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Coronavirus: So schützen sich Kinder und Erwachsene

Was vor einigen Wochen in China begann, ist aktuell auch in der Schweiz angekommen. Veranstaltungen wurden abgesagt, Kitas vorübergehend geschlossen. Der Coronavirus hält die Schweiz in Atem. So schützen Sie sich und Ihre Kinder vor dem Virus. 

Der Coronavirus ist in der Schweiz angekommen

Die meisten Infektionskrankheiten werden über die Hände übertragen – so auch der Coronavirus. Bild: nito100, iStock, Getty Images Plus

Zehntausende Menschen sind bisher weltweit am neuartigen Coronavirus erkrankt. Auch hierzulande gibt es bereits Infizierte. Vor allem bei gesundheitlich geschwächten und älteren Menschen kann die Infektion tödlich verlaufen. Erwachsene und Kinder mit einem gesunden Immunsystem gehören gemäss aktuellen Statistiken zwar nicht zu potentiellen Risikofällen. Trotzdem können sie sich mit dem Virus infizieren und ihn verbreiten. 

Das sagt der Experte

Wie gefährlich ist die Situation und was können wir machen, um unsere Kinder zu schützen? Wir haben bei Christoph Weber, Leiter Infektiologie am Kinderspital Zürich, nachgefragt. Zum Interview. 

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, hat das Bundesamt für Gesundheit die Informationskampagne «So schützen wir uns» lanciert. Diese beinhaltet die wichtigsten Hygieneregeln für Beruf und Freizeit. 

Infektionskette unterbrechen

Übertragen wird der Coronavirus durch Tröpfcheninfektion. Der Virus kann von Mensch zu Mensch durch Einatmen von Erregern übertragen werden. Eine Übertragung über die Hände ist zudem auch möglich. 

Grundsätzlich kann also jeder Mensch infiziert werden. Gleichzeitig kann aber auch jeder dazu beitragen, dass die Infektionskette des Coronavirus unterbrochen wird. Dazu müssen jedoch konsequente Massnahmen eingehalten werden. Am wichtigsten ist eine gute persönliche Hygiene. Häufiges und gründliches Händewaschen ist unabdingbar. 

Bundeskampagne «So schützen wir uns»:

  • Papiertaschentücher gehören nach Gebrauch in geschlossene Abfalleimer 
  • «Lachen ist der neue Handschlag»: Vermeiden Sie Händeschütteln
  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis gehen
  • Gründlich Hände waschen
  • In Taschentuch oder Armbeuge niesen und husten
  • Bei Fieber oder Husten zu Hause bleiben
  • Abstand halten: Beim Anstehen in einer Schlange, in Sitzungen und bei Kontakt mit älteren Menschen

Der erste Schritt: Händewaschen!

1 Feuchten Sie Ihre Hände unter fliessendem Wasser an. Lassen Sie den Wasserhahn laufen. 

2  Nehmen Sie danach ausreichend Flüssigseife und reiben Sie Ihre Hände damit ein, bis es schäumt.

3  Seifen Sie auch die Innenfläche, Daumen, Finger, Zwischenräume gut ein. Auch unter den Nägeln muss gereinigt werden. 

4  Die eingeschäumten Hände unter fliessendem Wasser halten und die Seife sorgfältig abspülen. 

5  Anschliessend die nassen Hände mit einem Papierhandtuch oder einem Wegwerfhandtuch gründlich abtrocknen.

6  Mit einem Papierhandtuch den Hahn zudrehen. Den Hahn ansonsten schon vor dem Abtrocknen zudrehen. Vergessen Sie nicht, auch die Türe mit einem Papierhandtuch zu öffnen – vor allem, wenn Sie sich auf einer öffentlichen Toilette befinden. 

Einmal Händewaschen sollte bis zu 30 Sekunden dauern, damit die Bakterien keine Chance mehr haben. Wie Händewaschen richtig geht, zeigt auch folgendes Video des Bundesamtes für Gesundheit

Neben regelmässigem Händewaschen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit weitere Massnahmen zum Schutz. Zu diesen gehören das Niesen in die Armbeugen oder in ein Taschentuch, welches danach in einen geschlossenen Abfalleimer entsorgt wird. Nach Möglichkeit sollten kranke oder erkältete Menschen gemieden werden. Dasselbe gilt bei grösseren Menschenmassen, wobei in Sitzungen oder beim Anstehen an der Kasse ein Sicherheitsabstand eingehalten werden soll. 

Von den überall ausverkauften Atemschutzmasken sind Experten nicht ganz überzeugt: Häufig bieten sie ungenügenden Schutz, weil sie nicht richtig angewendet werden. Beim Einsatz solcher Masken sollte grundsätzlich beachtet werden, dass die Maske eng anliegt und Nase und Mund vollständig bedeckt werden. Zudem sollte in die Mundschutzmaske ein Metalldraht integriert sein, damit die Nasenpartie genau angepasst werden kann. Beginnt die Maske zudem wegen der Atemluft feucht zu werden, muss die ausgewechselt werden. 

Das passiert bei einer Ansteckung: 

So erkennen Sie, ob Sie infiziert sind

Die Zeit von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Ausbruch der Krankheit kann bis zu 14 Tage betragen. Infizierte leider unter Husten, Fieber, Übelkeit und Durchfall. Einige Betroffenen erkranken zudem an einer Lungenentzündung.

Da es sich beim Coronavirus um eine virale Erkrankung handelt, können Ärzte in erster Linie nur die Symptome der anschliessenden Krankheiten behandeln. Zugelassene Medikamente für die Behandlung gibt es nicht – Impfstoffe ebenfalls nicht. 

Treten bei Ihnen oder bei Ihren Kindern oben erwähnte oder änliche Beschwerden auf, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit, sich telefonisch beim Hausarzt ober beim kantonalen Ärztetelefon melden.   

Fragen, Unsicherheiten und weitere Informationen? Die Infoline des Bundes zum Coronavirus ist täglich 24 Stunden erreichbar: +41 58 463 00 00.