Wie man dem Schnupfen, Husten und laufender Nase den Garaus macht

Hilfe bei Erkältung

Es gibt viele Hausmittel um der Erkältung den Garaus zu machen. Bild: iStockphoto-Thinkstock

So wird die Nase frei

Eine zugeschwollene Nase nervt jung und alt – sie stört beim Trinken, Essen, Schlafen. Sie kann ausserdem zu einer Mittelohrentzündung führen, einer recht schmerzhaften Schleimhautentzündung im Mittelohr. Ist die Schleimhaut im Nasen-Rachen-Raum geschwollen, wird das Mittelohr so schlecht belüftet, dass sich dort Keime rasch ausbreiten können. Nasentropfen und –sprays bewirken, dass sich die Adern in der Schleimhaut zusammenzuziehen. Durch die verkleinerten Gefässe wird die Schleimhaut dünner und damit der Platz in der Nase für Atemluft grösser. Wichtig ist, beim Gebrauch genau auf Dosierung zu achten. Denn bei längerem Gebrauch dieser Medikamente kann die Nasenschleimhaut nachhaltig geschädigt werden.

Nebenwirkungsfreie Nasentropen lassen sich selbst herstellen.

Das brauchen Sie:

  • ¼ Liter Wasser
  • ½ Esslöffel Kochsalz

So geht es:

Zunächst kochen Sie das Wasser auf und lassen es so lange abkühlen, bis es nur noch lauwarm ist. Nun fügen Sie das Kochsalz zu und rühren es um, bis es sich aufgelöst hat. Mit einer Pipette, in der Apotheke erhältlich, lässt sich die Lösung in die Nase träufeln. Die Nasentropfen sollten alle zwei Tage neu hergestellt werden.

Was gegen Husten hilft

Die Bronchien sind entzündet? Husten kann unangenehm sein – jedenfalls dann, wenn man oft und vergeblich husten muss. Hustenlöser lassen sich selbst herstellen:

Das brauchen Sie:

  • 1-2 Zwiebeln
  • 2 Esslöfel Zucker
  • Glas mit Schraubverschluss

So geht es:

Zuerst die Zwiebeln schälen, würfeln und in ein sauberes Glas mit Schraubverschluss legen. Zucker darüber streuen, Glas verschliessen und schütteln. Der Zwiebelsirup bildet sich nach etwa zwei Stunden. Er schmeckt selbst Kindern besser, als die Zusammenstellung vermuten lässt!

Auch der Arzt kann schleimlösende Medikamente verschreiben. Wurde der Husten von Bakterien verursacht, hält er es möglicherweise für sinnvoll, Antibiotika zu verschreiben. Nach dem Abendessen sollte auf Hustenlöser verzichtet werden, damit ständiges Husten nicht beim Einschlafen stört.

Wadenwickel senken Fieber

Fieber tritt ein, wenn das Abwehrsystem des Körpers auf Hochtouren läuft. Damit zeigt es eine Infektion an. Schon leichtes Fieber kann dazu führen, dass ein Kind unruhig wird und nicht schlafen kann. Weil höheres Fieber gesundheitsschädlich sein kann, sollte es ab 39 Grad C gesenkt werden.

Wadenwickel sind ein effektives Mittel, die Körpertemperatur zu senken. Marion Risler, Wickelfachfrau, empfiehlt die Wadenwickel nicht mit kaltem Wasser zu machen, sondern mit Wasser, welches ca. 5 Grad kälter ist als die aktuelle Körpertemperatur des Patienten. Eine Anleitung dafür finden Sie hier: familienleben.ch

Manche Kinder wehren sich gegen die kalten Wadenwickel. Eine einfachere Lösung stellen in diesen Fällen Paracetamol-Fieberzäpfchen dar. Wichtig ist es auch hier, sich an die empfohlene Dosierung zu halten. Aufgrund des geringen Körpergewichts kann eine zu hohe Dosis bei Kindern schnell zu lebensbedrohlichen Leberproblemen führen. «Auf Nummer sicher geht, wer sich von seinem Kinder- und Jugendarzt die Menge und die Verabreichungsform empfehlen lässt», so Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. «Über mehrere Tage sollten Kinder das Präparat auf keinen Fall ohne ärztliche Überwachung einnehmen, denn eine Paracetamol-Vergiftung kommt schleichend.»

Weitere Informationen zum Thema «Fieber und Kleinkinder: familienleben.ch

Autor: Sigrid Schulze

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