Facebook Pixel

Tüfelsschlucht, Hägendorf in Hägendorf

Editieren

Bilder

Information

Der Eingang zur Tüfelsschlucht befindet sich inmitten des Dorfes Hägendorf. Ein gut begehbarer Fussweg führt in vielen Windungen über Brücken und Stege, vorbei an weitausladenden Höhlen und Klüften bis hinauf auf den Allerheiligenberg. Jede Wendung bringt neue Bilder, neue Eindrücke und Ueberraschungen. Der Cholersbach führt sein Wasser über Wasserfälle, glattgeschliffene Felsplatten und unwegsame Felsen hinunter in Dorf und mündet schliesslich an der Dorfgrenze zu Kappel in die Dünnern.


Die Sage: Die Tüfelsschlucht hiess nicht immer so, sondern erst seit sich ein Teufel mit einer armen Seele verlaufen hat. Er wollte die Seele beim Wuest in die Höhle bringen, aber im Cholersbachgraben war es so schön kühl, dass er samt der Seele in eine Pfütze sprang. Das dampfte! Nachdem er die arme Seele in der Hölle ablieferte, holte er seine gleichgesinnten Artgenossen in die Schlucht. Dort trieben sie ihr Unwesen. Sie spielten mit dem Wasser, standen unter die Wasserfälle und hüpften in die Pfützen, Seen und Weiher. Dabei fluchten sie, dass es das Harz aus den Tannen quetschte. Doch den Leuten im Dorf wurde es langsam unheimlich zu Mute. Denn Dampf stieg wie eine dunkle Wolke aus der Schlucht und blieb über dem Dorf hängen. Der Bach dampfte und fing an, nach Schwefel zu stinken. Die Forellen schwammen mit ihren silbrigen Bäuchen nach oben. Die Leute jammerten und waren verzweifelt - oder sie fluchten. Jetzt rissen die Teufel auch noch Bäume aus und schmissen Felsbrocken ins Bachbett, um das Wasser zu stauen. Diesem Treiben musste natürlich ein Ende gesetzt werden, und so holten sich die Leute Hilfe vom Kapuzinerkloster in Olten. Ein Pater kam. Er stieg mutterseelenallein in die Schlucht, während die Leute beteten und Kerzen für ihn anzündeten. Nun stiegen gelbe Nebelschwaden auf, und es polterte und tobte aus dem Graben. Erst nach sechs Stunden kam der Pater zurück. Müde und erschöpft vom harten Kampf mit dem Bösen. Seine braunen Haare waren kreideweiss geworden und an der linken Schläfe hatte er das Mal einer feurigen Klaue. Seither sind die Tüfel aus der Schlucht vertrieben und der Bach ist wieder klar, nur der Name ist geblieben: «Tüfelsschlucht».

Eintrag bewerten

Klicken Sie die Anzahl an Sternen an:

Eintrag editieren

Sind Sie Eigentümer dieser Lokalität? Hier können Sie sich die Editier-Rechte an diesem Eintrag beantragen.
Eintrag übernehmen

Weitere Wandern und Berge in der näheren Umgebung

Walderlebnispfad Olten
  • Fluhweg, 4600 Olten 4.56 km
Orchideenlehrpfad Erlinsbach
  • 5015 Erlinsbach 14.71 km
Themenweg: Eisenweg
  • Jurapark Aargau, 5063 Wölflinswil 18.09 km