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Verstecktes Lächeln: So zeigen Sie trotz Maske Emotionen

Leicht nach oben gezogene Mundwinkel, runde Wangen, vielleicht sogar ein kurzes Aufblitzen von Zähnen: ein Lächeln. Was momentan im öffentlichen Raum hinter Mund-Nasen-Masken verborgen bleibt, ist ein menschlicher Reflex. Dabei sind die Gesichtszüge ein wichtiger Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation. 

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Momentan verschwindet das Lächeln hinter Mund-Nasen-Masken. Mit unseren Tricks zeigen Sie trotz Bedeckung Emotionen. Bild: Brinja Schmid, iStock, Getty Images

Ein nettes Lächeln wirkt Wunder. Es signalisiert dem Gegenüber Zustimmung, Zuneigung oder Offenheit. Und dies international, über kulturelle Unterschiede und Sprachbarrieren hinweg. Lächeln wirkt aufmunternd, ansteckend. Ebenso ansteckend ist das Coronavirus. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir uns aktuell im öffentlichen Verkehr oder in geschlossenen Gebäuden mit Mund-Nasen-Bedeckung bewegen. Das macht dem Lächeln einen Strich durch die Rechnung. 

Emotionen werden falsch gedeutet 

Laut einer wahrnehmungspsychologischen Studie der Universität Bamberg wird unsere Fähigkeit Emotionen zu erkennen durch die Mund-Nasen-Masken stark beeinträchtigt. An einem Lächeln beispielsweise sind bis zu 17 Muskeln im Gesicht beteiligt. Ist die untere Gesichtspartie verdeckt, fehlt die Information, welche die Stellung des Mundes transportiert. Das führte bei den Probanden der Bamberger Studie dazu, dass manche Emotionen falsch interpretiert wurden. Ekel beispielsweise wurde häufig als Wut interpretiert. Andere Emotionen wie Glück, Wut oder Trauer wurden neutral gewertet, also gar nicht mehr als Gefühlsausdruck wahrgenommen. 

Tipps, um trotz Maske Emotionen zu zeigen und erkennen

Um Stimmungen zu transportieren empfehlen Experten deshalb, die Vielzahl weiterer Ausdrucksmöglichkeiten unseres Körpers zu nutzen. 

1 Schau mir in die Augen

Neben der Mundpartie sind die Augen das, worauf wir im Gesicht des Gegenübers achten. Die an der Mimik beteiligten Muskeln beschränken sich nicht nur auf die Mundpartie. Bei Angst und Erstaunen weiten sich die Augen, bei einem echten Lächeln entstehen kleine kleine Lachfältchen und die Augen strahlen. Wer dem Blick seines Gegenübers nicht ausweicht, erkennt vor allem positive Emotionen trotz Gesichtsmaske gut.

2 Stimme und Tonfall

Durch die Stellung der Mundwinkel beim Lächeln verändert sich der Klang der Stimme. Sie wird automatisch heller. Bei einem ernst schauenden Gesicht klingt die Stimme eher dunkler. Man kann also anhand des Tonfalls hören, ob eine Person lächelt, während sie spricht.

3 Gestik und Körpersprache 

Nicht nur unser Gesicht drückt Emotionen aus, der gesamte Körper tut es. In der zwischenmenschlichen Kommunikation ist neben Tonfall und Stimme die Körperhaltung ein wichtiger Ausdrucksfaktor. Eine gut gelaunte Person geht aufrechter als eine bedrückte und verschränkte Arme zeigen Verschlossenheit, ausgebreitete dagegen Offenheit an. 

Übrigens: Die Körperhaltung zeigt nicht nur die Stimmung an, sie kann auch aktiv die Stimmung beeinflussen. Wer aufrecht geht oder sitzt, wirkt und ist selbstbewusster. 

4 Verbale Kommunikation 

Um Gesichtsausdrücke, die das Gegenüber nicht lesen kann, zu unterstreichen, hilft es die Emotion in Worten zu beschreiben. Mit einem «Das freut mich», «Dankesehr» oder «Gern geschehen» verdeutlichen wir mittels Sprache, also durch verbale Kommunikation, unsere Haltung.

5 Herzhaft Lachen 

Ein Lächeln ist leise, richtiges Lachen geht oft mit lauten Geräuschen einher. Und die verdeckt ein Mund-Nasen-Schutz nicht. Auch Bewegung kommt in den Körper bei Lachen. Die mehr als hundert Muskeln am ganzen Körper, die beteiligt sind, wenn wir herzhaft lachen, verstecken sich nicht hinter der Gesichtsbedeckung. 

6 Nachfragen 

Wenn Sie nicht sicher sind ,was ihr Gegenüber meint oder ob Sie richtig verstanden wurden, fragen Sie nach. Missverständnisse lassen sich so leicht aus der Welt räumen. Und später kann man gemeinsam darüber lachen.