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Gesundheit

Wenn das Baby zahnt: Wie Sie Zahnen erkennen und Schmerzen lindern

Etwa ab dem sechsten Monat machen sich bei den meisten Babys die ersten Zähne auf den Weg. Wann das Zahnen beginnt und wie lange es dauert, ist jedoch von Kind zu Kind unterschiedlich. Am meisten Schmerzen haben die Kleinen, bevor die Zähne durchbrechen. Dies macht es für Eltern nicht immer einfach zu erkennen, dass Ihr Kind einfach unter dem Zahnen leidet. Während des Zahnens sind Babys anfälliger für Infekte, weshalb es öfters zu Fieber, aber auch Durchfall und anderen Beschwerden kommen kann. Zum Glück gibt es verschiedene Hilfsmittel wie kühlende Beissringe, aber auch Hausmittel wie Kamille oder Enzianwurzel, die beim Zahnen helfen. 

Zahnen: Baby liegt im Bett mit Beissring

Wenn die Zähne durchbrechen, tut das zuweilen ganz schön weh: Beissringe helfen den Kleinen während des Zahnens. Bild: GettyImages Plus, ANNA SUNGATULINA

Das Wichtigste in Kürze zum Zahnen bei Babys

  • Bei den meisten Babys zeigt sich etwa ab dem sechsten Monat der erste Zahn: Meist ist es der mittlere Schneidezahn im Unterkiefer. Bis alle 20 Milchzähne da sind, dauert es etwa 2 Jahre. Wann welche Zähne kommen, lesen Sie hier. 
  • Meist beginnen die ersten Symptome des Zahnens lange bevor dem Zahndurchbruch: Das Baby sabbert mehr, es ist weinerlich, weil es Schmerzen hat. Ausserdem schläft es unruhiger und ist anfälliger für Infekte. Das Zahnen an sich ist für den kleinen Körper ein immenser Aufwand. Mehr zu den ersten Anzeichen lesen Sie hier. 
  • Es kann sein, dass Ihr Kind während des Zahnens unter Durchfall und Erbrechen leidet oder sogar Fieber hat. Warum das so ist, erklären wir hier. 
  • Zahnen ist schmerzhaft – verschiedene Hilfsmittel können Linderung verschaffen. Effektiv ist es, das betroffene Zahnfleisch zu kühlen. Zum Beispiel mit kühlenden Beissringen oder auch Gemüsesticks aus dem Kühlschrank. Auch Zahngels oder natürliche Hausmittel wie Kamillentee oder Enzianwurzel unterstützen Ihr Kind während des Zahnens. Was hilft beim Zahnen, zeigen wir hier. 

Ist Ihr Baby ständig quengelig und hat Mühe mit Essen und Schlafen? Dann ist es vielleicht am Zahnen. Wenn ein Baby Zähne bekommt, ist das nicht nur für das Kind anstrengend, sondern auch meist für die Eltern. Bis alle 20 Milchzähne durchgebrochen sind, dauert das eine Weile. Sie finden hier darum alles, was Sie wissen müssen und tun können, wenn Ihr Baby zahnt. 

An diesen Symptomen erkennen Sie, dass Ihr Kind zahnt

Es gibt Babys, denen merkt man kaum an, dass sie am Zahnen sind. Einige Kinder leiden aber unter dem Durchbruch der Zähne. Die häufigsten Symptome sind...

1 Sabbern: Ihr Baby sabbert mehr als sonst, vielleicht ist auch das Zahnfleisch gerötet und angeschwollen. 

2 Kauen, knabbern und beissen: Ihr Kind steckt sich ständig etwas in den Mund – Finger oder Gegenstände – und beisst und kaut darauf herum. 

3 Quengeln und weinen: Für viele Babys ist das Zahnen ziemlich schmerzhaft. Wenn die Zähne durchbrechen, weinen und quengeln sie darum mehr oder haben einfach schlechte Laune.  

4 Schlechter und unruhiger Schlaf: Aufgrund der Schmerzen sind die Kleinen nicht nur quengelig, sondern sie schlafen auch unruhiger. Es kann gut sein, dass Ihr Kind in dieser Zeit nachts aufwacht und weint.

5 Rote, heisse Bäckchen: Ein Anzeichen fürs Zahnen können auch gerötete Wangen sein. 

6 Fieber und Infekte: Wenn ein Zahn durchbricht, arbeitet das Immunsystem auch Hochtouren. Manche Babys bekommen dann Fieber oder haben einen leichten Infekt. Auch Bauchschmerzen und ein veränderter Stuhlgang können auftreten. Mehr dazu gleich. 

Zahnen: Diese Beschwerden können auftreten

Wenn die Zähne durchbrechen, können bei manchen Kindern Infekte, Fieber oder andere Beschwerden auftreten. Denn der Prozess ist für den Körper und das Immunsystem eine grosse Aufgabe. Meist verschwinden die Beschwerden aber nach kurzer Zeit von alleine. Für die Behandlung eines leichten Infekts eignen sich verschiedene Hausmittel. Wenn es länger dauert oder die Beschwerden stark sind, wenden Sie sich aber besser an Ihren Kinderarzt. 

1 Fieber beim Zahnen

Es gibt viele Babys, die bekommen beim Zahnen Fieber oder leiden an erhöhter Temperatur. Das Fieber kommt aber nicht vom Zahnen an sich: Der Körper und das Immunsystem haben einfach viel zu tun, wenn Zähne durchbrechen. So kommt es schnell einmal zu einem Infekt, der die Temperatur ansteigen lässt. Dass sich Baby alles in den Mund stecken und darauf herumbeissen während des Zahnens, ist ein weiterer Treiber. Kein Wunder, dass die Kleinen so öfters Infekte auflesen.

2 Tritt beim Zahnen Durchfall auf?

Babys können kurzzeitig unter Durchfall leiden, wenn sie zahnen. Den Grund dafür sehen Experten darin, dass der Zahndruchbruch für den Körper Stress bedeutet, was die Darmtätigkeit beschleunigt. Auch kann die stärkere Speichelproduktion zu einer Veränderung des Stuhls führen.  

3 Erbrechen aufgrund des Zahnens?

Wenn Ihr Baby erbricht, hat dies nichts mit dem Zahnen zu tun. Es hat sich vermutlich einfach einen Infekt eingefangen. Denn während des Zahnens sind die Kleinen anfälliger für Krankheiten. 

4 Zahnen kann zu Ausschlag im und ums Gesicht führen

Während des Zahnens haben viele Babys eine erhöhte Speichelproduktion. Der Sabber kann zu Hautreizungen und Ausschlag rund um den Mund, auf den Wangen, am Kinn, aber auch am Hals und auf der Brust führen. Ausschlag am Rücken, an Armen oder Beinen kommt aber nicht vom Zahnen und sollte von einem Kinderarzt untersucht werden. 

Ob die eigenen oder fremde Finger: Zahnende Baby beissen auf allem herum – sie massieren so das Zahnfleisch und helfen beim Durchbruch des Zahns. Bild: GettyImages Plus, seventyfour

Wenn das Baby zahnt: Das hilft beim Zahnen

Wenn ein Zähnchen durchbricht, kann das ganz schön unangenehm sein und sogar richtig weh machen. Haben Sie auch ein zahnendes Kind zu Hause und suchen nach etwas, was hilft beim Zahnen? Es gibt verschiedene Methoden und Mittel, die Linderung und Hilfe versprechen.

1 Kühlen – Kälte lindert beim Zahnen Schmerzen: Das Zahnfleisch ist gereizt und geschwollen beim Zahndurchbruch. Kühlen hilft! Am besten kühlen Babys die betroffene Stelle, indem sie auf einem Beissring mit Kühlelement herumknabbern, auch ein kalter Löffel oder ein nasser Waschlappen aus dem Kühlschrank eignen sich.

2 Kauen und nagen, um das Zahnfleisch zu massieren: Wahrscheinlich nimmt Ihr zahnendes Baby alles in den Mund und kaut darauf herum. Ein natürlicher Reflex: Denn durch das Kauen wird das Zahnfleisch massiert, das das Durchbrechen der Zähne erleichtert. Am besten geben Sie Ihrem Baby darum spezielle Kau- und Beissringe dafür. Bei etwas älteren Babys sind auch gekühlte Gemüsesticks eine Möglichkeit oder ein Stück hartes Brot. Ein natürlicher Geheimtipp von Hebammen ist die Veilchenwurzel. Diese soll heilen und Schmerzen lindern. Ausserdem sollen die in der Veilchenwurzel enthaltenen Alkaoide den Zahndurchbruch erleichtern. 

3 Zahngel: Fragen Sie in der Drogerie oder in der Apotheke nach Zahngel für Babys. Solche Gels haben Wirkstoffe, die das gereizte Zahnfleisch beruhigen und so Schmerzen lindern. Wichtig: Das Gel sollte zuckerfrei und natürlich ohne Alkohol und Menthol sein! 

4 Natürliche Hilfsmittel: Tupfen Sie Salbei- oder Kamillentee auf das schmerzende Zahnfleisch. Die Kräuter sollen gereizte Stellen beruhigen und entzündungshemmend wirken. Auch die oben erwähnte Veilchenwurzel soll Schmerzen lindern und beim Zahnen helfen. Es gibt auch verschiedene Globuli, die den Zahndurchbruch erleichtern oder beruhigen sollen. 

Vorsicht mit Bernsteinketten! Die Bernsteinkette wird meist als eines der wichtigsten Hilfsmittel für zahnende Babys gehandelt. Dass die Steine aber tatsächlich eine Wirkung haben, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Ausserdem warnen Zahnärzte davor, dass die Gefahr besteht, dass die Kette reisst und sich das Kind an den Steinen verschluckt oder sich mit der Kette stranguliert. 

Zuerst kommen die unteren und oberen mittleren Schneidezähne. Bild: GettyImages Plus, eclipse_images

Wann und wie lange Babys zahnen

Zahnen ist ein langer Prozess – und je nach Kind verläuft er ganz individuell, es gibt keinen allgemeingültigen Zeitplan. Bis alle 20 Milchzähne da sind, dauert es laut Experten etwa zwei Jahre. Etwa ab sechs Jahren machen sich dann die zweiten Zähne auf den Weg. 

Mit wie viel Monaten zahnt ein Baby?

Ab wie vielen Monaten ein Baby zahnt, lässt sich nicht pauschal sagen. Bei vielen Kindern kommt der erste Zahn etwa um den sechsten Monat herum. Meist beginnen die Anzeichen fürs Zahnen – beissen, sabbern – dann schon etwas früher. 

Zahnen: Welcher Zahn in welchem Monat kommt

Normalerweise machen sich die mittleren Schneidezähne im Unterkiefer zuerst auf den Weg, dann die im Oberkiefer. Die Backenzähne kommen bei vielen Kindern ungefähr ab zwölf Monaten. 

Milchzähne pflegen: Ab wann muss ich meinem Baby die Zähne putzen?

Sobald die ersten Zähnchen gut sichtbar sind, können Sie Ihrem Kind die Zähne putzen. Verwenden Sie dafür ein Wattestäbchen, eine spezielle Kinderzahnbürste oder eine Fingerzahnbürste. Sie dürfen auch eine spezielle Kinderzahnpasta verwenden. Achten Sie darauf, dass diese für Kinder ab 0 Jahren ist. 

So lange dauert das erste Zahnen und der Durchbruch eines Zahns

Wie lange es dauert, bis ein Zahn durchgebrochen ist, ist ebenfalls von Kind zu Kind unterschiedlich. Der Zahn muss sich durchs Zahnfleisch hindurch brechen. Dies ist eine aufwendige Prozedur. Wenn der Zahn durchgebrochen ist, bildet sich über mehrere Monate hinweg die Zahnwurzel. Die Zähne selbst sind übrigens schon vor der Geburt angelegt worden! 

Wann ist das Zahnen am Schlimmsten?

Die meisten Kinder leiden am stärksten, kurz bevor sich die Zähne durch das Zahnfleisch bohren. Das macht es für Eltern so schwierig zu erkennen, ob die Gründe für das Weinen und andere Beschwerden tatsächlich auf das Zahnen zurückzuführen sind. Wenn die Zahnkrone draussen ist, haben die Kleinen das Schlimmste hinter sich. Nur macht sich dann oft schon gleich der nächste Zahn auf den Weg....