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Gemeinsan statt einsam: Zehn Ideen für mehr Nähe trotz Social Distancing

Corona stellt unser Leben auf den Kopf. Schulen sind geschlossen, Eltern arbeiten – wenn möglich – im Home Office. Das tägliche Leben ausserhalb der eigenen vier Wände wird auf ein Minimum zurückgefahren. Wir sollen Sozialkontakte einschränken und am besten nicht zu den Grosseltern gehen. Und doch erleben wir dank Social Distancing eine ganz neue Art von Nähe!

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Der soziale Kontakt soll während dem Lockdown auf ein Minimun reduziert werden - das schweisst Familien zusammen. Bild: GettyImages Plus, frimages

Was zunächst negative Gedanken und Unmut hervorruft, bietet auch Chancen. Gerade weil alltägliche Verpflichtungen ausfallen, haben wir mehr Zeit füreinander. Zeit, die uns sonst im oft hektischen Alltag fehlt. Nutzen wir Sie! Begreifen wir die Situation mit Lockdown und Social Distancing doch einfach als Herausforderung, um als Familie und Gemeinschaft zusammenzuwachsen!

10 Ideen, wie ihr daheim gemeinsam Zeit verbringen könnt

1 Corona und Social Distancing erklären. Es ist wichtig, dass der Nachwuchs versteht, warum sich unser tägliches Leben grade ändert. Und wie wir uns verhalten müssen, damit bald alles wieder beim Alten ist. Unterstützung bei der Erklärung bietet beispielsweise ein leicht verständliches Video, das sich speziell an Kinder richtet.

2 Hilfe anbieten und Vorbild sein. Ihr seid gesund? Vielleicht gibt es in eurer Umgebung jemanden, der Hilfe benötigt, weil er zur Risikogruppe gehört und nicht einfach einkaufen gehen kann. Das können ältere Menschen sein, aber auch Menschen, bei denen man das auf den ersten Blick nicht erkennt, weil sie zum Beispiel eine Autoimmunerkrankung haben oder Medikamente nehmen. Schreibt, bastelt, malt ein Schild und bietet eure Hilfe – um Beispiel beim Einkaufen – an. Dabei lernen Kinder, wie wichtig es ist, aufeinander Acht zu geben, und wie toll es sein kann, anderen Menschen zu helfen.

3 Nette Botschaften verschicken. Selbst gestaltete Postkarten – ob gemalt oder gebastelt – machen jeder Altersgruppe Spass. Ob an Schulkollegen, die Grosis, Verwandte und Bekannte, bei denen man sich sonst nicht so oft meldet. Ein unerwarteter kleiner Gruss im Postkasten schenkt Freude.

4 Gemeinsam kochen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer leckeren Pizza? Dabei können die Kleinen herrlich im Teig matschen. Der Hefeteig freut sich, wenn er so richtig lange geknetet wird. Und während der Teig ruht, ist die Tomatensugo dran und die Kids können die weiteren Zutaten ausgesucht und vorbereitet werden. Zu guter Letzt wird belegt und dekoriert. Das Tolle an Pizza ist: Jede Ecke kann anders belegt werden. So gibt es kein «Das schmeckt mir nicht», sondern alle haben ihr Lieblingseck. Noch mehr Familienrezepte finden Sie hier.

5 Osterhase spielen. In ein paar Wochen ist Ostern, da lassen sich thematisch Eier bemalen oder Hasen basteln. Zum Beispiel mit unseren Bastelideen. Solche kleinen Aufmerksamkeiten kann man dann heimlich zu Ostern den Nachbarn mit einem lieben Gruss vor die Türe stellen. Aber psst, nicht verraten!

6 Eine Geschichte für die Grosis erfinden. Die Grosis sind bestimmt traurig, wenn sie ihre Enkel nicht sehen dürfen. Was ist da schöner, als extra für sie eine Geschichte zu erfinden? Damit es beim Erzählen nicht drunter und drüber geht: Am besten zuerst gemeinsam die Handlung ausdenken. Dabei kann je nach Altersstufe die Handlung gemalt oder aufgeschrieben werden. Dann den Grosis per Telefon oder Videochat erzählen. Vielleicht erleben die Hauptfiguren ja jeden Tag etwas Neues?

7 Gemeinsam spielen. Sich auf ein Kinderspiel einzulassen und nur im Moment zu sein, hat ähnliche Effekte wie eine Meditation. Die Kinder werden es geniessen. Ein einfaches und spannendes Spiel ist zum Beispiel eine Phantasie-Reise wie «Komm wir fahren nach …». Baut aus Stühlen oder Sofakissen ein Gefährt, in dem ihr reist. Wo geht die Reise hin? Malt euch gemeinsam den Ort aus, wie man dort hingelangt und auf was und wen man dort trifft. Erzählen, singen, agieren: Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

8 Gemeinsam ausmisten. Fordert eure Kinder auf, doch mal zu überlegen, welche Spielsachen sie nicht mehr brauchen. Diese werden aussortiert, manche vielleicht an Kinder, die es nicht so gut haben, verschenkt. Andere auf dem Flohmarkt verkauft, wenn wir alle wieder mit einem prallen Geldbeutel raus dürfen. Als Eltern kann man dabei Vorbild sein: Mamas oder Papas aussortierte Kleider machen sich prima in einer Kostümkiste für den Nachwuchs.

9 Raufen und kuscheln. Die Energie, die Kinder im Kindergarten oder in der Schule loswerden, will auch daheim raus. Warum nicht einen Kissen- oder Deckenberg bauen, vom Sofa hineinhüpfen oder sich gegenseitig so lange kitzeln, bis die Luft wegbleibt? Lachen ist gesund, genauso wie Kuscheln. Gerade wenn wir wenig Kontakt mit Menschen ausserhalb unserer Familie haben, ist es wichtig, uns unsere gegenseitige Zuneigung daheim zu zeigen. Aus dem Deckenberg wird übrigens im Handumdrehen eine Höhle, in der sich der Nachwuchs auch gern selbst beschäftigt.

10 Gemeinsam ein Hörspiel hören. Das schafft ein wenig Ruhe, wenn nebenbei etwas im Home Office zu erledigen ist oder das Energielevel etwas heruntergefahren werden soll. Ein Vorschlag: das Dschungelbuch. «Probier‘s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit …», singt Balu der Bär. Das könnte in diesen Zeiten ein gutes Motto sein und ist ein echter Ohrwurm, den man gemeinsam immer wieder anstimmen kann.