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Gesunder Schlaf für Kinder: Was Eltern tun können

Eltern machen sich über den Schlaf ihrer Kinder viele Gedanken. Schläft mein Kind genug? Was kann ich tun, damit es besser einschläft? – Eltern machen sich viel Druck beim Thema Schlaf. Mit diesen einfachen Tricks stellen Eltern sicher, dass ihre Kinder einen guten Rahmen für ihren Schlaf haben.

Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Schlaf ist wichtig – vor allem für Kinder: Was Sie als Eltern tun können, damit die Kleinen genug Schlaf bekommen. Bild: pixabay.com, sathyatripodi

Im Kinderzimmer wird nicht nur gespielt, sondern auch geschlafen. Aus dem Grund braucht der Raum eine gewisse Grundruhe. In einem chaotischen Zimmer mit kräftigen Farben schlafen Menschen jeder Altersklasse schlecht. Helle und freundliche Farben, genug Boxen und Regale für das Spielzeug und liebevolle Details machen das Kinderzimmer zum liebsten Rückzugsort der Kleinen. Kinder lieben Höhlen und haben es gerne kuschelig und gemütlich. Betttunnel, Betthimmel oder das Bett in einer passenden Nische schaffen einen gemütlichen Rückzugsort. Lichterketten mit Zeitschaltung oder Nachtlichter erleichtern ängstlichen Kindern das Einschlafen in ihrem eigenen Bett. Neben einer guten Matratze ist die Bettwäsche wichtig für den erholsamen Schlaf. Natürliche Materialien helfen der Haut sich in der Nacht zu entspannen. In der Bettwäsche mit den Lieblingshelden kuschelt es sich gleich dreimal besser. Im Test von bettwäsche.net erfahren Sie, welche Bettwäsche für kleine und grosse Kinder geeignet ist

Achtung Allergie

Beim Einrichten des Kinderzimmers sollte auf Allergene und Reizstoffe geachtet werden. Etwa 6,25 Prozent aller Schweizer reagieren allergisch auf Hausstaubmilben. Bei Kindern sind diese Allergien oft nicht bekannt, können den Schlaf aber stark beeinträchtigen. Ist die Nase am Morgen zu oder die Augen gereizt, empfiehlt sich ein entsprechender Test beim Kinderarzt. Laut aha.ch sollten Topfpflanzen oder Hydrokulturen in Schlafräumen nicht vorhanden sein, da sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen und damit ein optimales Klima für Hausstaubmilben schaffen. Auch Baustoffe oder stark riechende Reinigungs- und Waschmittel können den Schlaf von empfindlichen Kindern stören.

Rituale schaffen Sicherheit

Gerade am Abend profitieren Familien von einer grundsätzlichen Struktur im Alltag. Kleinen Kindern geben Rituale Halt. Bereits Babys orientieren sich an festen Abläufen. Wenn es vor dem Schlafen in die kleine Wanne geht, wissen Babys das bereits recht schnell. Nun wollen Kinder irgendwann nicht mehr jeden Abend baden, aber es gibt andere Abendrituale, die das Familienleben schöner und den Abend ruhiger werden lassen. So macht gemeinsames Kochen von leichten Rezepten Spass und bietet die Gelegenheit bei einer Aktivität über den Tag zu sprechen. Denn Kinder und Jugendliche erzählen viel mehr, wenn sie aktiv sind. Für richtige Ausflüge in die Naturist an den Wochentagen eher selten Zeit. Aber nach dem Abendessen einmal raus an die frische Luft für eine halbe Stunde lüftet alle aus der Familie noch einmal aus und hilft beim anschliessenden Einschlafen. 

Spazieren vor dem Schlafen

Geheimtipp: Ein Spaziergang an der frischen Luft bevor es ins Bett geht. Bild: pixabay.com, Bessi

Weitere Ideen für Abendrituale:

  • gemeinsames Kochen oder Salat schneiden
  • vorlesen
  • Buch anschauen mit kleineren Kindern
  • ein ruhiges Spiel wie Backgammon, Schach oder Kniffel spielen
  • gemeinsamer Spaziergang
  • Kinderyoga
  • eine Fantasiereise
  • gemeinsames Joggen oder Radfahren (mit grösseren Kindern)
  • Baden zum Entspannen von Babys und Kleinkindern

Medienfreier Abend

Bei Erwachsenen wie bei Kindern hilft es, vor dem Schlafen eine medienfreie Zeit von zwei bis anderthalb Stunden einzuhalten. Die Forschung zeigt, dass das Nutzen von Medien unmittelbar vor dem Schlafen die Qualität des Schlafs mindert. Gerade bei älteren Kindern ist Mediennutzung am Abend laut Untersuchung der psychologie.ch der Universität Zürich ein wichtiges Thema. Wer seinen Kindern mit einem guten Beispiel vorangeht und andere gemeinsame Aktivitäten in den Familienritualen pflegt, hilft ihnen zu einem gesunden Umgang mit Medien. Sobald Kinder und Jugendliche einen freieren Zugang zu Medien haben wie durch ein eigenes Smartphone, ein Tablet oder einen Laptop im Zimmer, entzieht sich viel ihres abendlichen Konsums der unmittelbaren Kontrolle der Eltern. In dieser Phase zeigen sich grosse Unterschiede bei den Heranwachsenden.  Ihr Gehirn und ihr Körper brauchen jedoch ausreichend tiefen Schlaf, um weiter reifen und wachsen zu können. Offene Kommunikation und ein aktives Zusammenleben helfen, den Schlaf in dieser sensiblen Phase zu retten.

Schlafbedarf ist individuell

Wer mehr als ein Kind hat, bemerkt wahrscheinlich bereits bei den Babys Unterschiede beim Schlafen. Während das eine Baby einfach einschläft, muss das andere Babys mühsam lernen, in den Schlaf zu finden. Ein Kind ist morgens um sechs munter und erzählt direkt drauflos, während ein anderes Kind am Morgen eher langsam in Gang kommt. Am Mittagsschlaf zeigt sich, wie unterschiedlich hoch der Schlafbedarf sein kann. Einige Kinder bräuchten trotz einer langen und ruhigen Nacht noch bis ins Kindergartenalter hinein, diese kurze Pause am Tag für einen Mittagsschlaf. Bei anderen Kindern wird der Mittagsschlaf bereits nach dem ersten Geburtstag überflüssig. Hier müssen Eltern ihre Kinder im Blick haben und auf Anzeichen für Müdigkeit schauen. Nur weil ein Kind am Abend nicht einschläft, bedeutet es nicht, dass es nicht müde ist. Hat sich das Kind vielleicht vor dem Abendbrot auffällig oft die Augen gerieben oder war gereizt? Dann hat es möglicherweise den idealen Zeitpunkt zum Einschlafen verpasst. Passiert das, überdrehen gerade kleine Kinder schnell und sind dann kaum mehr zu bremsen. 

So viel Schlaf braucht Ihr Kind

Phase

durchschnittlicher Schlafbedarf 
(je 24 Stunden)

Verteilung

Baby (0-3 Monate)

zwischen 16 und 18 Stunden

Tag/ Nacht

Baby (3-9 Monate) 

zwischen 14 und 16 Stunden

ab dem dritten Monat nimmt der Nachtschlaf zu

ab dem sechsten Monat fangen viele Babys an, sechs bis acht Stunden in der Nacht durchzuschlafen

Baby (9-12 Monate)

zwischen 13 und 15 Stunden

weiterhin zusätzlich zur Nacht zwischen zwei bis drei Tagschläfe

Kleinkind 
(12-18 Monate)

zwischen 13 bis 14 Stunden

meistens nur ein zusätzlicher Tagschlaf

Kleinkind 
(18-24 Monate)

rund 13 Stunden

Mittagsschlaf als zusätzlicher Schlaf bei der Mehrheit der Kinder

Kleinkind 
(24-36 Monate)

zwischen 11 bis 13 Stunden

nur die Hälfte der Kinder braucht täglich einen Mittagsschlaf 

Kind 
(3 bis 4 Jahre)

zwischen 11 bis 12 Stunden

weniger als ein Drittel der Kinder brauchen einen Mittagsschlaf

Kind 
(4 bis 5 Jahre)

zwischen 11 bis 12 Stunden

 

Vorschulkind 
(5 bis 6 Jahre)

Zwischen 10 und 12 Stunden