Aufgaben verteilen

Ein Babysitter betreut das Kind.

Ein Babysitter kann auch mal an einem Tag auf Ihr Kind aufpassen.

Arbeit abgeben und Nein sagen

Zu Entspannung und Ruhe gehört auch das Wort Nein. Es ist für jeden persönlich und auch im Umgang mit anderen wichtig. Ein Nein zu sich selbst kann bedeuten, die schmutzigen Fenster zu ignorieren, diese erst zu putzen, wenn andere zeitraubende und arbeitsintensive Angelegenheiten abgeschlossen sind. So entsteht nämlich Stress. Wenn in einer Woche mehrere geschäftliche Termine anstehen, der Kindergeburtstag organisiert und die Steuer gemacht werden muss, so sollte nicht noch die Aktion Fenster putzen angegangen werden.

Auch der Partner, die Kinder oder Freunde müssen manchmal ein Nein aushalten. Wenn der Tag anstrengend war und Sie wirklich nur noch auf das Sofa fallen möchten, dann fällt an diesem Abend die obligatorische halbe Stunde vorlesen eben aus. Dies ist für das Kind eine wichtige Erfahrung, Rücksicht zu nehmen und Entscheidungen anderer - auch wenn diese für sie selbst negativ sind - lernen zu akzeptieren.

Zu Nein sagen lernen gehört auch, den Anspruch an sich selbst runterzufahren. Nicht jeden Abend muss ein vollwertiges Biomenü auf dem Tisch stehen, nicht jeden Abend muss der Fussboden glänzen oder alles an seinem Platz stehen. Dieses perfektionistische Verhalten setzt alle Familienmitglieder unnötig unter Druck.

Wer oft angespannt ist und immer öfter unter Strom steht, sollte überlegen, ob es möglich ist um Hilfe und Unterstützung zu bitten, und diese auch einzufordern. Vielleicht kann der Mann an zwei Tagen in der Woche das Kind in den Kindergarten bringen und die Frau kann so zweimal ohne Umweg und Hektik zur Arbeit fahren. Ausserdem kann die 15-jährige Tochter Teile der Hausarbeit wie Bad putzen oder regelmässiges Staubsaugen übernehmen. Schliesslich sind Jugendliche auch im Alltag eigenständig, sie machen Schüleraustausche mit oder organisieren selbstständig Projekte in Schule und Verein.

Eine weitere Möglichkeit ist bestimmte Aufgaben aufzuteilen: Sprechen Sie andere Eltern im Kindergarten an, so kann gegenseitig auf die Kinder aufgepasst werden oder anstehende Kurse gemeinsam geplant werden. Anstatt dass vier Mütter des gleichen Kindergartens zum Schwimmkurs fahren, kann jede Mutter einmal fahren. So hat jede nur einen Nachmittag Stress und die anderen drei Nachmittage frei.

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