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Gesundheit > Prävention

Wellnessferien mit Kindern: Sauna, Betreuung und Hotelwahl

Viele Mütter und Väter sehnen sich nach Entspannung und Wellness. Reiseveranstalter und Hotels haben das erkannt und werben mit Angeboten für die ganze Familie. Kinder können also mit ins Wellnesshotel – vorausgesetzt, das Haus ist wirklich auf sie eingestellt.

Wellnessferien mit Kindern bedeuten Entspannung für die ganze Familie.
Wellnessferien mit Kindern bedeuten Entspannung für die ganze Familie. Foto: iStock, Thinkstock

Irgendwann macht er sich bemerkbar – der Stress. Du wirst gereizt, Kleinigkeiten bringen dich zur Weissglut, oder du bist schlicht nicht mehr belastbar.

Die Kinder kratzen an den Nerven, die Hausarbeit gleicht einer Sisyphusarbeit, du schläfst schlechter und fühlst dich verspannt: Zeit für Erholung. Dafür musst du aber nicht unbedingt ohne Kinder reisen. Wellness ist auch mit Kind und Kegel möglich. Viele Hotels haben diese Marktlücke erkannt und bieten Familien einen eigenen Service an.

Spreu vom Weizen trennen

Der Wellnessmarkt ist gross, entsprechend viele Häuser schmücken sich mit dem Stempel Kinderfreundlichkeit. Hier ist genaues Hinsehen angesagt. Manche Hotels bezeichnen sich schon als «kinderfreundlich», wenn im Restaurant zwei Hochstühle stehen und im Keller eine dunkle Spielecke auf die kleinen Gäste wartet. Auf der Website des Hotels lässt sich vieles vorab klären:

  • Werden Kinder in diesem Hotel generell gerne gesehen?
  • Gibt es eine gute Kinderbetreuung, in der die Kinder nicht nur verwahrt, sondern alterstypisch betreut werden?
  • Gibt es Ermässigungen für Kinder?
  • Ab welchem Alter dürfen Kinder in den Wellnessbereich, und gibt es dort feste Familienzeiten?

Ausserdem sind Bewertungsportale eine gute Möglichkeit, dem favorisierten Hotel auf den Zahn zu fühlen: Ehemalige Gäste berichten von ihren Erfahrungen und geben Tipps.

In vielen Wellnesshotels gibt es ein Wohlfühlprogramm für Kinder.
Viele Hotels bieten auch ein Wohlfühlprogramm für die kleinen Gäste.

Abwechslung ist angesagt

Keine Sorge, dem Nachwuchs wird es nicht langweilig. Viele Hotels sind erfinderisch, schliesslich möchten sie ihre grossen und kleinen Gäste zufriedenstellen. Auch wenn der Masseur Mutters Verspannung wegknetet und der Vater in der Saunalandschaft sitzt: Erwachsene entspannen erst dann richtig, wenn auch die Kinder auf ihre Kosten kommen. Die beste Wellness schlägt nicht an, wenn die Tochter quengelt, weil sie nicht in die «blöde Kinderanimation» will. Nur wenn den Kindern etwas Besonderes geboten wird, macht ihnen die Betreuung Spass: eine Schatzsuche auf der angrenzenden Wiese, ein Verkleidungsfest oder eine Rallye durchs Hotel – so wird der Wellnessurlaub auch für die Kleinsten ein Erlebnis.

Wellnessangebote auch für Kinder geeignet

In manchen Hotels stehen Wellnessangebote speziell für Kinder auf dem Programm: Babyschwimmen, Massagen oder eine Kindersauna. Sanfte Massagen sind schon für Babys möglich – entweder führen Fachkräfte sie aus, oder ein Elternteil wird angeleitet. Das schafft vor allem eines: gemeinsame Zeit in Ruhe, ohne Termindruck. Ältere Kinder lassen sich oft mit einer Gesichtsmaske oder einer kurzen Handmassage für den Spa-Besuch gewinnen. So verbringen Kinder und Erwachsene die Auszeit gemeinsam, statt sie aufzuteilen.

Daran erkennst du ein Haus, das wirklich auf Familien eingestellt ist:

  • Was in den Ferien mit Kleinkindern unverzichtbar ist, stellt das Hotel kostenlos zur Verfügung: Windeleimer, Wickelauflage und Ähnliches.
  • Für Familien mit einem Kind kommt ein Zustell- oder Gitterbett ins Doppelzimmer, für grössere Familien steht ein Schlafzimmer mit angrenzendem Kinderzimmer bereit.
  • Kinder werden kostenlos betreut und können zwischen Angeboten wie Kindersport, Spiel und Spassaktionen wählen.
  • Kinder sind auch im Spa-Areal willkommen, mit Angeboten für ihr Alter.

Sauna und Wasser: Was Kinder brauchen

Kleine Kinder vertragen Hitze schlechter als Erwachsene. Das Bundesamt für Gesundheit zählt Säuglinge und Kleinkinder ausdrücklich zu den Personen, die bei Hitzebelastung besonders gefährdet sind [1]. Für die Sauna heisst das: kurze Gänge, ein Platz auf der unteren Bank, genug trinken – und raus, sobald das Kind es möchte. Ist dein Kind krank oder fiebrig, bleibt die Sauna aus. Wie ein Saunagang mit Kindern abläuft, liest du in unserem Beitrag Mit Kindern in der Sauna schwitzen. Kläre ausserdem vorab, ab welchem Alter das Hotel Kinder in die Sauna lässt, und frag im Zweifel deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt.

Im Pool, im Warmsprudelbecken und im Planschbereich gilt die erste Baderegel der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG: Kinder nur begleitet ans Wasser lassen, kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen. Schon bei geringer Wassertiefe kann ein Kleinkind in weniger als 20 Sekunden ertrinken, und das meist lautlos [2]. Eine Massage im Nebenraum ersetzt keine Aufsicht: Wer selbst entspannen möchte, gibt die Kinder in die Betreuung, statt sie kurz allein am Becken zu lassen. Mehr dazu in unserem Ratgeber Gefahrlos baden und sicher schwimmen.

Um die Wasserqualität kümmert sich der Betrieb: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen legt für öffentlich zugängliche Bäder und Duschanlagen verbindliche Anforderungen an Qualität und Hygiene fest, unter anderem gegen Legionellen [3].

Mehr Informationen zu familienfreundlichen Wellnessferien:

Familotel ist ein Verbund von Familienhotels. Das Portal listet Häuser in Deutschland, Österreich, Italien und Ungarn; Schweizer Betriebe sind dort nicht aufgeführt (Stand: August 2026): www.familotel.com

Schweizer Häuser findest du in unserer Auswahl der schönsten Familienhotels der Schweiz.

Quellen

  1. Bundesamt für Gesundheit BAG: Schutz vor Hitze. Abgerufen am 17.08.2026.
  2. Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG: Baderegeln. Abgerufen am 17.08.2026.
  3. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: Dusch- und Badewasser: Anforderungen und Hygiene. Abgerufen am 17.08.2026.

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