaktoren, die den Aufbau des kindlichen Immunsystems unterstützen.

Heute wird ausserdem betont: Jede Stillbeziehung zählt. Auch Teilstillen kann wertvoll sein. Stillen wird empfohlen, wenn es für dich und dein Baby passt; danach kannst du mit Beikost weiterstillen, wenn du möchtest.

Wenn du nicht stillen möchtest oder nicht stillen kannst, ist das ebenfalls okay. Dann ist eine altersgerechte Säuglingsnahrung eine sichere Alternative. Welche Nahrung in eurer Situation am besten passt (auch bei Allergierisiko), besprichst du idealerweise mit der Kinderärzt:in.

6. Auf Rauchen verzichten

Rauchen und Passivrauchen in der Schwangerschaft kann dazu führen, dass das Allergierisiko für das Kind steigt. Auch Zigarettenqualm in der Umgebung des Babys wirkt sich schädlich aus. Die Schadstoffe können das Immunsystem des Kindes destabilisieren.

Mach es dir so einfach wie möglich: konsequent rauchfreie Wohnung und rauchfreies Auto (auch «nur am Fenster» oder «wenn das Kind nicht im Raum ist» reicht nicht zuverlässig, weil Rückstände an Kleidung, Haaren und Oberflächen bleiben). Wenn du Unterstützung beim Rauchstopp möchtest, kannst du dich in der Schweiz auch an Hausärzt:in oder Apotheke wenden.

Schwangerschaft und Stillzeit: Was du (nicht) weglassen solltest

Keine Meidungsdiät ohne eigene Allergie

Viele Schwangere fragen sich, ob sie zur Vorbeugung bestimmte Lebensmittel weglassen sollen (z.B. Nüsse, Ei, Fisch). Dafür gibt es keine Empfehlung, wenn du selbst keine entsprechende Allergie hast. Es wird eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung empfohlen; ein vorbeugendes Meiden einzelner Lebensmittel ist nicht angezeigt.

Stillen: entlastend denken statt «perfekt» machen

Wenn Stillen für euch möglich ist, ist das ein Pluspunkt. Wenn nicht, ist das kein Grund für Schuldgefühle. Für die Allergieprävention zählt das Gesamtpaket aus Ernährung, Rauchfreiheit, Umgang mit Ekzemen und rechtzeitiger Abklärung bei Symptomen.

Säuglingsnahrung und Zufüttern: wichtige Details für die ersten Tage

Zufüttern in den ersten Tagen 

Wenn du stillen möchtest und dein Baby ein erhöhtes Allergierisiko hat (z.B. nahe Angehörige mit Allergien), wird heute häufig empfohlen, in den ersten Lebenstagen möglichst nicht routinemässig mit kuhmilchbasierter Formulanahrung zuzufüttern, sofern Stillen grundsätzlich möglich ist. Das kann in der Praxis heissen: Stillstart begleiten lassen (z.B. im Spital, durch Stillberatung) und Zufüttern nur, wenn es medizinisch nötig ist. 

Was nicht als Prävention gilt

Soja- oder Getreidedrinks sowie «andere Tiermilchen» sind keine Säuglingsnahrung und nicht als Allergieprävention geeignet. Auch Prä- und Probiotika werden zur Allergievorbeugung nicht generell empfohlen, weil der Nutzen dafür nicht ausreichend gesichert ist. 

Beikost und «allergene» Lebensmittel: Vielfalt statt Vermeidung

Wann starten?

Beikost wird in der Regel frühestens ab dem vollendeten 4. Monat eingeführt, wenn dein Baby entwicklungsbereit ist (z.B. mit Unterstützung sitzen, Interesse am Essen, Nahrung nach hinten schlucken können). Starte schrittweise und beobachte dein Kind in Ruhe.

Wie du allergenreiche Lebensmittel sicher integrierst

Potenziell allergene Lebensmittel sollen im ersten Lebensjahr nicht pauschal ausgeschlossen werden. Praktisch heisst das: Du kannst z.B. gut durchgegartes Ei (nicht roh) oder Fisch in kleinen, altersgerechten Portionen anbieten und bei guter Verträglichkeit regelmässig einbauen. Wichtig ist die sichere Darreichungsform (keine ganzen Nüsse wegen Verschluckungsgefahr; Nussmus sehr dünn und nur, wenn es für dein Kind sicher ist).

Wenn dein Baby nach einem neuen Lebensmittel Symptome zeigt (z.B. Quaddeln, Schwellungen, wiederholtes Erbrechen, pfeifende Atmung), pausiere und lass es medizinisch abklären, statt auf eigene Faust weiter zu testen.

Umweltfaktoren: Rauch, Innenraum, Haustiere

Rauchfreiheit ist der stärkste Alltagsschritt

Wenn du nur einen Punkt priorisieren willst: Rauchfreiheit. Das schützt die Atemwege, senkt das Risiko für viele Erkrankungen und ist auch im Kontext von Allergien und Asthma zentral.

Kuscheltiere, Staub und Putzen: wichtig, aber nicht der Haupthebel

Regelmässig lüften, normal reinigen, Schimmel vermeiden: ja. Eine «sterile» Umgebung: nein. Du musst nicht täglich alles desinfizieren, und du musst dich auch nicht von Kuscheltieren verabschieden, solange ihr insgesamt ein gutes Raumklima habt und dein Kind keine nachgewiesene Hausstaubmilbenallergie hat. Wenn es eine solche Diagnose gibt, kann die Kinderärzt:in oder Allergolog:in gezielte Massnahmen empfehlen.

Schönen Abflug! Allergien sollten so früh wie möglich behandelt werden

Pollenallergien sollte man früh behandeln.
Je früher man Allergien entgegenwirkt, desto erfolgreicher oft die Therapie. Bild: iStock


Zeigt sich doch eine Allergie ist es wichtig, möglichst früh einen Allergologen aufzusuchen und ihren Ursachen auf den Grund zu gehen. Denn dann besteht oft die Chance einer Linderung oder Desensibilisierung.

Sobald bekannt ist, worin der Auslöser der Allergie besteht, sollte jeder Kontakt möglichst vermieden werden. Das bedeutet zum Beispiel bei Heuschnupfen, wenig ins Freie zu gehen, wenn gerade Flugzeit ist.

Häufig empfiehlt der Arzt anti-allergische Mittel. Sie enthalten in der Regel Antihistaminika oder Kortison und dämpfen die allergische Reaktion. Möglich ist auch eine Desensibilisierungstherapie, die den Körper nach und nach in Form von Tabletten und Spritzen an den allergieauslösenden Stoff gewöhnen soll. Eine Desensibilisierung ist bei Heuschnupfen und Allergien gegen Hausstaub, Tiere und Schimmelpilze möglich. Experten empfehlen sie besonders bei einer Allergie gegen Bienen- oder Wespengift.

Wann solltest du abklären lassen? Frühzeichen und nächste Schritte

Diese Symptome solltest du ernst nehmen

Hol dir eine medizinische Einschätzung (Start: Kinderärzt:in oder Hausärzt:in), wenn du eines oder mehrere der folgenden Zeichen beobachtest: wiederkehrendes pfeifendes Atmen oder Atemnot, chronischer oder nächtlicher Husten, starke oder anhaltende Ekzeme (atopische Dermatitis), deutliche Reaktionen nach dem Essen (Quaddeln, Schwellungen, wiederholtes Erbrechen), oder wenn dein Kind nach einem Insektenstich stark reagiert.

So läuft die Abklärung typischerweise ab

Meist beginnt es mit einer sorgfältigen Anamnese (Wann treten die Symptome auf? Womit hängen sie zusammen? Wie sieht die Haut aus?), eventuell ergänzt durch Hauttests oder Bluttests. Wichtig: Tests allein ersetzen nicht die klinische Einordnung. Eine gute Diagnose hilft, unnötiges Meiden zu vermeiden und eine wirksame Therapie früh zu starten.

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