Was Sie nebst der Kita Eingewöhnung sonst noch tun können

Kinder spielen während der Kita Eingewöhnung.

Auch nach einer guten Eingewöhnung in der Kita kann es Probleme geben. Bild: iStockphoto-Thinkstock

Stressfreier Morgen

Ein Morgen voller Zeitstress ist ein schlechter Start in den Kita-Tag, auch dann, wenn die Eingewöhnung bereits erfolgreich verlaufen ist. Kinder wollen nicht aufwachen und sofort funktionieren müssen. Darüber hinaus können Kindergartenkinder noch nicht verstehen, dass Eltern sich beeilen müssen. «Das Wesen kleiner Kinder ist auf den Moment gepolt und verfügt nicht über die Voraussetzungen, die man braucht, um Handlungsfolgen einsehen oder Begriffe wie «vorher», «nachher» und «jetzt» verstehen zu können», wissen Antje Bostelmann und Michael Fink.

Praktisch ist es, schon am Abend zuvor den nächsten Morgen vorzubereiten: zum Beispiel den Tisch zu decken und Kleidungsstücke herauszusuchen. Zeitliche Puffer lassen sich einrichten, in dem der Wecker zeitig gestellt und das Kind früh genug geweckt wird. So bleibt auch am Morgen Zeit für Spässe und vielleicht sogar für ein kleines Spiel. Schliesslich ist gerade für ein Kind, das im Alltag lange fremdbetreut wird, die relativ wenige Zeit, die es mit den Eltern verbringt, besonders bedeutsam.

Eltern-Mitwirkung in der Kita

Ihr Kind schläft in der Kita schlecht ein, findet wenig Anschluss an andere Kinder oder mag das Essen nicht? Auch nach einer gelungenen Eingewöhnung treten immer wieder kleine und grosse Probleme auf, für die es Lösungen zu finden gibt. Eltern bleiben Eltern, auch in der Zeit, die ihr Kind in der Kita verbringt. Wer Erzieherinnen auf Schwierigkeiten aufmerksam macht und nachfragt, welche Lösungen dafür vorgesehen sind, trägt im hohem Mass zum Wohlergehen des Kindes in der Kita bei. Klar, dass Erzieher auch nicht jederzeit Zeit für ein Gespräch haben. Sinnvoll ist es deshalb, nach geeigneten Zeitfenstern für einen wichtigen Austausch zu fragen.

Viele Informationen darüber, welche Aktivitäten im Kindergarten stattgefunden haben und in Planung sind, erhalten Eltern im Rahmen von Elternabenden. Sie bieten Vätern und Müttern ebenso wie Eltern-Stammtische und Kindergarten-Feste Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und Erfahrungen mit der Kita auszutauschen. So schärfen Eltern ihren Blick für die Tagesabläufe in der Einrichtung, sodass sie Schwierigkeiten erkennen und sich für Lösungen engagieren können. Wer sich in die Elternvertretung wählen lässt, kann sich gezielt für weitere Verbesserungen einsetzen – zum Beispiel für die Anschaffung von qualitätsvollem Spielzeug, für mehr Ausflüge an die frische Luft, für ausreichend Matsch- und Spielecken im Aussenbereich.

Weiterführende Links zum Thema Kita und Eingewöhnung

  • Buch: Glückliche Krippenkinder. Von Antje Bostelmann und Michael Fink. Beltz-Verlag: beltz.de
  • Checkliste: Fragen zur Kita-Auswahl: stadt-zuerich.ch

 

Autor: Sigrid Schulze

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