Die richtige Zahnpasta

Flourid in der Zahnpasta beugt Karies vor.

Beim Kauf einer Zahnpasta ist vor allem auf Fluoridgehalt und RDA-Wert zu achten.

Grundsätzlich spielt die Marke der Zahnpasta keine Rolle. Unterschiede gibt es beim Anteil der Fluoride. Diese beugen zwar Karies vor. Der Fluoridgehalt einer Pasta sollte aber einen Wert von 1500 ppm nicht übersteigen. Bei Kindern gilt ein niedrigerer Wert von maximal 500 ppm.

Experten raten allerdings zu einem sparsamen Gebrauch von Fluoriden. Karies ist keine Krankheit, die durch Fluoridmangel entsteht. Eine vernünftige Lebensweise, Bewegung, richtige Atmung, effektive Zahnpflege und vollwertige Ernährung sind besser als jede fluorprophylaktische Massnahme. Zu viel Fluor kann nicht nur bei Kleinkindern nachweislich Schaden verursachen, auch Träger von Amalgamfüllungen sind der Gefahr sekundär toxischer Reaktionen ausgesetzt. Fluoridgele können auf Titanoberflächen Aufrauungen verursachen. Titan wird immer häufiger als Material für Zahnersatz eingesetzt.

Achten Sie ausserdem auf den RDA-Wert. Dieser gibt an, wie stark scheuernd eine Zahnpasta ist. Schmirgelstoffe können Verfärbungen, die von Tabak oder Tee kommen, gut beseitigen. Sie sind aber teilweise sehr aggressiv und sollten nicht täglich verwendet werden. Empfehlenswert ist ein RDA-Wert zwischen 40 und 70. Nach dem Zähneputzen die Zahnpasta ausspucken, aber den Mund nicht mit Wasser spülen. So bleibt die Wirkung der Zahnpaste länger erhalten!

Welche zusätzlichen Geräte sind zum Zähneputzen sinnvoll?

Die Zahnzwischenräume sollten Sie einmal am Tag diesen mit Zahnseide, Interdentalbürsten oder Zahnhölzern reinigen. Für grössere Lücken eignen sich Bürsten und Hölzer, für kleinere Zahnseide. Schnell können Sie sich mit ihr allerdings ins Zahnfleisch schneiden.

Als Ergänzung zum Zähneputzen können Sie eine fluoridhaltige Mundspülung verwenden, die Karies vorbeugt. Verwenden Sie allerdings schon eine fluoridhaltige Zahnpasta, so ist es sinnvoller, die Mundspülung zwischen den Mahlzeiten und nicht zusammen mit der Zahnpasta zu verwenden. Wer unter Mundgeruch leidet, sollte sich zusätzlich die Zunge bürsten. Das geht mit der normalen Zahnbürste und sanften Bewegungen von hinten nach vorne.

Weitere Tipps zum Zähneputzen

  • Ein Video zum Thema «Was beim Zähneputzen schief gehen kann» gibt es unter www.sf.tv

Text: Angela Meissner

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